Juncker droht Finanzmarktakteuren „Wir müssen das Primat der Politik wieder stärken, sie muss die Finanzmärkte stoppen können“, so Juncker. Die Politik sei nur soweit erpressbar, wie sie sich erpressen lasse. Der frühere Chef der Wirtschaftsweisen Bert Rürup warnt unterdessen vor den Folgen einer möglichen Staatspleite Griechenlands. „Die europäische Staatengemeinschaft muss Griechenland bei der Bewältigung seiner Schuldenkrise helfen – und zwar im eigenen Interesse. Denn im Falle einer Zahlungsunfähigkeit Griechenlands – also eines Staatsbankrotts – würden rasch Länder wie Portugal, Spanien, Italien und Irland finanziell in die Knie gehen. Diese Länder müssten dann aufgrund des gestiegenen Misstrauens sehr viel mehr bezahlen, um Kredite zu bekommen,“ sagte der Ökonom sagte „Bild-Zeitung“. Der Euro wäre dann als gemeinsame europäische Währung gefährdet.
Der luxemburgische Ministerpräsident und Euro-Gruppen-Chef, Jean-Claude Juncker, hat den Finanzmarktsakteuren kurz vor der Umschuldung griechischer Verbindlichkeiten in Milliardenhöhe staatliche Sanktionen angedroht. „Wir haben die Folterwerkzeuge im Keller, und wir zeigen sie, wenn es nötig ist“, sagte Juncker dem "Handelsblatt". Wie genau diese Instrumente aussehen, wollte er allerdings nicht verraten.
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