Für den Trinkwassertest des TÜV Rheinland und der ARD-Sendung "Plusminus" hatten die Experten im Juli in Aachen, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hannover, Köln, Nürnberg und Saarbrücken jeweils fünf Wasserproben in öffentlichen Gebäuden genommen. Im Visier der Tester standen dabei öffentlich zugängliche Toiletten in Bahnhöfen, Rathäusern, Krankenhäusern, Seniorenheimen und Universitäten. Für die Instandhaltung dieser Leitungen und die Hygiene in den Sanitäranlagen bis zur Entnahmestelle in den Gebäuden selbst ist der jeweilige Gebäudebetreiber verantwortlich.
Die Untersuchung ergab, dass in jeder Stadt Trinkwasserproben mikrobiologisch belastet waren. Über den zusätzlichen Nachweis von Legionellen in vier Wasserproben informierten die Tester umgehend die betroffenen Gebäudebetreiber, da in diesen Fällen akuter Handlungsbedarf bestand. "Wir raten allen Betreibern dringend dazu, das Wasser nochmals zu überprüfen", erklärte Dormagen. Bei einer Bestätigung des Ergebnisses müssten die Ursachen der Verunreinigung geklärt und mögliche Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.
Als Mittel gegen die allgemeine Verkeimung und zur Verbesserung der Wasserhygiene riet der TÜV den Verbrauchern, vor der Wasserentnahme das Wasser einen Moment laufen zu lassen. So könne Wasser abfließen, das länger in den Leitungen gestanden habe, und damit auch ein Teil womöglich vorhandener Keime weggespült werden. Auch führe eine Erhöhung des Wasserdrucks zu einer besseren Durchspülung und Reinigung der Leitungen.
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