17/05/2012:
News der Rubrik Kultur & Bildung
Trier behält sein Römerspektakel

Der Stadtrat von Trier hat kurzfristig über das auf wackeligen Beinen stehende größte Römerspektakel Deutschlands debattiert - und ist zu einem Entschluss mitsamt Erklärung gekommen. 14/12/2011




Auch im kommenden Jahr wird es in Trier wieder "Brot und Spiele" geben.

Das Thema war kurzfristig in die Tagesordnung der Ratssitzung aufgenommen worden, nachdem sich die Stadt am Vorabend in Gesprächen gemeinsam mit der Werbeagentur und Vertretern der Fraktionen auf eine Fortsetzung geeinigt hatten. Danach ist das Amphitheater auch 2012 erneut Schauplatz einer spektakulären Inszenierung. Am Wochenende 31. August bis 2. September und 8./9. September 2012 wird das römische Spektakulum „Herkules und die Macht des Bösen“ von Alexander Etzel-Ragusa geboten. Am ersten Wochenende entsteht auf der Palästra der Kaiserthermen ein Römerlager mit Zeltlandschaft. Die Darbietung mit unterschiedlichen Facetten römischen Lebens umfasst neben einer Tavernenlandschaft auch die abendliche Inszenierung von Licht- und Klanginstallationen in den Kellergängen der Kaiserthermen. Im Gegensatz zur diesjährigen Handhabung, bei der für das zweite Wochenende im Amphitheater die Medienfabrik allein verantwortlich zeichnete, werden diesmal beide Termine in der Finanzierung, Organisation und Abwicklung zusammengefasst.

Für die Kosten von Brot und Spiele 2012 werden 556.525 Euro (2011: 413.600 Euro) in Ausgaben und Einnahmen ausgeglichen veranschlagt, wobei die Erhöhung für das kommende Jahr vor allem auf die zusätzlichen Ausgaben für das zweite Wochenende zurückzuführen sind. Aus dem Ticket-Verkauf sollen Einnahmen von gut 275.000 Euro (2011: 147.500 Euro bezogen auf das erste Wochenende mit Darbietungen in den Kaiserthermen und im Amphitheater) erzielt werden. Der Zuschussbetrag der Stadt bleibt unverändert bei 50.000 Euro, vom Land werden einschließlich der Kosten für die pädagogischen Darstellungen des Rheinischen Landesmuseums 83.000 Euro erwartet. Die Sponsorenakquise, die durch die Stadt in Zusammenarbeit mit der Medienfabrik erfolgt, soll 100.000 Euro erbringen. Weitere Zuwendungen erfolgen unter anderem von rechtsfähigen Stiftungen (30.000 Euro), Mieten und Pachten (6250 Euro) sowie städtischen Erstattungen (11.750 Euro). Während das Ausgaberisiko bei der Medienfabrik liegt, wird das Einnahmerisiko von der Stadt übernommen.

Die Vertragspartner einigten sich darauf, Gespräche über mögliche Konzeptanpassungen für Brot und Spiele 2013 bereits ab Januar kommenden Jahres zu führen. Laut Darstellung von Medienfabrik-Chef Ronald Frank arbeitet seine Agentur bereits seit Mitte des Jahres am Programm 2012. Dies beinhalte auch neue Vertriebswege über Direktreiseanbieter. Der Vorverkauf soll Ende März starten.Kulturdezernent Thomas Egger bekannte sich zur Fortführung des Römerspektakels mit der Berücksichtigung des kulturell wertvollen Angebots in den Kaiserthermen. Von der Zusammenführung der beiden Wochenenden erwartet der Beigeordnete „gegenseitige Mitnahmeeffekte“. Die Planansätze seien „ambitioniert“, aber keineswegs „ins Blaue hinein“ geplant. Egger plädierte für eine Weiterentwicklung von Brot und Spiele, damit die für die Stadt herausragende Veranstaltung auch in Zukunft eine große Resonanz und Akzeptanz finde.

Quelle: Stadt Trier



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