Patrick Dury, der neue Präsident des LCGB, nutze den Neujahresempfang der Gewerkschaft am Montag, um Bilanz zu ziehen.
Dabei lag der Fokus ganz klar auf der gescheiterte Tripartite und den Beschlüssen, die die Regierung Luxemburgs alleine in Rekordtempo vollzogen hat.
Während sich Dury zufrieden mit der Lösung um den Mindestlohn zeigte, der im Januar 2013 erneut angehoben werden soll, verurteilte er die neue Regelung des Index,
die die nächste konjunkturbedingte Erhöhung aller Löhne und Renten für Oktober 2012 und dann immer nach 12 Monaten vorschreibt.
Auch von einer Sache, die das Patronat im Rahmen der Dreiergespräche durchzudrücken versuchte, will man beim LCGB nichts wissen: der von Arbeitgebern gewünschten Flexibilisierung der Arbeitszeit.
Dafür machte Patrick Dury der Regierung den Vorschlag, Arbeitnehmer für die verzögerte Indextranche mit einer Sonderprämie zu entschädigen.
Diese Risikoprämie soll fünf bis acht Prozent des monatlichen Einkommens betragen und vom luxemburgischen Staat bezahlt werden.
UPDATE - das sagt OGBL
Auch die Gewerkschaft OGBL zeigt sich nicht einverstanden über die Entscheidung der luxemburgischen Regierung, die Indextranche in den nächsten drei Jahren jeweils auf Oktober zu verschieben.
Das Projekt sei vom geschäftsführenden Vorstand der Gewerkschaft abgelehnt worden, teilte OGBL am Montag mit.
Die größte Gewerkschaft des Großherzogtums befürchtet einen massiven Kaufkraftverlust der Arbeitnehmer.
Der OGBL stellt sich also ebenfalls gegen die Entscheidung der Regierung und hat das Parlament aufgefordert, gegen den Resetzesentwurf der Regierung zu stimmen.
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