Die Entscheidungen seien ein vorweihnachtliches Geschenk an das Patronat gewesen, so Glesener.
Arbeitgeber im Großherzogtum würden durch die Neuregelung der Indextranchen knapp 700 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren einsparen - auf Kosten der Arbeitnehmer.
„Die Bitte an die Arbeitgeber, mit diesem Geld sozialverträglich umzugehen, ist in etwa so realistisch wie die Bitte an einen Haifisch, zum Vegetarier zu werden“, machte der Gewerkschaftspräsident unmissverständlich deutlich.
Dabei teilte Glesener die Ansicht der Gewerkschaften LCGB und OGBL, dass die Indexregelung zu einem Verlust der Kaufkraft führe.
Ebenfalls nicht einverstanden zeigte sich Glesener mit der Forderung der Arbeitgeber, befristete Arbeitsverträge häufiger verlängern zu können.
Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker hatte im Dezember angekündigt, die Regeln für zeitlich befristete Verträge zugunsten der Arbeitgeber lockern zu wollen.
Am 26. Januar will das Parlament über die im Dezember von der Regierung beschlossenen Entscheidungen abstimmen.
UPDATE 11. Januar
Am Mittwoch sind Vertreter von OGBL, LCGB und ALEBA zusammengetroffen, um über die Gesetzesentwürfe zu sprechen.
Das Ergebnis der Verhandlungen war dabei im Prinzip im Vorfeld klar.
Alle Gewerkschaften haben sich gegen die Beschlüsse der Regierung ausgesprochen, insbesondere die Entscheidung zum Index.
Vorerst soll es aber keine Kundgebungen geben. Die Gewerkschaften wollen in erster Instanz das Parlament davon überzeigen, gegen den Gesetzesentwurf zu stimmen.
Zur offiziellen Begründung des OGBL geht es hier entlang.
Die entsprechende Mitteilung des LCGB gibt es hier.
Die Arbeitgebervertretung U.E.L. will sich am Donnerstag äußern.
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