17/05/2012:
News der Rubrik Panarama & Sport
Trierer Sport: Vier Niederlagen, zwei davon wichtig

Das Sportwochenende war aus Trierer Sicht eher durchwachsen - Miezen und Rollis verlieren wichtige Spiele, das Allstar-Team mit Spielern der TBB unterliegt verschmerzbar, die Eintracht gibt ihr letztes Winter-Testspiel ab. (Foto: Beko BBL, Ulf Duda) 23/01/2012




Eintracht Trier - CS Grevenmacher 0:1 (0:0)

Das Team von Cheftrainer Roland Seitz verlor am Sonntag Nachmittag den fünften und letzten Test der Wintervorbereitung mit 0:1 beim aktuellen Tabellenführer der Luxemburger Nationaldivision, dem CS Grevenmacher. Das Tor des Tages schoss vor 250 Zuschauern mit Patrick Herres ausgerechnet ein Ex-Eintrachtler: Der in der Nachwuchsabteilung des SVE ausgebildete 22-Jährige zirkelte in der 71. Minute einen 20-Meter-Freistoß gekonnt über die Trierer Mauer und überraschte auch Keeper André Poggenborg.

Nach dem Bilderbuch-Tor von Patrick Herres, dem Sohn des U19-Trainers der Eintracht Herbert Herres, drängte der SVE mit aller Macht auf den Ausgleich. Der bärenstarke, erst 21-jährige Schlussmann der Hausherren, der Lothringer Arnaud Schaab, rettete aber sowohl gegen Thomas Drescher (73.), wie auch beim Freistoß von „Faz“ Kuduzovic (81.) und beim Schuss von Testspieler Gorazd Gorinsek (87.).

Ähnlich wie zuvor im Test beim Nord-Regionalligisten VfB Germania Halberstadt am Donnerstag (1:2) hatte Seitz wiederum auf etliche verletzte bzw. angeschlagene Akteure verzichten müssen.

Die Rückrunde in der Regionalliga West beginnt für die Eintracht am Samstag um 14:00 Uhr mit einem Heimspiel gegen den SC Idar-Oberstein 07.

 

Die TBB Trier hat in der Basketball-Bundesliga spielfrei - Grund ist der jährlich im Januar statt findende "All Star Day", der in diesem Jahr in Ludwigsburg ausgetragen wurde. Nicht alle TBBler konnten allerdings das freie Wochenende genießen: Headcoach Henrik Rödl und sein Assistent coachten die "National"-Auswahl, die gegen das Team "International antrat. In deren Kader standen mit Philip Zwiener und Maik Zirbes zwei Trierer Akteure, die bei der knappen 85:89-Niederlage eine sehr ordentliche Figur abgaben. Zwiener gelangen 9 Punkte, Kollege Zirbes holte 14 Punkte und 8 Rebounds.

Dass es für "National" nicht reichte, ist vor allem dem Ulmer John Bryant geschuldete, der für "International" 23 Punkte erzielte und damit seinen Status als bester Center der Liga eindrucksvoll untermauern konnte.

Der Ernst der Liga beginnt für den Tabellensiebzehnten dann am Sonntag wieder: Ab 19:30 Uhr ist der direkte Konkurrent Ludwigsburg (pünktgleich auf Platz 16) in der Arena zu Gast - ein Vier-Punkte-Spiel für Rödl und sein Team.

 

Thüringer HC - DJK/MJC Trier 39:17 (20:9)

Dass es schwer würde, war vorher klar - dass die Trierer Miezen beim Favoriten und Tabellenführer Thüringer HC so deutlich untergehen würden allerdings nicht. Unter der Leitung von Igor Domaschenko hatten die Triererinnen gegen die zuletzt überraschend bei Frisch Auf Göppingen unterlegenen und daher hochmotivierten Gastgeberinnen keine Chance.

Die Miezen, denen erst ein Saisonsieg gegen die SVG Celle gelang, konnten den THC nicht stoppen. Bereits zur Pause war die Partie beim Stand von 20:9 entschieden. Ex-Mieze Nadja Nadgornaja war mit sieben Toren erfolgreichste Torschützin aus dem Spiel heraus, ihre Mannschaftskollegin Katrin Engel traf zehn Mal, darunter aber sechs Siebenmeter. Snelder (fünf Treffer), Reiche, Popluharova und Wohlbold (je vier Tore) komplettierten das Schützenfest des THC.

Auf Trierer Seite scheiterten die Angriffsbemühungen ein ums andere Mal, sodass Linksaußen Megane Vallet mit nur drei Treffern beste Torschützin auf Seite der Gäste wurde. Katarina Vojcic traf drei Siebenmeter und einmal aus dem Spiel heraus. Während Katrin Engel alle sechs Siebenmeter für Erfurt traf, vergab Trier von drei von sieben Strafwürfen.

Gelegenheit zur Wiedergutmachung im Abstiegskampf haben die Miezen am kommenden Mittwoch ab 19:30 Uhr, wenn der TSV Bayer Leverkusen in der Arena zu Gast sein wird.

 

Immovesta Dolphins Trier - RSC Rollis Zwickau 66:89 (25:42)

Ernüchterung auch im Lager der Immovesta Dolphins: Der Rollstuhlbasketball-Bundesligist aus Trier kann nach der deutlichen Heimpleite gegen Vizemeister Zwickau die Meisterschaftsrunde wohl abhaken. Spielertrainer Dirk Passiwan zeigte sich nach dem Spiel selbstkritisch: „Das war ein ganz schwacher Auftritt von uns. Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen.“ Auch wenn die Playoffs rein rechnerisch noch erreicht werden können, sagt Passiwan: „ Damit werden wir nichts mehr zu tun haben.“

Bei Trier stimmte weder die Abstimmung in der Verteidigung noch das Timing im Angriff. Mit deftigem 8:24-Rückstand ging es in die erste Viertelpause. Scharfschütze Passiwan war der einzige Trierer, der in der Anfangsphase dagegen hielt. Der 35-jährige besorgte die ersten 14 Punkte seiner Mannschaft. Entlastung und Unterstützung durch seine Teamkollegen bekam er im ersten Durchgang zu selten. Zwickau spulte sein Programm auch nach der Pause souverän runter, überrollte die Dolphins aber erst im Schlussviertel. Überragende Akteure auf Seiten der Sachsen waren Aufbauspieler Bryce Doody und Center Adam Erben. Während Doody 16 Assists auflegte, konnte Erben 38 Punkte erzielen. Topscorer wurde der Tscheche damit nicht, auf Seiten der Trierer erzielte Dirk Passiwan 44 Zähler.

Die Chance es besser zu machen, hat seine Mannschaft am kommenden Samstag. Dann empfangen die Immovesta Dolphins Kellerkind Hannover United. Tipp-Off  in der Wolfsberghalle ist um 18:30 Uhr.




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