17/05/2012:
News der Rubrik Großregion
Internet: LTE auch für die Grenzregion

Wer nicht in einer Stadt wohnt, hat in der Grenzregion Deutschland - Luxemburg oft schlechte Karten, was eine gute Internetverbindung angeht. 01/02/2012




Der Ausbau der schnellen Funktechnologie LTE (Long Term Evolution, eine attraktive Breitband-Alternative zum kabelgebundenen Internet für ländliche Räume) geht in Trier-Saarburg nur schleppend oder gar nicht voran.
Grund dafür ist ein langwieriger Prozess der Grenzkoordinierung zwischen Deutschland, Luxemburg und Belgien, da ein Abstand von bis zu 30 km von der Landesgrenze eingehalten werden muss.

Bundestagsabgeordneter Bernhard Kaster (CDU) hat sich jetzt mit einem dringenden Apell sowohl an Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler als auch an den luxemburgischen Minister Francois Biltgen gewandt.
„Diese Einschränkungen und Koordinierungsprobleme an innereuropäischen Grenzen werden von den Menschen im Jahre 2012 in einem vereinten Europa nicht mehr akzeptiert.“, so Kaster gegenüber Rösler und Biltgen in seiner Forderung.

Kaster, selbst Mitglied im Beirat der Bundesnetzagentur, welche mit dem luxemburgischen Regulierer in Verhandlungen steht, sieht einen „Verhandlungsstillstand“. Hintergrund der Problems ist die Vorgabe, dass beim Aufstellen der Sendemasten für die schnelle Funktechnologie ein Abstand bis zu Grenze eingehalten werden muss, der bis zu 30 km reichen kann. Da in Luxemburg die Frequenzen der sogenannten Digitalen Dividende für andere Anwendungen abseits des Mobilfunks und Internets genutzt werden, könnte es sonst Störungen geben. „Dieses Problem ließe sich durch das Verwenden einer verminderten Feldstärke lösen. Die Telekommunikationsunternehmen, so zum Beispiel Vodafone, warten darauf, die Region versorgen zu können“, betont Kaster. Luxemburg knüpfe die Verhandlungen eng an die Situation in Belgien.

„Das Ausmaß des derzeitigen „Verhandlungsstillstands“ erstreckt sich somit auf ein Grenzgebiet entlang der deutsch-luxemburgischen und deutsch-belgischen Grenze von 291 km. Legt man auch nur einen durchschnittlichen Mindestabstand von 15 km zu Grunde, so ist ein Gebiet betroffen, das fast der doppelten Fläche des Saarlandes entspricht, welches vom LTE-Ausbau ausgeschlossen wäre", so der Parlamentarier.

Aus diesem Grund appelliert Kaster an die zuständigen Minister, Philipp Rösler und Francois Biltgen, die Verhandlungen nun auf Regierungsebene zu einem erfolgreichen Ende zu bringen.
Das Thema soll nun auf Regierungsebene verhandelt werden.

 

 




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