International Conference on future coordination of digitisation Luxembourg
Tuesday 21st and Wednesday 22nd June 2005
Centre Culturel de Rencontre, Abbaye de Neumünster
Wednesday 22nd June 2005
Einführung durch Guy FRANK (Kulturministerium Luxemburg) and Rosella CAFFO (Direttore della Biblioteca di storia moderna e contemporanea, Ministero per i Beni e le Attività Culturali – MiBAC, Projektleiter MINERVA).
Unter dem Vorsitz des Koordinators David DAWSON (Head of Digital Futures Team, Museums, Libraries and Archives Council, Großbritannien) ging es in der ersten Sitzungsphase um das Thema „Users and Content“ (Nutzer und Inhalte).
Monika Hagedorn-Saupe (Institut für Museumskunde, Staatliche Museen zu Berlin)stellte die Qualitätsprinzipien für Kultur Websites vor, Quality Principles for cultural Web sites: a handbook.
Gabiella Szalocki (Hungarian National Library) berichtete über die Ergebnisse einer Umfrage zu der Mehrsprachigkeit und dem Gebrauch von Wörterbüchern in Kultur Websites (A survey of multilingualism and the use of thesauri in cultural websites).
Franco Niccolucci (Universität Florenz) sprach im Rahmen von „Excellence in Processing Open Cultural Heritage“ – EPOCH zu Umfrageergebnissen und Studien über den Zugang zu Angeboten im kulturellen Bereich.
Christophe Dessaux (Ministère de la culture et de la communication) lieferte einen Einblick in Konzept und Struktur von MICHAEL – das ist die erste gesamteuropäische Plattform, welche den automatischen Zugriff zu den einzelnen nationalen kulturellen Webressourcen ermöglicht.
Die zweite Sitzungsphase unter dem Koordinator Andrea GRANELLI (Italian Council for Research) befasste sich mit dem Themenkomplex „Ökonomische Nachhaltigkeit“ (Economic sustainability), d.h.: Wie halten Trägerorganisationen kultureller Angebote die Balance zwischen Ausgaben und Einnahmen?
Anna Maria Tammaro (Digital Renaissance Foundation) skizzierte die Möglichkeiten des Open Acces Paradigmas.
Vito Cappellini (Universität Florenz) berichtete über einen Durchbruch in der Entwicklung digitaler Wasserzeichen, um die Feststellung der Authentizität von Dokumenten zuverlässig und fälschungssicher zu gewährleisten.
Francesco Nucci (Italien) ging es im Rahmen von BRICKS um „Geschäftsmodelle“, welche für den Einsatz im kulturellen und/oder wissenschaftlichen Bereich geeignet und auf Dauer tragfähig sind (Business models suitable for the cultural and scientific application).
In Session 3 ging es um „Technologische Entwicklungen und Werkzeuge“ (Technological developments and tools). Koordiniert von Andrea MULRENIN (Salzburg Research Forschungsges. mbH).
David DAWSON stellte die neuen „Technical Guidelines for digitisation of cultural contents“ vor.
Vittore Casarosa (Institute of Information Science and Technologies - ISTI ) präsentierte das Forschungsprogramm zu Digitalen Bibliotheken (digital libraries) DELOS. Für den Anwendungsbereich der örtlichen Kultureinrichtungen stellt Calimera ein Netzwerk zur Verfügung.
Eelco Bruinsma (Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft der Niederlande) gab einen Überblick über Chancen und Risiken der technologischen Entwicklung.
Nach der Mittagspause ging es in Session 4 um die schwer wiegende, aber von allen Einrichtungen und Entscheidungsträgern in der Regel verdrängte Frage, wie das Problem der Datenbewahrung (Digital memory preservation) langfristig technisch und organisatorisch zu lösen sei.
Als Koordinator fungierte Daniel TERRUGGI (Institut National de l’Audiovisuel, Frankreich). Er demonstrierte gleich zum Eingang anhand von Mitbringseln (div. Datenträger aus div. historischen Etappen) die gravierenden technischen Probleme nicht nur technischer, sondern auch der anzuwendenden Entscheidungsstrategien und Relevanzkriterien und der ökonomischen Vertretbarkeit.
Maurizio Lunghi stellt die Arbeitsgruppe zu den „Firenze Agenda“ vor.
Stefan Rohde-Enslin (Institut für Museumskunde, Staatliche Museen zu Berlin) stellte das deutsche NESTOR Projekt vor.
Justrell Borje (Direktor der Nationalen Archive von Schweden schlug die Ausarbeitung eines neuen Forschungsprogramms namens „PROTEAN project“ vor, das sich zum Ziel stellt, neue Technologien und Strategien zur Langzeitaufbewahrung zu entwickeln. Ansprechpartner für potenzielle Interessenten ist Prof Hägerfors.
Zum Abschluss der Konferenz stellte Paul HELMINGER, Bürgermeister der Stadt Luxemburg, Initiativen wie Quattropole und die Besucherinformationssystem im Städtischen Museum vor, das bis zum Jahr der Kulturhauptstadt Europas ausgebaut und auf weitere Örtlichkeiten im Stadtgebiet ausgedehnt werden soll. Im Rahmen der 4-Städte-Plattform Quattropole ist derzeit in Arbeit begriffen, ein Online-Angebot zu erstellen zum Erlernen der Grundfähigkeit, sich in den Sprachen der Großregion auszudrücken und kommunizieren zu können.
Der Bürgermeister verpasste gewiss nicht die Gelegenheit, die Konferenzteilnehmer an den Feierlichkeiten zum luxemburgischen Nationalfeiertag herzlichst einzuladen - wenn auch andererseits damit renommiert wurde, dass es von der Tagungsstätte bis zum nächsten Flughafen nur 10 Minuten mit dem Bus seien!
Digitalisierung in der Abtei (1)
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