In Luxemburg profitiert man von seinem Gehalt erst nach 6 Monaten

Ab welchem Zeitpunkt beginnt ein Arbeitnehmer, wirklich von seinem Gehalt zu profitieren und zahlt keine Steuern mehr? In Luxemburg haben die Arbeitnehmer dieses Jahr 153 Tage warten müssen, bevor sie ihre Einkünfte ganz besitzen konnten!

Es gibt ein Datum, ab dem ein Bürger aufhört zu arbeiten, um seine Steuern und Sozialabgaben zu zahlen und endlich beginnt, von den Früchten seiner Arbeit zu profitieren. Es handelt sich um den Tag des Steuerzahlers.

Das Institut Molinari hat in Zusammenarbeit mit Ernest&Young eine Studie realisiert, um die reale Abgabenlast, der ein durchschnittlicher Arbeitnehmer in jedem Land der Europäischen Union ausgesetzt ist, zu vergleichen.

Es stellt sich wie im letzten Jahr heraus, dass die Meister der Besteuerung Belgien und Frankreich sind. Die Steuern und Abgaben belaufen sich auf 59,47% und auf 57,53% mit dem jeweiligen Tag des Steuerzahlers am 6. August und am 29. Juli 2015.

Das bedeutet, dass die belgischen Arbeitnehmer in Wirklichkeit erst nach 218 Tagen von ihrem Gehalt profitieren, die Franzosen nach 210 Tagen! In Deutschland müssen sich die Arbeitnehmer bis zum 10. Juli gedulden, also 191 Tage.

Schließlich wurde dieses Jahr der Tag des Steuerzahlers für die luxemburgischen Arbeitnehmer auf den 2. Juni festgelegt, das ist vier Tage später als letztes Jahr (30. Mai 2014). Das bedeutet, dass die Arbeitnehmer im Großherzogtum von ihrem Geld für sich erst nach 153 Arbeitstagen profitieren können.

Man stellt so fest, dass in Belgien und Frankreich die Arbeitnehmer am höchsten besteuert werden und dass Luxemburg eher gut platziert ist, da nur Bulgarien, Großbritannien, Irland, Malta und Zypern früher den Tag des Steuerzahlers feiern konnten.

Tag des Steuerzahlers im Jahr 2015

Der Arbeitgeber muss 172 € ausgeben, dass der Arbeitnehmer über 100 € verfügt

Im Jahr 2015 musste ein durchschnittlicher Arbeitgeber in der EU 187 € ausgeben, dass sein Arbeitnehmer über 100 € reale Kaufkraft verfügen kann, 87 € musste er an Steuern und Abgaben zahlen.

Dieses Steuerwesen variiert sehr stark von einem Land zum anderen. Die belgischen und französischen Arbeitgeber zum Beispiel müssen 247 € und 235 € ausgaben, dass ihre durchschnittlichen Arbeitnehmer über 100 € Kaufkraft verfügen. In Deutschland müssen sie 210 € und in Luxemburg 172 € ausgeben.

Komplettes Gehalt, welches es ermöglicht, von 100 € realer Kaufkraft im Jahr 2015 zu verfügen

Lesart: Der durchschnittliche Arbeitgeber der EU muss 187 € ausgeben, dass ein durchschnittlicher Arbeitnehmer über 100 € reale Kaufkraft verfügt, nachdem 34 € Abgaben für die Arbeitgeber, 18 € Lohnkosten, 28 € Einkommenssteuer und 7 € Mehrwertsteuer gezahlt sind.

Der erste Platz könnte im Jahr 2016 von Frankreich eingenommen werden

Der erste Platz in der Rangfolge könnte nächstes Jahr gut wechseln, wie James Rogers, beteiligter Wissenschaftler am Wirtschaftsinstitut Molinari feststellt:

Letzten Donnerstag hat die belgische Regierung angekündigt, die Abgaben für die Arbeitgeber von 33 auf 25 % zu reduzieren und versprochen, pro Monat 100 € Kaufkraft für die belgischen Arbeitnehmer wieder herzustellen. Konkret bedeutet dass, Frankreich nächstes Jahr das Gelbe Trikot der Abgabenlast besitzen könnte. Belgien würde so seinen Platz auf dem Podium, das es seit Beginn unserer Studie einnimmt, verlassen. Das Land wird einen Schritt in Richtung der Wiederherstellung seiner Wettbewerbsfähigkeit machen. Frankreich würde gut daran tun, sich davon inspirieren zu lassen, wenn es nicht europäischer Meister der Abgabenlast werden will.

Sehen Sie hier die komplette Studie des Instituts Molinari 

 

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