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Arbeitswelt :


pad 01/07/2010  |  Mitglied: 12/12/2005

Wie wäre es mit einer Petetion im Internet gegen die GG Diskriminierung im Sparpaket der L Regierung.
roland2 02/07/2010  |  Mitglied: 14/04/2008

Gute Idee! Sobald du eine Seite oder sowas erstellt hast, kannst du ja mal den Link posten!
chicka 02/07/2010  |  Mitglied: 20/05/2008

Das Protestschreiben steht jetzt hier auf der Seite auch zum Download bereit:

http://www.diegrenzgaenger.lu/edito-4276-grenzganger-kampagne.html
pad 02/07/2010  |  Mitglied: 12/12/2005

ich weiss leider nur, dass man so was machen kann. Gibt es hier IT Spezialisten die davon mehr Ahnung haben ?
Jupp69 02/07/2010  |  Mitglied: 15/09/2009

Hallo,

Da könnt ihr so viele Protestschreiben machen wie Ihr wollt.
- vergesst es! Die machen ihr Ding.

Die ziehen das durch. Wir sind die "Ausländer".

Jupp
pad 02/07/2010  |  Mitglied: 12/12/2005

wo bleiben die gewerkschaften, z.bsp. die ALEBA ????????
iris 02/07/2010  |  Mitglied: 16/03/2006

eine Gewerkschaft ist doch da !!! LCGB wink
pad 02/07/2010  |  Mitglied: 12/12/2005

und die anderen ... ?
Frage mich ob das ganze noch EU Recht konform ist ??
lenamai77 04/07/2010  |  Mitglied: 04/07/2010

Ich kann mir gut vorstellen wie frustrierend es sein muss, wenn man solchen Kürzungen entgegen sehen muss.
Aber auf der anderen Seite lebt ihr alle sehr viel günstiger in Deutschland als wir hier in Luxemburg.
Wir haben in allem die höheren Ausgaben. Obs nun der Kauf einer Immobilie oder der Lebensmittel ist.
Ich muss sagen ich finde zwar nicht alles gut was da passieren soll, denke mir aber auch wo denn der Vorteil liegen soll, wenn man eben in Luxemburg lebt?
Es gab beinah keinen mehr, denn Grenzgänger haben ja auch alles bekommen. Kein Wunder das es für alle hier das Paradies ist/war.
Wir leben seit über 9 Jahren in Luxemburg und waren auch kurz davor in Deutschland ein Haus zu kaufen.
Wie gut das der Makler ein falscher Fuffziger war und wir somit erstmal kuriert waren.
Wir haben für uns nun entschieden in Luxemburg zu bleiben. Auch wenn das bedeutet das uns ein Haus viel mehr kosten wird.
Luxemburg steuert, denke ich, einfach dagegen an das alle Einwohner sich dünne machen, weils ja keinen Nachteil gab wenn man in D gelebt und in L gearbeitet hat.
Würde ich nun wieder in D wohnen würde mich das auch an....en. Da dem aber nicht so ist, finde ich das schon irgendwo gerechtfertigt, denn so fühlt man sich als hier in L lebende nicht so vereiert.

Warum sollte L mir was schenken wenn ich in D lebe. Nur weil ich in L arbeite? Naja das machen die meisten ja auch weil das Gehalt wesentlich höher ist als in D. Das ist ja kein Opfer das gebracht wird.

L zieht das, wie eine Vorschreiberin richtig erkannt hat, sicher durch. Proteste bringen recht wenig befürchte ich. Das habe ich auch schon bei anderen Dingen erfahren.

Bekommt man in D nicht auch länger Kindergeld, wenn man ein studierendes oder in der Ausbildung befindliches Kind hat? Das ist doch dann auch ok, wieso muss man da Zuschläge erwarten? bekommt man doch aus andren Ländern auch nicht.

Nichts für Ungut aber das wollte ich gerne mal loswerden. Shet es doch mal so, ihr habt nen gut bezahlten Job in L und das ist mehr als die meisten in D erwarten dürften.
pad 04/07/2010  |  Mitglied: 12/12/2005

als noch mal. Wer einzahlt soll das gleiche rausbekommen. Die Wahl des Wohnortes ist in der EU frei. Die Streichung des Kindergeldes für Grenzgängerkinder, um es dann grosszügig an die L Kinder zu verteilen, im übrigen verschönt sich dadurch auch die AL Statistik ist eine bodenlose Frechheit und Diskriminierung, für die es in Europa keinen Vergleich gibt. Im ürbrigen liegen die Bruttolöhne in vielen Ländern (auch in D, z. Bsp. für Facharbeiter) höher. Die hohen L Nettolöhne kommen auch durch die GG zustande.
Investitionen in eine teure Immobilie in L sind eigentlich keine Ausgaben sondern nur eine gute Anlage, also greift auch dieses Argument nicht. Rate jedem, dessen Kinder innerhalb der nächsten 5 Jahre sich in L anzumelden - es lohnt sich. Der L Staat wird dann eben auf Umwegen zur Kasse gebeten (und das ist gerecht)
amelie1 05/07/2010  |  Mitglied: 30/03/2008

@lenamai77: Wie pad schreibt - es geht hier nicht darum, dass wir verzichten - wenn gespart werden muss, dann muss gespart werden.
Es geht darum, dass Grenzgänger anders behandelt werden, als in Luxemburg ansässige. Wenn ich den gleichen Teil an Sozialversicherung zahle - warum bekomme ich dann weniger an sozialen Leistungen?

Es sollte tatsächlich mal geprüft werden, ob das mit dem Europäischen Recht in Ordnung geht.
mimsafreddi1 07/07/2010  |  Mitglied: 01/12/2009

Ich denke, dass das ziemlich schnell vor den EUGH geht, sollte es so umgestezt werden.
Zu dem Kommentar oben: Wenn ich das gleiche einzahle wie ei in Lux Ansaessiger, dann haette ich gerne auch weitestgehend die gleichen Leistungen.
oernie 07/07/2010  |  Mitglied: 25/04/2005

Kann man denn die Leistungen an irgendwelche Einzahlungen koppeln? Denn in Deutschland zahlst Du nichts ein, hast aber trotzdem Anrecht auf verschiedene Leistungen. Ich denke dass die luxi Regierung das schon wasserdicht geplant hat confused
amelie1 08/07/2010  |  Mitglied: 30/03/2008

Wenn ich lese, dass meine Kinder ab 18 Jahre nicht mehr krankenversichert sind, dann habe nicht das Gefühl, dass Luxemburg da wasserdicht geplant hat. Zumal das neue Gesetz besagt, dass man - wenn man denn krankenversichert ist - überall in Europa ohne Mehrkosten zum Arzt gehen kann.
DickStone 08/07/2010  |  Mitglied: 14/01/2007

Also wenn ich mir ueberlege, dass ich im Monat (mit 4 Kindern) etwa doppelt so viel vom Luxemburger Staat kriege, als die verschiedenen staatlichen Institutionen (Krankenkasse, Finanzamt, Rententraeger etc.) von mir zusammen, kann ich mir schon vorstellen, dass sich das nicht rechnet. Natuerlich darf das fuer mich gerne so weitergehen, aber im Vergleich zu den Abgaben meiner in Deutschland arbeitenden Verwandtschaft und Bekanntschaft stehe ich auch nach den Kuerzungen verdammt gut da - und zwar so gut, dass ich den Teufel tun wuerde, mir jetzt 'ne Arbeit in Deutschland zu suchen. Solange ich aber dazu nicht bereit bin, ist alles Gemotze nur leeres Geschwaetz und wenig hilfreich. Was allerdings helfen koennte, waere ein schoener, langer Streik der Grenzgaenger - aber den muessten wohl die Gewerkschaften organisieren und die bellen auch nur schoen populistisch, aber beissen nicht.
Bluepath 09/07/2010  |  Mitglied: 16/01/2008

@) Es geht darum, dass Grenzgänger anders behandelt werden, als in Luxemburg ansässige. Wenn ich den gleichen Teil an Sozialversicherung zahle - warum bekomme ich dann weniger an sozialen Leistungen?

Genau das ist es. Deshalb schicke ich auch die Mitteilung an den Staatsminister Juncker mit dem Vermerk "So habe ich mir Europa nicht vorgestellt!".

@Dickstone : kommt mir fast vor, als man sich für sein Gehalt schämen müsste oder ?? man kann Vergleiche mit Lux. nach oben oder nach unten in ganz Europa machen, wem nützt das? Wenn keiner protestiert wird es durchgehen. Ich habe mir Luxemburg um zu arbeiten ausgesucht, auch weil die notwendige Qualifikation mitbringe und ich leiste auch meine Arbeit genau wie meine luxemburgischen Kollegen.

Wir "haben" Europa und zwar voll und ganz ("ein bißchen schwanger" gibt's nicht!), also gleiches Recht und gleiche Leistungen für alle EU-Bürger im jeweiligen (Arbeits)Land. Selbst in der Sarkozie ist man m.E. nicht auf die Idee gekommen, die Sozialleistungen für die arbeitende ausländische Bevölkerung zu kürzen... devil
pendler111 12/07/2010  |  Mitglied: 21/05/2008

Luxemburg muss da extrem aufpassen. Wenn sich das Land über europäische Richtlinien hinwegsetzt, kann es unter Umständen sogar zu Nachzahlungen kmmen, was für ein Land wie Luxemburg echt heftig wäre.
Es fehlt nur die richtige Klage vorm Verfassungsgericht.

Übrigens schicken ja viele Luxemburger ihre Kinder ins Ausland zum studieren. Das Geld wird dann aber sicher auch gezahlt, oder???? Und was gäbe das für ein Geschrei, wenn Unis in Deutschland von Luxemburger Studenten extra Geld kassieren würden, weil die ja mehrere TAUSEND Euro im Jahr bekommen, im Gegensatz zu den Studenten aus Deutschland, inklusive derer, deren Eltern in das luxemburgische Sozialsystem einzahlen.
smutje34 16/07/2010  |  Mitglied: 17/06/2008

Herr Junker lehnt sich weit aus dem Fenster.
Ich nenne das Rassismus auch wenn das sehr hart klingt.
Wegfall des Kindergeldes ab dem 18 Lebensjahr fuer nicht in Luxemburg lebende Arbeiter.
Bald kommt dann noch kein Kindergeld mehr fuer nicht Luxemburger.

Das Mittelalter hat uns wieder!!!!!!
smutje34 16/07/2010  |  Mitglied: 17/06/2008

an lenamai77

richtig ist das das Wohnen in Luxemburg teuer ist. Wohnungsnebenkosten aber weit billiger.
Sprit billiger,Kaffee billiger Zigaretten billiger.
Elektrogeraete (vergleich Saturn Saarbruecken/Luxemburg) gleich.
amelie1 21/07/2010  |  Mitglied: 30/03/2008

Sollte es nicht nach dem heutigen Verständnis von Europa egal sein, in welchem Land man lebt?
Sozialleistungen sollte es da geben, wo man dafür zahlt - fertig.

Wie pendler111 schreibt - ich bin auch gespannt, was das EU-Gericht dazu sagt.
chicka 21/07/2010  |  Mitglied: 20/05/2008

Sehr interessant zu dem Thema:

http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=467&langId=de

und

http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:52002DC0694:DE:NOT

Hier kann man übrigens Beschwerde bei der EU einreichen:

http://ec.europa.eu/community_law/your_rights/your_rights_en.htm
hilli22000 22/07/2010  |  Mitglied: 19/03/2005

AN LENAMAI77
Du hast vollkommen Recht. ich wohne seit drei jahren in Luxemburg als Deutsche und bin auch betroffen, da mein Sohn ja erst drei Jahre hier gemeldet ist. Es wundert mich schon, dass einige ihre Arbeit in Luxemburg als eine Art uneigennützige "Entwicklungshilfe" darstellen. Das ist doch einfach unehrlich. Jeder der in Luxemburg arbeitet hat zu allererst ganz eigennützige Interessen, was ja auch normal ist. Aber bitte gebt es doch zu!!! Wenn eure Kidis in Deutschland studieren, hier ein Tipp von mir. Beantragt Bafög. Das haben wir auch gemacht und wenn euer Einkommen dann unter einer bestimmten Grenze liegt, bekommt ihr auch Unterstützung. Uebrigens wurde das Bafög erhöht. Nun noch eine kleine Bemerkung zum Vergleich der hohen Wohnkosten mit den niedrigen Kaffee-und Benzinpreisen. Also ehrlich, Vergleiche hinken ja bekanntlich und dieser ganz besonders. Wie viel Kaffee muss ich denn trinken, damit ich die Wohnkosten ausgeglichen habe?????? ;)

Gruss Hilli
LuxusFux 23/07/2010  |  Mitglied: 22/04/2009

Und für die besten Studenten (glaube 10%) gibts einkommensunabhängige Stipendien von 300EUR/m.
schreiberlein 23/07/2010  |  Mitglied: 28/10/2008

Am besten zahlen Grenzgänger in Zukunft einfach weniger in die Sozialkasse ein - damit dürften die Luxemburger doch zufrieden sein?
hilli22000 23/07/2010  |  Mitglied: 19/03/2005

Hallo Schreiberlein,

rechne doch einfach mal nach, was ein Grenzgänger mit zwei Kindern so bis zum 18.Lebensjahr an mehr Sozialleistungen für diese bekommt als sein Kollege in Deutschland .
Ja, die neue Massnahme bringt Vorteile für die Luxemburger, die hier wohnen und für alle, die hier seit 5 Jahren leben, egal welche Staatsbürgerschaft sie haben. Jedes Land hat doch bestimmt Privilegien für seine résidents oder? Glaubst du, dass ein Luxemburger, der in Deutschland arbeitet zum Beispiel einen Zuschuss für seine Solaranlage an seinem Haus in Luxemburg bekommt? Ich stelle mir gerade den Aufschrei in Deutschland vor, wenn ein Grenzgänger in Deutschland 100 Prozent gleiche Rechte wie ein deutscher Staatsbürger verlangen würde.
is zur Volljährigkeit der Kinder werden in Luxemburg alle gleich behandelt. Das ist auch richtig so. Danach sind die einzelnen Heimatländer zuständig. Darüber hinaus gibt es europaweite Stipendien wie das Erasmusprogramm.
Gruss Hilli
schreiberlein 23/07/2010  |  Mitglied: 28/10/2008

@hilli22000:
Hatte vergessen zu erwähnen, dass ich in Luxemburg arbeite, nicht in Deutschland. Zahle also in Luxemburg Sozialversicherung, nicht in Deutschland.

Deinem Text oben zu Folge haben wir doch die Lösung: Haben Grenzgänger minderjährige Kinder, zahlen sie genausoviel Sozialversicherung, wie in Luxemburg ansässige. Haben sie ältere oder keine Kinder, zahlen sie weniger.

Soweit ich weiß zahlan Kinder von in Luxemburg ansässigen (die ja offenbar bald Geld zum Studieren bekommen) übrigens NICHT mehr Studiengebühren in Deutschland. Wird sich dann hoffentlich bald ändern...
hilli22000 23/07/2010  |  Mitglied: 19/03/2005

Achso...dann zahlt jeder Sozialbeiträge nach Bedarf. Gilt das dann auch für Deutschland? Ich arbeite nämlich in Deutschland und lebe in Luxemburg. Wenn meine Kinder dann fertig sind mit dem Studium, bezahle ich in Deutschland weniger Sozialabgaben??????????
Du gehst leider nicht auf alle meine Argumente ein. Stimmt es etwa nicht, dass jedes Land in iregndeiner Form seine Einheimischen bevorteilt?
Und wenn du den Luxemburger Staat jetzt dafür kritisierst, dass er seinen Studenten ein eltenunabhängiges Studium ermöglicht, finde ich das schon eigenartig. Ich finde das einfach genial. Ab jetzt kann ja dann auch jeder Frontalier überlegen, ob er nach Luxemburg zieht um seinen Kindern diesen Vorteil zu ermöglichen. Oder rechnet sich das plötzlich nicht mehr???? Ich würde es übrigens toll finden wenn Deuschland seinen Studierenden Aehnliches ermöglichen würde. Dann hätte ich nämlich eine Sorge weniger. Vielleicht über eine Vermögenssteuer zu finanzieren?

Gruss Hilli
pendler111 23/07/2010  |  Mitglied: 21/05/2008

Also ich finde es schon einen Unterschied, ob ein Land ein Studium unterstützt, indem es sich an den Kosten beteiligt (z.B. durch Vermögenssteuer), oder aber, indem es Sozialversicherungspflichtigen das Kindergeld und die Krankenversicherung streicht. Hallo? Ein Paar abeitet in Luxemburg und die Kinder sind, wenn sie in Deutschland studieren, also noch kein Einkommen haben, nicht mehr krankenversichert?

Und wie ich oben geschrieben habe - wofür brauchen wir denn Europa, wenn jedes Land doch sein Süppchen kocht?

Eines wird sich Luxemburg jedenfalls sicher sein: Zahlreicher Briefkastenadressen.

Hilli, wie fändest Du es denn, wenn Du später Deine Rente in Deutschland versteuern müsstest, denn Du wirst ja offenbar später mal Rente aus Deutschland bekommen?

In diesem Thread geht es nicht darum, wo es sich besser leben lässt - oder das Grenzgänger ja eh schon Vorteile haben, weil sie in Deutschland vermeindlich "billiger" leben!
Es geht darum, dass alle gleichviel an SOZIALversicherung zahlen - also auch Anspruch auf die gleiche SOZIALE Unterstützung haben. Deutsche Unis könnten natürlich sagen, sie kassieren die gesamte Unterstützung von mind. 6000 Euro von jedem Studenten aus Luxemburg ein. Soll ja jeder die gleichen Möglichkeiten haben.
hilli22000 23/07/2010  |  Mitglied: 19/03/2005

Hallo Pendler,
Ich denke ich bezahle meine Steuern auf meine in Deutschland erarbeitete Rente in Deutschland. Egal wo ich wohne. Wie kommst du darauf, dass es anders wäre?
Du schreibst, dass alle gleich viel Sozialversicherung bezahlen. Ein Mindestlohnempfänger zum Beispiel bezahlt die Krankenkasse...dafür darf er die medizinische Behandlung des Landes in dem er arbeitet in Anspruch nehmen. Er bezahlt Rentenversicherung....dafür bekommt er Rente aus dem Land in dem er gearbeitet und eingezahlt hat. Als Mindestlohnempfänger bezahlt er aber zum Beispiel in Luxemburg keine Steuern. Er bekommt aber für seine drei Kinder ca.10000 Euros im Monat dazu. Hier greift das Solidarprinzip und das ist auch gut so. Das Beispiel hier betrifft natürlich sowohl Luxemburger als auch Grenzgänger.
Jedes Land kann selbst festlegen in wieweit es Kindergeld bezahlt und wie lange. Da kocht, wie du richtig feststellst jeder sein eigenes Süppchen. Zum Beispiel Frankreich: wenn du nur ein Kind hast besonders krass!) Und ähnlich ist es beim Stipendium für die Studenten eines Landes.

Und was soll das mit dem Einkassieren der 6000 Euros. Machst du das dann auch bei Studierenden von besserverdienenden Eltern????
Ja,wäre schön wenn jeder die gleichen Möglichkeiten hätte und wie ich schon sagte, so wie in Luxemburg elternunabhängig studieren könnte. Das wäre Chancengleichheit... Oder zumindest ein Schritt dahin.Die deutsche Regierung ist gefragt.

Gruss Hilli
schreiberlein 26/07/2010  |  Mitglied: 28/10/2008

Hilli, stimmt so nicht ganz.
Gehört zwar in eine andere Diskussion - aber Du bezahlst die Steuer für Deine Rente immer in dem Land, in dem Du wohnst. Wohnst Du in Lux, bezahlst Du dort Deine Rentensteuer. Es ist ganz und gar nicht egal, wo Du wohnst. Es ist vielmehr egal, aus welchen Ländern und zu welchen Anteilen der jeweiligen Länder sich Deine Steuer zusammensetzt. Versteuert wird sie in EINEM Land - Deinem Wohnland.

Noch etwas: Wie kommst Du darauf, dass jemand, der den Mindestlohn in Luxemburg bekommt, keine
Lohnsteuer zahlt?

Eine Frage zum Kindergeld: Du schreibst, jedes Land entscheidet selber, wieviel Kindergeld es zahlt. Richtig. Und wenn beide Elternteile in Luxemburg arbeiten, die Familie aber in Deutschland lebt, so ist Luxemburg für das Kindergeld zuständig. Ebenso, wie für Ansässige in Luxemburg. Also kein Unterschied.
es ist nunmal so, dass das Land für Kindergeld zuständig ist, in dem man Sozialversicherung zahlt. Arbeitet einer im Wohnland, so kommt das Kindergeld demnach primär von da und Luxemburg zahlt eine Differenz.
Folglich müsste die EU erstmal Gesetze dahingehend ändern, dass grundsätzlich das Wohnland für Kindergeld zuständig ist. Ist aber nunmal nicht so. Und Europa schreibt eine Gleichbehandlung von "Wanderarbeitnehmern" und auch Grenzgängern vor.

Aber wie gesagt, mal abwarten.
Sicher ist nur: Luxemburg kann eben nicht selber entscheiden, wieviel Geld es wem bezahlt.
Es gibt europäische Gesetze. Und an die muss sich auch ein Luxemburg halten.
oernie 26/07/2010  |  Mitglied: 25/04/2005

amelie1 :

Wie pendler111 schreibt - ich bin auch gespannt, was das EU-Gericht dazu sagt.


dazu müsste es erst einmal mit einer Klage befasst sein. Hat denn schon eine Gewerkschaft geklagt?
amelie1 26/07/2010  |  Mitglied: 30/03/2008

.. keine Ahnung - aber die Gewerkschaften lesen ja mit hier.
Kann auch sein, dass erst geklagt werden kann, nachdem beschlossen ist.... aber man stelle aich vor, Luxemburg beschließt, behält Geld ein, die Europäische Kommission sagt dann, das ist nicht zulässig und Luxemburg muss alles nachzahlen... olala.
chicka 28/07/2010  |  Mitglied: 20/05/2008

Hier die News:

http://www.diegrenzgaenger.lu/edito-4325-grenzanger-demo-und-klage-bei-eu.html

Demnach wird noch in dieser Woche eine Klage bei der Europäischen Kommission eingereicht. Außerdem ist eine Demonstration der Grenzgänger geplant.
pad 28/07/2010  |  Mitglied: 12/12/2005

Es wird höchste Zeit die diskriminierenden Massnahmen der L Regierung zu stoppen. Ohne die ausländischen Arbeitgeber und die GG geht in L gar nichts mehr. Wenn alle gehen, wird L wieder zu dem was es mal war, eine eher arme ländliche und strukturschwache Gegend am Rande der Südeifel...
pad 28/07/2010  |  Mitglied: 12/12/2005

http://www.eu-koordination.de/bruessel/wie-kann-ich-mich-einmischen?start=1
....Zu bedenken ist allerdings, dass die Kommission nicht die Kapazitäten hat, um die große Menge an eingehenden Beschwerden zügig zu bearbeiten. Mitunter kann dies zwischen sechs Monaten und zwei Jahren dauern. Handelt es sich also um dringende Anliegen, sollte man sich nach anderen Wegen umsehen....
Hoffentlich haen die Gewerkschaften einen anderen Beschwerdeweg gesucht
chicka 28/07/2010  |  Mitglied: 20/05/2008

Achtung nicht verwechseln:
Eine Klage ist noch ein bisschen etwas anderen, als eine Beschwerde!
Eine Beschwerde wird zur Kenntnis genommen, eine Klage MUSS verhandelt werden.
hilli22000 28/07/2010  |  Mitglied: 19/03/2005

Hallo Pad,
du glaubst doch nicht im Ernst, dass die Drohung von dir realistisch ist. Warum kommen wohl so viele ausländische Arbeitnehmer nach Luxemburg? Achja...ich weiss um den Reichtum des Landes zu erhalten. Pffffffff......also ich denke, dass die aus dem gleichen Grunde wie ich arbeiten gehen (wenn ich das auch in Deutschland tue), nämlich für ihren eigenen Unterhalt und den ihrer Familien.

Hallo Schreiberlein, danke für die Info mit den Steuern. Das Doppelbesteuerungsabkommen sagt es tatsächlich so. Wieder etwas dazu gelernt. Allerdings wird das bei der Rente , die ich mal bekomme nicht wirklich viel ausmachen. Was das Kindergeld betrifft, hast du Recht. Aber, das Kindergeld bleibt ja für alle gleich und ab 18 Jahren gibt es also für alle kein Kindergeld mehr auch nicht für die Luxis. Es gibt nur eine Ausnahme, wenn ich richtig informiert bin und das betrifft die Schüler, die noch am Gymnasium sind. Sie bekommen bis zum Abitur/ Bac weiter Kindergeld. Das Stipendium für alle mit Wohnsitz in Luxemburg (ab 5 Jahre) ist keine allocation familiale und wird deshalb auch direkt an die volljährigen Studierenden bezahlt. Wir brauchen nicht darüber diskutieren, dass die Grenzgänger besonders betroffen sind.Aber es stimmt auch, dass etliche vorher ganz schön profitiert haben, von beiden Seiten das Beste genommen haben. Ich kritisiere das nicht, denn mich betraf es auch. Meine Kinder haben luxemburgisches Kindergeld bekommen+ Bafög in Deutschland, da dort das Kindergeld für die Festsetzung nicht angerechnet wird. Klar....die Luxis haben auch ihre Nischen gesucht, indem Einige nach Deutschland gezogen sind, weil sie nur dort auch den Bauplatz bezahlen können. Die sind jetzt ebenfalls dumm dran, so wie viele Grenzgänger. Zu behaupten, dass es nur die Grenzgänger trifft ,ist also nicht ganz richtig und nicht zuzugeben (was häufig in den Diskussionen der Fall ist), dass man vorher richtig profitiert hat, halte ich für unehrlich.
Gruss Hilli
hdavidson 28/07/2010  |  Mitglied: 24/11/2009

pad : Es wird höchste Zeit die diskriminierenden Massnahmen der L Regierung zu stoppen. Ohne die ausländischen Arbeitgeber und die GG geht in L gar nichts mehr. Wenn alle gehen, wird L wieder zu dem was es mal war, eine eher arme ländliche und strukturschwache Gegend am Rande der Südeifel...

Einer muss den Anfang machen, also...wie wär's... bigsmilebigsmilebigsmile
pad 29/07/2010  |  Mitglied: 12/12/2005

DEMO AM 16. SEPTEMBER
smutje34 29/07/2010  |  Mitglied: 17/06/2008

Fuer mich ist Fakt, das Land in dem man arbeitet und seine Steuren und Sozialabgaben leistet, sollte auch soziale Zahlungen tätigen. Alles andere ist ungerecht gegenüber dem Land in dem man lebt.
Ich bin vor sehs Jahren nach Luxemburg gekommen und mitlerweile ist nur noch das Renteneintrittsalter, bzw. die Lebensarbeitsjahre geblieben. Wenn das fällt ist Luxemburg keine alternative mehr.
pad 30/07/2010  |  Mitglied: 12/12/2005

Es entsteht der Eindruck eines Rauswurfs der GG durch's Hintertürchen. In einem Betrieb nennt man dieses Verhalten "mobbing"
Jumbo 30/07/2010  |  Mitglied: 11/09/2003

Dann sollte man am 16. September, wie mal geplant, mit "Bossing" kontern.
Also ihr Grenzgänger, holt euch einen freien Tag ....und demonstriert mal mit. Bevor es noch zu weiteren Einschnitten kommen wird. Einigkeit macht stark.
schreiberlein 30/07/2010  |  Mitglied: 28/10/2008

Für die meisten brauch es nichtmal einen freien Tag - ist ja erst um 17 Uhr!

Wer ist dabei?
hilli22000 30/07/2010  |  Mitglied: 19/03/2005

Hier eine sehr nützliche Infobroschüre zu den Massnahmen und was sie für deutsche Grenzgänger bedeuten. Hier werden viele eurer Fragen (Bonus, Krankenkasse, Kindergeld) beantwortet und auch Ansprechpartner für weitere Fragen angeboten.

Gruss Hilli
hilli22000 30/07/2010  |  Mitglied: 19/03/2005

http://lcgb.lu/images/affiches/tracte/Grenzgaenger-Tracte-2.pdf
Nachtfalke 30/07/2010  |  Mitglied: 27/01/2009

Guten Abend zusammen,

ich habe jetzt nicht alles gelesen, daher falls jemand schonmal diese Info gegeben hat... sorry.

Ich habe ein Schreiben der ALEBA bekommen. Die prüfen die Schritte um vor den EU-Gerichtshof zu ziehen.
Die ALEBA moniert aber, dass die anderen Gewerkschaften nicht mitziehen würden.

LG
pad 04/08/2010  |  Mitglied: 12/12/2005

"""die GG dürfen sich nicht wundern, wenn ihre rechtmässige aktion eine"verschiebung der stimmungslage" zur folge hat...""""
pad 04/08/2010  |  Mitglied: 12/12/2005

Die Gewerkschaften sollten sich nicht einschüchtern lassen und ihre Meinung sogar noch deutlicher kund tun.
knusper 05/08/2010  |  Mitglied: 14/05/2003

Deutschland ist vor einigen Jahren vom EU-Gerichtshof nach superlangen Prozessen verdonnert worden allen Grenzgängern die Eigenheimzulage, auch für Immobilien im Ausland, und dann auch noch rückwirkend, zu zahlen. Wir wohnen in Belgien, meine Frau arbeitet halbtags in Deutschland und ich in Lux. Somit haben wir damals, und viele unserer Nachbarn (aufgrund der Nähe zur Grenze), rückwirkend die komplette Eigenheimzulage für 8 Jahre (insgesamt knapp 23000 Euro) erhalten. Dann hoffen wir mal auch ein vergleichbares Urteil hier in Luxembourg bzgl. Kindergeld & Co. ... die Hoffnung stirbt zuletzt.... liebe Grüsse
pad 17/08/2010  |  Mitglied: 12/12/2005

das thema darf nicht in vergessenheit geraten...
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