LuxusFux, 21/04/2016

http://www.wort.lu/de/politik/neue-details-zur-steuerreform-cheques-repas-werden-aufgewertet-5718a2f51bea9dff8fa76781

Verstehe ich das richtig, dass der bisherige Vorteil:
Lux-DE, > 50% Lux, Steuerklasse 2 ohne Progressionsvorbehalt der Partners aus D
wegfällt?
Mich macht der "reelle" Steuersatz stutzig...
 revolting, 22/04/2016

Hört sich für mich so an als würde die komplette Besteuerung nach Artikel 157bis wegfallen. Bin mal gespannt wie das aussehen soll. Theorie und Praxis oO
 CaptainHook, 22/04/2016

Ich verstehe das so: Es ist zukünftig alles offenzulegen, insbesondere für den in D arbeitenden Ehepartner, um die Steuerklasse 2 zu erhalten. Wer das nicht tut, da es keine Verpflichtung zu geben scheint, wird in der unvorteilhaftere Steuerklasse 1 eingeordnet. Erscheint so zumindest logisch und nachvollziehbar.
 nickonly, 22/04/2016

@CaptainHook:

Nach dem oben verlinkten Artikel zu urteilen, könnte(!) es tatsächlich darauf hinauslaufen, wie LuxusFux es schreibt.
Wenn von einem "reelen" Steuersatz die Rede ist, interpretiere ich das ebenfalls so, dass das Einkommen des Partners aus D für die Ermittlung des Steuersatzes in L herangezogen wird (Progressionsvorbehalt).
Dies würde für die betroffenen Fälle - in Abhängkeit der Höhe des deutschen Einkommens - eine mehr oder weniger deutliche Steuererhöhung bedeuten.

Aber die Infos sind weder verifiziert, noch ist die Reform überhaupt beschlossen.
 info, 22/04/2016

Es ist nur ein Schritt der Finanzämter von Luxemburg und Deutschland um den Datenabgleich zu verbessern.

Es gab und gibt weiterhin Spezialisten die in Deutschland keine Angaben über ihre Einküfte in Luxemburg machen und in Luxemburg nicht zwingend die richtigen Angaben machen um dadurch in jedem Land kreativ die Steuerlast zu senken.

In Zukunft sollen die Daten online abgleichbar sein und dann werden die jeweiligen Finanzämter sehr schell erkennen wer hier schummelt.
 CaptainHook, 22/04/2016

@nickonly

Genau, so sehe ich das auch. Und sind wir doch mal ehrlich, nur so wäre es gerecht. In D wird es ja genauso gehandhabt. Es darf doch eigentlich nicht sein, dass man sich steuerliche Vorteile generiert, indem man in einem Land die Einkünfte des anderen verschweigt. Warum sollte ein Paar, das in L und D arbeitet im Vergleich zu einem Paar, bei welchem beide in D oder beide in Lux. arbeiten steuerlich bevorzugt werden?!
 fritzmann, 22/04/2016

Ja ok, aber in D habe ich die Möglichkeit einer getrennten Veranlagung, d.h. mein Gehalt von Lux wird zwar angegeben, aber in D nicht mehr versteuert bzw auch nicht berücksichtigt.

Obs das in Lux gibt, weiß ich nicht, wenn das Gehalt in D (vom Ehepartner) jetzt auf einmal für die Steuer in Lux mitzählt, dann ist das auf jeden Fall eine Steuererhöhung im Falle einer Zusammenveranlagung..
 PsstGeheim, 22/04/2016

Du musst es ja in Lux nicht angeben, dann wirst du nach Stkl. 1 versteuert. In Deutschland wirst du ja bei der getrennten Veranlagung auch nicht nach Splittingtabelle versteuert. Somit bin ich auch der Meinung es ist konsequent, entweder in beiden Ländern Progression oder in beiden Ländern nicht, dann aber auch Veranlagung wie ein Alleinstehender.
 LuxusFux, 26/04/2016

@ CaptainHook:

ich stimme dir da vollkommen zu, es wäre ein weiterer Schritt in Richtung gerechtere Besteuerung. Dennoch ist es natürlich für diejenigen, die bisher von dieser Regelung profitiert haben, eine erhebliche Mehrbelastung, da man seine persönliche Steuersituation bei verschiedenen Planungen berücksichtigt hat.

Mal abwarten, wie es kommt...
 Manta1, 26/04/2016

Ich bin auch gespannt. Natürlich wäre es aus dem Gerechtigkeitsaspekt richtig es für alle gleich zu handhaben, allerdings müsste das dann auch für alle Bereiche gelten, nur wo hört das dann auf?

Zum anderen bin ich gespannt, ob es Auswirkungen auf die Attraktivität des Arbeitsstandortes haben wird. Ich weiß nicht wie die Regelungen in F und B sind, wenn es ähnlich gelagert ist, kann ich mir vorstellen, dass einige sich von L abwenden oder gar nicht erst kommen warden.

Es hat alles sein Für und Wider.
 grenzerfahrung, 26/04/2016

Bezüglich des Progressionsvorbehaltes frage ich mich wie das dann geplant ist, denn man kann ja (gemeinsame Veranlagung vorausgesetzt) nicht auf beiden Seiten den Progressionsvorbehalt ansetzen, dann würden ja sowohl das Luxembourger Gehalt des einen Partners als auch das deutsche Gehalt der anderen höher besteuert, das macht m.E. auch keinen richtigen Sinn.
 CaptainHook, 26/04/2016

Es wird in D und in Lux der Progressionsvorbehalt angesetzt, damit eben die Besteuerung so ausfällt, dass es unerheblich ist, ob beide in D oder beide in Lux oder eben einer in D und einer in Lux. arbeitet. Nur so macht es am Ende Sinn, damit am Ende der korrekte Steuersatz sowohl in Lux wie auch in D ermittelt werden kann. Die Einnahmen aus dem anderen Land wurden ja bereits in dem Land besteuert und wirken sich nur noch auf den Steuersatz aus mit dem das noch unbesteuerte Einkommen versteuert werden muss.

Das ist übrigens keine Mehrbelastung sondern ein bisher geduldeter, ungerechtfertigter Vorteil, der ja positiver Weise zu Mehreinnahme bei den Betroffenen führte. Diese Duldung entfällt zukünftig. Im Prinzip wie ein nicht garantierter Bonus, der nun obsolet wird und hoffentlich nicht leichtfertig in die finanzielle Lebensplanung als sicherer Posten eingerechnet wurde. Zumindest kann man sich jetzt für die Zukunft darauf einstellen.

Auch ist es keineswegs ein Standortnachteil, da man sich ja nicht schlechter stellt, als wenn beide in D arbeiten würden.

Fazit: sich einfach drüber freuen, dass es so viele Jahre einen "Bonus" gab und nun die normale Besteuerung hinnehmen.
 Manta1, 26/04/2016

Die letzten beiden Sätze sind aber fern der Lebensrealität.

Sich zu freuen, dass man etwas hatte und in Zukunft die Lebensplanung umgestalten muss, kann durchaus gravierende Folgen haben. Nicht jeder von uns läuft mit 5000 EUR netto nach Hause und manche Familien kamen halt besser aber nicht luxurös über die Runden. Sagst Du denen dann auch, die sollen sich freuen, dass bisher genug Geld da war aber Ferien ist jetzt nur noch alle zwe oder drei Jahre drin?

Doch, ich bin überzeugt, dass das ein Standortnachteil sein wird. Denn was ist oftmals der ausschlaggebende Grund, dass einige hier zig Kilometer pendeln oder herziehen? Dann kommt man erst gar nicht auf die Idee das zu machen, weil unterm Strich nicht mehr übrig bleibt.
 fritzmann, 26/04/2016

Die Frage ist ja auch wie das dann praktisch aussehen soll.

Kann ich z.B. dann nur in beiden Ländern entweder zusammen oder getrennte Veranlagung machen oder gehts auch gemischt.

Ich gehe davon aus, dass man nur entweder oder stellen kann.

Wie sieht das dann mit dem Absetzen von irgendwelchen Beiträgen aus?

Kann ich meine dann nur dort absetzen wo ich arbeite (also in Lux) und meine Frau in D oder geht das dann auch anteilig in Lux und D?
 CaptainHook, 26/04/2016

Der Gerechtigkeitsaspekt ist ja sehr schnell über Bord geworfen worden. Und dann dieses wirklich lebensferne Ferien nur noch alle 3 Jahre, weil man nun ganz normal seine Steuern zahlen muss. Wir sprechen von einem Haushalt wo beide Geld verdienen, der eine in Lux und der andere in D. Wenn beide sehr wenig verdienen, ändert sich nur wenig an dem Steuersatz. Da werden die wenigstens bzw,. keiner von Armut bedroht sein, weil Dinge gerecht gemacht wurden. Es wird eben genau die treffen, bei denen beide sehr viel verdienen.
Und dann das ganze gekoppelt mit so einem plakativen 5000 Euro Statement. Etwas Sachlichkeit und Reflektion hätte geholfen.

Ein Vorteil fällt weg, ja, aber es wird kein Nachteil werden. Dafür gibt es noch viel zu viele andere Faktoren. Das ist viel zu eindimensional gedacht.
 Manta1, 26/04/2016

Mein Beitrag ist sachlich und auch reflektiert, ich weiß nicht wo das Problem ist. Und in manchen Punkten muss man hier mal darauf hinweisen, dass es auch in L Leute gibt, die "nur" mit 2000 EUR nach Hause gehen. Allerdings findet man hier, wie in vielen deutschen Foren sofort Argumente a la Steuergerechtigkeit und der sozialen Umverteilungsmaschinerie. Und Gerichtigkeit bei Steuern zu sprechen ist sowieso ein Paradoxon. Ich bin nicht dagegen aber sie wird nie gerecht sein.

Wenn ein Vorteil wegfällt wird es immer ein Nachteil, das ist per Definition schon so....

Bin ich nicht von überzeugt, ich denke es wird für alle eine Mehrbelastung, wo einer in L und einer in D arbeitet. Für diejenigen, die beide in L arbeiten wird es günstiger.

Wieso Lebensfern? Das Einkommen des Partners wird dann doppelt besteuert, in D und progressiv nochmal auf das L Einkommen. In D kann kann der Partner unter IV getrennte Veranlagung machen und es trifft mich keine Progression, oder wenn beide in D arbeiten profitiert der Mehrverdiener von der III. In L ähnlich Im Endeffekt wird für Grenzgänger das "Ehegattensplitting" verschlechtert.

Praktisches Beispiel. Er in Lux, Sie in D, drei Kinder, weil sie in D arbeitet sind die Kinder nicht auf seiner Steuerkarte. Wenn ihr Einkommen auf seinen draufgeschlagen wird, dann ändert sich da sehr wohl etwas, und wohl nicht zu Guten. Denn beiden arbeiten jeweils in nicht hochbezahlten Berufen. Aber welchen Zweck sonst hat der Progressionsvorbehalt, als dass ein "reeller" Steuersatz ermittelt wird. Der wird bei sagen wir bei 60000 veranschlagtem Jahreseinkommen (40k er/20 sie) aufgrund der Prorgression defintiv höher sein als bei 40000 nach jetzigem Modell, es sei denn die EInkommensteuer wird zeitgleich massiv nach unten gesetzt, dass 60 quasi das neue 40 in der Steuertabelle sind.

Daran glaube ich aber genauso wie an den Nikolaus und an den Osterhasen.
 fritzmann, 26/04/2016

Ist es denn überhaupt möglich in Lux zusammenveranlagt zu werden und in D getrennt?
 nickonly, 27/04/2016

@fritzmann:
Warum sollte das nicht möglich sein?

@Manta1:
Ich stimme dir insofern zu, dass der Wegfall eines Vorteils durchaus ein Nachteil ist. ;)
Ganz egal wie (moralisch oder juristisch) dies rechtens ist.

Allerdings wird das Einkommen des (in DE arbeitenden) Partners eben nicht wie von dir erwähnt doppelt besteuert!
Lediglich das LU Einkommen würde höher besteuert (Progressionsvorbehalt). Und wenn man das nicht möchte, könnte man nach bisheriger (eher spärlicher) Information auch in Steuerklasse 1 wechseln. Dies entspräche dann ungefähr dem deutschen Modell "Einzelveranlagung".
 fritzmann, 27/04/2016

Ok, stimmt eigentlich..

Noch eine Frage: Können z.B Versicherungsbeiträge des in D arbeitenden Partners in Lux abgesetzt werden, obwohl sie schon in D ja berücksichtigt wurden?

Oder wird nur das Einkommen von D mit dem in LUX addiert, die Sozialbeiträge und der Pauschbetrag abgezogen, der Steuersatz ermittelt und dieser dann nur auf das Einkommen von Lux berechnet?

Oder einfacher gesagt, was kann bei einer Zusammenveranlagung in LUX alles vom deutschen Einkommen abgesetzt werden?

Danke
 mara1, 27/04/2016

vorab mal zu eurer Diskussion:

1. es istnoch nichts entschieden.

2. die Steuertabelle wird noch angepasst. Daher gleicht sich auch schon einiges aus.

3. Ehepaare sollen trotz dieser Änderung nicht benachteiligt werden betont die Regierung!
Die Individualisierung der Steuer für Verheiratete wird zum 1. Januar 2018 eingeführt. Damit niemandem ein Nachteil entsteht, wird sie optional. Sowohl die Einwohner Luxemburgs als auch die Grenzgänger können diese Möglichkeit nutzen.
Also, sollte man auch mal die Kirche im Dorf lassen und keine "Hororzenarien - von wegen großer Einkommenseinschnitt" hier zelibrieren. "Aber halt typisch deutsch-immer erst mal negativ denken!
 Michael125, 27/04/2016

Ich blicke jetzt gar nicht mehr hier durch.

Beispiel : er verdient 3.300 brutto Lux (gute Steuerklasse 2) bezahlt jetzt Steuern ca 60€
sie verdient 830€ brutto D (Steuerklass IV). 80€ Steuern.

Wie viel Steuern muss man dann in Lux ca mehr bezahlen?
 nickonly, 27/04/2016

Wie mara1 richtigerweise noch einmal wiederholt hat; es ist noch nichts entschieden.
Daher macht es meiner Meinung nach auch keinen Sinn eine Berechnung anzustellen, die auf gleich mehreren Hypothesen beruht.
 Manta1, 27/04/2016

Typisch Deutsch ist auch, alles auf sich zukommen zu lassen, anstatt sich vorher damit zu beschäftigen. Das sind keine Horroszenarien sondern durchaus berechtigte Fragen und Möglichkeiten, die auf uns zukommen können. Daher sind die Fragen vorher zu stellen sind und nicht dann, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Zudem stehen bereits vorher/nachher Steurrechner zur Verfügung. Allerdings helfen die bei der L/D Kombi nicht.

Klar ist, ohne Zahlen keine Sicherheit.

/quote/
"Lediglich das LU Einkommen würde höher besteuert (Progressionsvorbehalt). Und wenn man das nicht möchte, könnte man nach bisheriger (eher spärlicher) Information auch in Steuerklasse 1 wechseln. Dies entspräche dann ungefähr dem deutschen Modell "Einzelveranlagung".
/unquote/

--> richtig, aber beides ist schlechter als jetzt! Und die Aussage "lediglich das Luxemburger Einkommen" wird höher besteuert, das ist eine fatale und ignorante Aussage denen gegenüber, die hauptsächlich auf das L Einkommen angewiesen sind. Und es wird ja wohl keiner behaupten wollen, dass 1 die Lösung ist. Das kann in einer Familie durchaus Auswirkungen haben und sollte allen bekannt sein bzw. wäre es toll, wenn ein Steuerrechner die Option hätte, dies darzustellen.
 nickonly, 27/04/2016

@Manta1:
Vielen Dank auch. Ich habe sachlich argumentiert, was daran fatal und ignorant sein soll, erschließt sich mir nicht.
Ich habe in meinem ersten Post geschrieben, dass es zu einer deutlichen Steuererhöhung für bestimmte Kombinationen kommen könnte(!). Also bitte weniger Polemik.

Wer rechnen will, kann sich mit den aktuellen Gehaltsrechnern ja an eine theoretische Besteuerung mit Progressionsvorbehalt rantasten (oder die Steuertabellen bemühen).
Dann könnte man ungefähr mit dem Rechner der Steuerreform die wahrscheinlich niedrigere Steuer ab 2017 abschätzen und hat so einen Wert.
 Manta1, 27/04/2016

Polemik ist was anderes. Ich streite auch gar nicht ab, dass du sachlich bist. Ich kritsiere die Aussage, weil ich die Formulierung lediglich in Luxemburg nicht in Ordnung finde. Wie jetzt mehrfach erwähnt habe beziehen genug Grenzgänger "lediglich" (das ist jetzt nicht böse gemeint)das Haupteinkommen aus L. Das kann als Person mit wenig Haushaltseinkommen durchaus als Ignornanz aufgenommen werden.

Ebenso kritisiere ich die Haltung einiger, die lieber warten als proaktiv sich damit auseinandersetzen.

Ich denke ein Forum sollte dazu dienen, sich auszutauschen. Man muss dabei nicht immer kuscheln und ich habe auch keinen persönlich angegriffen, sondern lediglich Kritik geäußert.
 PsstGeheim, 27/04/2016

@Manta1
Aber wenn jemand das Haupteinkommen aus L bezieht, dann ist im Umkehrschluss doch das Einkommen aus D so gering, dass durch die Progression keine signifikante Steuersatzerhöhung zu erwarten ist. Ich gehe nicht davon aus, dass Arbeitnehmer dadurch Probleme bekommen. Und wenn andererseits das Einkommen aus D so hoch ist, dass der lux. Steuersatz stärker ansteigt, dann wiederum sehe ich die Einkommenssituation als belastbar genug an. Ich denke man sollte wirklich erstmal abwarten, bevor man Haus und Hof verkauft und alle Verträge kündigt ;-)
 nickonly, 27/04/2016

@Manta1:
Ich sehe das ebenfalls so, dass man sich in einem Forum austauschen sollte.
Das "lediglich in Luxemburg" habe ich übrigens nur reingeschrieben, um ganz klar deutlich zu machen, dass es eben keine Doppelbesteuerung ist. ;-)
Das kam anscheinend unglücklicherweise so an, als ob ich die ganze Sache für unwesentlich halten würde. Ich kann versichern, dem ist nicht so.
 LuxusFux, 27/04/2016

Eieiei, so eine Diskussion wollte ich gar nicht los treten

@ Manta1: Noch ein Hinweis, der die Situation etwas entschärft. Ich mutmaße mal, dass du zur Zeit nicht din Gleichstellung mit einem Gebietsansässigen beantragst bzw. die Gleichstellung zwecks Günstigerprüfung wegfällt (sonst würde sich mit der Reform für dich persönlich nichts ändern). Das heißt aber nicht dass du mit der 1 besteuert wirst. Du wirst weiter die 2 haben und die durch das Gehalt deiner Frau ausgelöste Progression kannst du durch das Absetzen verschiedener Sonderausgaben reduzieren. Du wirst vermutlich mehr Steuern zahlen als jetzt, aber auch einiges weniger als mit der 1.
 joseph123456, 29/06/2017

Guten Abend Frau Herr.

Ich biete Darlehen Owners Italien, Irland, die Schweiz, Österreich, Kanada, Portugal, Belgien, Frankreich, Lettland, Deutschland, Russland
Reunion, Martinique Italien, Niederlande
überall biete ich Ihnen ein Darlehen in Höhe von 5.000 € bis € 10 Mio.
alle Personen der Lage, es mit Zinssatz zur Rückzahlung
Das Interesse ist 3% für jede Menge beansprucht .Ich dies tue in der
Domain
Finanz -bereite
- Immobilien-Darlehen
- Investitionskredit
- Auto Loan
- Schuldenkonsolidierung
- Erwerb von Kredit
- Persönliche Darlehen
-Sie sind stecken
Wenn Sie wirklich brauchen ein Darlehen mich zu versuchen,
Kontakt. Ich bin für alle Probleme verfügbar
Financial. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns unter
unsere E-Mail-Adresse: piccinato@outlook.fr gfinance98@gmail.com

WhatsApp Kontakt: +336 44 67 70 82

danke
 Maennes, 07/07/2017

"Steuerreform wird angepasst" - Hat jemand zugriff auf den gesamten Artikel?
https://www.wort.lu/de/politik/neue-regelung-fuer-grenzgaenger-steuerreform-wird-angepasst-595f7369a5e74263e13c3b0a
 Annini, 07/07/2017

Veröffentlicht am Freitag, 7. Juli 2017 um 13:41
Von Max Lemmer

Ab dem 1. Januar kommenden Jahres gelten zwei Modelle zur Besteuerung von Doppelverdiener-Haushalten. Gebietsansässige Ehepaare werden automatisch in die Steuerklasse 2 eingestuft, es sei denn, sie bestehen darauf, individuell besteuert zu werden. Doppelverdiener-Ehepaare, die im Ausland leben, müssen hingegen einen Antrag stellen und sämtliche Angaben in Bezug auf ihr Einkommen einreichen.

Um ebenfalls in den Genuss der Steuerklasse 2 zu kommen, muss das gemeinsame Einkommen mindestens zu 90 Prozent in Luxemburg erwirtschaftet werden, andernfalls wird die Steuerklasse 1 angewendet. Besonders für Rentner, die mehrere Bezüge aus verschiedenen Ländern beziehen, bedeutet diese Regelung finanzielle Einbußen.

Regierung führt neues Kriterium ein

Seit längerem beklagen sich die Gewerkschaften über diese "Ungerechtigkeit". Der LCGB fordert eine hundertprozentige Gleichbehandlung. Nach drei Treffen zwischen OGBL, LCGB und Finanzminister Pierre Gramegna, will die Regierung nun die Steuerreform punktuell anpassen. Dabei wird den Ansprüchen der Gewerkschaften nur zum Teil Rechnung getragen.

An der 90-Prozent-Regel hält Finanzminister Gramegna weiterhin fest. Um den Grenzgängern dennoch teilweise entgegenzukommen, will die Regierung ein zusätzliches Kriterium einführen. Ehepaare, die die 90-Prozent-Regel nicht erfüllen, sollen künftig der Steuerklasse 2 angehören, unter der Voraussetzung, dass das im Ausland erwirtschaftete Einkommen einen festgelegten Betrag nicht überschreitet.

Fortgeschrittene Verhandlungen

"Luxemburger Wort"-Informationen zufolge, soll dabei der Mindestbetrag der Steuertabelle angewendet werden. Im Klartext heißt das, dass nicht gebietsansässige Ehepaare, die weniger als 90 Prozent ihres Einkommens in Luxemburg beziehen, trotzdem das Recht auf die Steuerklasse 2 zusteht, wenn das ausländische Erwerbseinkommen nicht mehr als 11.265 Euro beträgt. Dabei handelt es sich mehr oder weniger um einen Bruttobetrag.

Die Verhandlungen mit den Gewerkschaften zur Anpassung der Steuerreform seien weitgehend abgeschlossen, sagte Gramegna am Donnerstagabend in Belval am Rande einer Konferenz über die Steuerpolitik in Bezug auf Privatpersonen. Nach Einschätzung des Finanzministers sollen noch im Juli konkrete Ergebnisse vorliegen. Das entsprechende Gesetz soll noch vor Jahresende abgeändert werden.

Gewerkschaften reagieren unterschiedlich

Fraglich bleibt, ob die Gewerkschaften den Kompromiss schlucken werden. Am Donnerstag betonte der beigeordnete LCGB-Generalsekretär Christophe Knebeler anlässlich einer Pressekonferenz, dass seine Gewerkschaft eine "Diskriminierung" der verheirateten Grenzgänger bei der Besteuerung nicht weiter hinnehmen werde. Gefordert wird, dass sämtliche Ehepaare, die in Luxemburg ein Einkommen beziehen, in die Steuerklasse 2 eingestuft werden, ohne im Vorfeld Bedingungen erfüllen zu müssen.

Beim OGBL stoßen die jüngsten Vorschläge von Finanzminister Pierre Gramegna auf wesentlich mehr Zustimmung. "Auch wenn die Lösung, die nun vorliegt, uns nicht ganz zufriedenstellt, können wir damit leben", sagte OGBL-Gewerkschaftssekretär Jean-Claude Bernardini gegenüber dieser Zeitung. Derzeit warte man noch auf die endgültige Entscheidung der Regierung. Zudem müssen die OGBL-Gremien den Kompromiss noch absegnen.

Die Abschaffung der 90-Prozent-Regel wäre schwer zu bewerkstelligen gewesen, da die bilateralen Steuerabkommen mit den Nachbarländern hätten abgeändert werden müssen, so Bernardini. Im Gegensatz zu Pierre Gramegna schließt man beim OGBL jedoch nicht aus, dass einige Grenzgänger die sich anbahnende Regelung anfechten werden.

Änderungen bei der Individualbesteuerung

Zum 1. Januar wird die Individualisierung der Steuer für Verheiratete eingeführt. Damit für niemanden finanzielle Einbußen entstehen, wird sie optional. Sowohl die Einwohner Luxemburgs als auch die Grenzgänger können diese Möglichkeit nutzen. Ehepaare, die individualisiert besteuert werden möchten, müssen vor Beginn des Steuerjahres eine Anfrage einreichen. Die Regierung zieht jedoch in Erwägung, dass die Individualisierung in Zukunft auch rückwirkend angefragt werden kann. Zumindest in diesem Punkt liegen Minister Gramegna und die Gewerkschaften auf der gleichen Wellenlänge.
 luxlex, 07/07/2017

Um ebenfalls in den Genuss der Steuerklasse 2 zu kommen, muss das gemeinsame Einkommen mindestens zu 90 Prozent in Luxemburg erwirtschaftet werden, andernfalls wird die Steuerklasse 1 angewendet.

Gemeinsames Einkommen???
Ist das nicht eine Fehlermeldung?
 info, 08/07/2017

Sachlich absolut richtig. Da gab es auch keine wirkliche Änderung, wurde mehrfach hier schon besprochen. Doppelverdiener werden wohl alle in den Individualsteuersatz wechseln müssen.
 DrPepper, 08/07/2017

Nur dass von einem Individualsteuersatz in dem Bericht keine Rede ist. Es wird nur geschrieben, dass man als Grenzgänger von Steuerklasse II in Steuerklasse I zurückgestuft wird und damit deutlich schlechter da steht als Gebietsansässige in Steuerklasse II.
 Marc82, 08/07/2017

Macht die OGBL eigentlich die lux. Steuererklärung für beide Ehepartner, oder müssen dann tatsächlich beide Mitglied sein?
 nickonly, 08/07/2017

@info:

Die meisten gingen wohl davon aus, dass für die 90% Grenze lediglich das Einkommen desjenigen zählt, der in Luxemburg arbeitet und nicht das Gesammteinkommen.

Herr Wonnebauer hat just dazu vor einigen Tagen eine News geschrieben, in dem er genau dieses Gerücht, das jetzt womöglich wahr wird sofern der Artikel korrekt ist, als falsch bezeichnet hat.

Fazit: Wenn das so kommt ist es schon der GAU für alle Doppelverdienerpaare, bei denen ein Part Grenzgänger ist.
 info, 09/07/2017

@DrPepper
Wer lesen kann ist klar im Vorteil, natürlich steht die Erklärung im Artikel.

Für alle anderen, 90% werden im Steuerrecht an 2 Stellen aufgeführt. Bitte hört auf das zu vermischen. Bon weekend.
 Jack, 10/07/2017

Kann man denn als Grenzgänger den Individualsteuersatz überhaupt beantragen?
Wie würde das funktionieren?
 Kurtis, 10/07/2017

Ich denke, hier Bedarf es einer Klarstellung zwischen der Frage von nickonly und Antwort darauf von info:

nickonly gibt zu bedenken, dass, wenn beide Einkommen eines Grenzgängerehepaares, also das Luxemburger UND das Deutsche zusammen, 90% in Luxemburg erreichen müssten, es zum Disaster für die meisten Ehepaare (Einer in Lu, einer in DE) käme.
Grund: Ist quasi unmöglich, dies zu erreichen

Demgegenüber steht eben auf der Seite von Wonnebauer:

Auszug:
"Im Umlauf ist in 2017 folgendes Gerücht:
Die Steuerklasse 2 werde Grenzgängern nur noch erteilt, wenn sie mehr als 90% der Einkünfte in Luxemburg erzielen. Dies ist falsch. Dies steht so nicht im Steuergesetz.
Vielmehr wird zukünftig nur noch zwischen der Steuerklasse 1 und 2 unterschieden. Verheiratete Grenzgänger erhalten grundsätzlich die Steuerklasse 1. Nur auf Antrag erhalten sie die Steuerklasse 2. Der Steuerklasse 2 wird dann jedoch ein globaler Steuersatz hinzugefügt.
Die 90%-Grenze hat damit erstmal nichts zu tun. Deren Bedeutung bleibt nach wie vor unverändert:
Wer als Grenzgänger 90% SEINES Einkommens in Luxemburg erzielt, kann nach wie vor von dem Recht Gebrauch machen, eine Steuererklärung in Luxemburg abzugeben. Dabei muss er allerdings auch die deutschen Einkünfte angeben. Dies war in der Vergangenheit jedoch genauso. All dies bleibt unverändert. Es gibt schließlich schon mehrere 1.000 Grenzgänger, die nach genau diesem Prinzip schon seit Jahren Steuererklärungen abgeben.
Auszug ENDE

Wer hat nun Recht ?
 horn, 10/07/2017

Ich habe auch mal noch eine Verständnisfrage: Zur Zeit ist es bei mir so, dass ich Rente aus Lux. und aus D erhalte. In Lux. habe ich Steuerklasse 1a.
Meine komplette Einkünfte haben wir bislang in einer Steuererklärung in D angegeben, da meine Frau Einkommen in D hat. Hier musste ich meine Lux. Rente ja auch angeben. Soweit so gut.
Bedeutet die Steuerreform für mich ab Januar nun, dass ich statt Steuerklasse 1 a die 1 bekomme, ich also auf meine Lux. Rente finanzielle Einbußen habe, ich diese aber im Gegenzug nicht mehr bei der dt. Einkommensteuererklärung angeben muss, auch nicht unter Progression - ansonsten würde sie doch zweimal steuerlich gerechnet.

Oder habe ich einen Denkfehler???? Ich weiß, manche verstehen diese ganze Materie, aber ich verstehe sie halt einfach nicht.
Im Grunde genommen interessiert mich nur, was ich unter dem Strich ab nächstem Jahr weniger habe!!!

Danke für jede Hilfe!
 Grenzgaenger2014, 10/07/2017

Wenn beide Ehepartner Grenzgänger sind, in Luxemburg arbeiten und auch schon beide in 2017 Klasse 2 haben + gemeinsam veranlagt sind bekommen diese aber automatisch die Klasse 2 zugeteilt oder sehe ich das falsch?
 nickonly, 10/07/2017

@Kurtis:

Danke für die Klarstellung.
Grundsätzlich würde ich einem Steuerberater mehr Glauben schenken als einer Tageszeitung. In diesem Fall könnten die aktuellen Entwicklungen jedoch die Ursache dafür sein, dass die Aussage von Herrn Wonnebauer nachträglich falsch ist.

In diesem Beitrag schreibt Herr Wonnebauer übrigens auch folgendes:

Vergleicht man die Steuerreform mit dem deutschen Steuergesetz, erkennt man, dass Grenzgänger nach Deutschland, also die in Deutschland arbeiten, wesentlich schlechter gestellt sind. Diese haben überwiegend gar nicht die Möglichkeit, die Steuerklasse 3 für Verheiratete zu erreichen. Nach dem deutschen Steuergesetz muss ein Grenzgänger nach Deutschland mindestens 90 % des Haushaltseinkommens in Deutschland erzielen.

Luxemburg verlangt nur, dass 90 % des Grenzgängereinkommens in Luxemburg erzielt werden.

Quelle

Vielleicht hat Luxemburg sich einfach nur dem deutschen Steuerrecht angepasst...
 Kurtis, 10/07/2017

info, where are you ? :-)
 Jack, 10/07/2017

Im Gesetz vom 27.12.2016 steht unter Artikel 33 Absatz 2 folgendes:
(2) Aux fins du calcul du seuil prévu à l’alinéa 1, entre en ligne de compte l’ensemble des revenus tant indigènes
qu’étrangers réalisés au cours de l’année civile. En ce qui concerne les contribuables non résidents mariés, l’alinéa
1 du présent article peut, sur demande, s’appliquer lorsque l’un des époux satisfait à la condition du seuil d’au
moins 90 pour cent du total de ses revenus tant indigènes qu’étrangers.»

D.h. es muss nur einer die 90% erreichen um die Steuerklasse 2 zu bekommen. Oder sehe ich das falsch?
 rollenderrubel, 10/07/2017

@Jack: Ich denke, der Schwerpunkt liegt auf "sur demande" - auf Antrag. Absatz 1 von Artikel 33 (also der Absatz mit der Schwelle) kann also AUF ANTRAG auf verheiratete Nichtansässige angewendet werden, wenn EIN Ehepartner die 90-Prozent-Anforderung mit seinem Einkommen (Welteinkommen, also luxemb. und nicht-luxemb.) erfüllt.
 Kurtis, 10/07/2017

Hi jack, hi rollenderrubel,

denke, so wird es gemeint sein!
Auf Antrag, wenn EINER, sprich der, welcher Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit in Luxemburg erhält, die 90% nicht unterschreitet.
 Jack, 10/07/2017

Aber was heißt das jetzt?
Bisher hieß es, es reicht wenn einer die 90% hält, kann er die Steuerklasse 2 auf Antrag bekommen. Und jetzt wird es geändert und das Familieneinkommen muss 90% in Luxemburg liegen? bzw. mit ca. 11.000,00€ Freigrenze des ausländischen Anteils?
Stellt man sich in dem Fall nicht schlechter?
Ich Blick nicht mehr durch. :o{
 Klapperstrauss, 10/07/2017

Dann zählt meine in Deutschland zu versteuernde Rufbereitschaft auch zu den verbleibenden 10% bzw. 11.000 Euro?
 info, 10/07/2017

Um es nochmal zu sagen was die 90% angeht.
1. 90% für die steuerliche Gleichbehandlung im Steuerausgleich, dieser bezieht sich nur auf das Einkommen des in Luxemburg arbeitenden Grenzgänger.
2. 90% bildet quasi eine Bagatellgrenze für ein gemeinsames Einkommen bei dem die Änderung 2018 nicht greift, das ist allerdings auch kein gnädiges Geschenk von Luxemburg denn Luxemburg würde durch einen Loja mehr auszahlen müssen als im alten System wo meist der Aufwand gescheut wurde.

@horn
Sorry, das ist eine irrige Annahme.
 rafapancho, 10/07/2017

"Sachlich absolut richtig. Da gab es auch keine wirkliche Änderung, wurde mehrfach hier schon besprochen. Doppelverdiener werden wohl alle in den Individualsteuersatz wechseln müssen."

Lieber info, ich muss mich über diesen Kommentar schwer wundern. Schließlich hast du mir sehr genau den Unterschied bzgl. der 90% und der 50% genau erklärt und stets darauf verwiesen das es schon oft diskutiert wurde. Aber die bisherigen Diskussionen haben, auch Sie, gegen das Modell argumentiert, dass jetzt offensichtlich eingeführt wird. Das bedeutet, dass alle die hier davon sprachen die 90% würden nur denjenigen der in luxemburg arbeitet betreffen, einen großen Irrtum erlegen sind und diesen hier haufenweise verbreitet haben.

Ich habe zwei Verständnisfragen: Bedeutet "Individualsteuersatz, dass für jede_n individuell ausgerechnet wird, anhand Brutto Lux und Brutto D, also dem globalen Einkommen, welcher Steuersatz auf das Einkommen tatsächlich angewesnet wird (Also individuell)? Verstehe ich das richtig? Dann aht sich aber das Vorgehen deutlich geändert! Bis jetzt hieß es die Steuerbehörde kommt auf uns zu um die Einkommen abzufragen, jetzt heißt, wir müssen eine Anfrage einsenden um individuell bestuert zu werden. Was ist das denn bitte für ein Chaos!?

Und zweitens: Gilt der diskutierte Ausnahmebetrag von 11.265 Euro brutto im Jahr, oder im Monat. Wenn es im Jahr wäre, dann wäre so eine Ausnahmeregelung ja ein ziemlich schlechter Scherz, oder?