Landei85, 12/03/2017

Hallo liebes Forum,

Konstellation:
ER - Arbeitgeber in LUX - ca. 20% im Ausland unterwegs / 80% in LUX tätig; entsprechend anteilige Versteuerung des Luxemburger Gehalts in D/LUX (20/80), was ja weniger als 90% in LUX ist.
SIE - keine steuerrelevanten Einnahmen (450 € Job in D, pauschal mit 2% versteuert)
Zusammen: Kapitalerträge < Freibetrag; sonst keine Einkünfte
Verheiratet, wohnhaft in D

Nachfolgend, Punkte/Fragen - welche mir in diesem Zusammenhang noch nicht ganz klar sind:
1) Wenn ich die Antworten aus dem Steuerchat richtig verstanden habe, dann wird man im Laufe de Jahres 2017 von LUX angeschrieben, zur Wahl der Steuerklasse (1 oder 2) für 2018?
2) Sofern man alle Einnahmen offenlegt, erhält man bei dieser Konstellation (<90% in LUX zu versteuern) auch ab 2018 die Steuerklasse 2, allerdings mit einer %-Zahl (was ja im Prinzip der Progression in D entspricht)?
3) Sollte/muss man den dt. Minijob der Frau angeben? - Der taucht in dem D Steuerbescheid nicht auf. Bei der Luxemburger Steuererklärung habe ich diesen bis heute nie angegeben. Die Lux. Steuerverwaltung verlangt immer meinen Dt. Steuerbescheid, bevor die meine Steuererklärung bearbeiten. In diesem taucht der Minijob nicht auf, da dieser pauschal mit 2% versteuert wird. (Keine Angabe in dt. Steuererklärung)
4) Was bewirkt denn nun die 90% Grenze ab 2018? Bisher konnte man ab diesem Wert gewisse Sachen (Versicherungen, Bausparverträge, ...) nicht mehr absetzen. Da ich verstanden habe, dass man auch unter 90% in Steuerklasse 2 (mit %-Zahl) fällt, ist mir nicht klar was die 90% Grenze denn nun eigentlich ab 2018 ändert?

Danke für eure Hilfe
 info, 12/03/2017

Die Fragen sind nicht so schwer zu beantworten.
Grundsätzlich ist das Einkommen aus dem Minijobs meldepflichtig, den Auszug über die Steuern bekommst du über den Arbeitgeber.
Da dein Mann nur 80% in Luxemburg realisiert bekommt er zwar die Klasse 2, aber er verliert die Möglichkeit einen Teil der Steuern wieder zurück zu bekommen wenn er eine Steuererklärung macht.
 adastra, 13/03/2017

Hallo,

meine Frage wäre hierzu, was alles in die Berechnung des Gesamteinkommens bzgl. der 90%-Grenze einfließt. Nur Arbeitseinkommen von mir und meiner Frau in D. oder auch Kapitaleinkünfte?

Danke!
 info, 13/03/2017

1. Die 90% haben absolut nichts mit einem Einkommen deiner Frau aus Deutschland zu tun.

2. Im Gesetzestext selbst steht was alles da rein fällt Art 10 L.I.R:

Art. 10.
Entrent seuls en ligne de compte pour la détermination du total des revenus nets
au sens du second alinéa de l’article 7:
1. le bénéfice commercial,
2. le bénéfice agricole et forestier,
3. le bénéfice provenant de l’exercice d’une profession libérale,
4. le revenu net provenant d’une occupation salariée,
5. le revenu net résultant de pensions ou de rentes,
6. le revenu net provenant de capitaux mobiliers,
7. le revenu net provenant de la location de biens,
8. les revenus nets divers spécifiés à l’article 99 ci-après.


Und der bezieht sich auf Artikel 7

Art. 7.
1 Le revenu imposable est obtenu par la déduction des dépenses spéciales visées
à l’article 109 du total des revenus nets.
2 Le total des revenus nets est constitué par l’ensemble des revenus nets,
déterminés distinctement pour chacune des catégories énumérées à l’article 10,
les pertes dégagées pour l’une ou l’autre catégorie se compensant, s’il n’en est
pas autrement disposé, avec les revenus nets des autres catégories.

---> http://www.impotsdirects.public.lu/legislation/LIR/Loi_modifi__e_du_4_d__cembre_1967_concernant_l_imp__t_sur_le_revenu_-_texte_coordonn___au_1er_janvier_2012.pdf
 Jack, 14/03/2017

Aber stimmt das wirklich?
Man liest überall, dass er eben nicht die Steuerklasse 2 bekommt, sondern die Steuerklasse 1 weil er unter 90% liegt.

Auf diversen Internetseiten, unter anderem der Gewerkschaften, und auf Vorträgen wurde mitgeteilt, dass, sobald eine verheiratete Person die weniger als 90% in Luxemburg versteuert ab 2018 automatisch die Steuerklasse 1 erhält.
Ein Wechsel in die Klasse 2 mit x-% mehr Steuern, davon hat bisher noch keiner was erzählt. Wo steht das? Das wäre super, aber ob das die Realität ist, sehen wir wohl alle erst 2018.
 info, 14/03/2017

"man liest überall" tja, da stimme ich zu. Die Anzahl der Grenzgänger mit brandgefährlichem Halbwissen ist erschreckend hoch.

Für die Steuerklasse 2 ist einzig und allein wichtig das der Anteil aus Luxemburg >50% vom Haushaltseinkommen liegt.
 Jack, 14/03/2017

Vor diesem gefährlichen Halbwissen müssen wir uns wirklich in Acht nehmen.

Im Gesetzestext in den Artikeln 32 (Zitat Memorial A- Nr. 274 vom 27.12.2016) steht wie folgt:

32 L’article 157bis est modifié comme suit:
a) L’alinéa 2 est remplacé comme suit:
«(2) Les contribuables non résidents, mariés, réalisant des revenus professionnels imposables au Grand-Duché, sont rangés dans la classe d’impôt 1.»
b) L’alinéa 3 est remplacé comme suit:
«(3) Par dérogation aux dispositions de l’alinéa 2, les contribuables non résidents, mariés, sont, pour autant qu’ils réalisent des revenus indigènes passibles de la retenue d’impôt sur les traitements et salaires, soumis a une retenue d’impôt sur les traitements et salaires déterminée par application d’un taux correspondant à celui qui serait applicable en cas d’imposition des revenus indigènes suivant les conditions et les modalités de l’article 157ter, à condition que les deux conjoints demandent conjointement l’inscription de ce taux sur la fiche de retenue.

In Artikel 157ter ist die Rede von der 90% Grenze.

Ich zitiere aus der Broschüre des LCGB:

Dennoch besteht die Möglichkeit Steuerklasse 2 zugeordnet zu werden und mit dem anzuwendenden Gesamteinkommen dem Lohnsteuerabzug (RTS) unterworfen zu sein (nach Art. 157ter), wenn:
• das inländisch erworbene Einkommen dem Lohnsteuerabzug unterliegt;
• die Bedingungen nach Art 157ter (90 % Regelung / 50 % Regelung für Belgien) erfüllt sind;
• beide Ehepartner die Eintragung des Steuersatzes auf der Steuerkarten beantragen.
Zitatende

Wenn also jemand unter 90% des persönlichen Einkommens liegt, hat er keine Chance in die Steuerklasse 2 zu wechseln.

und jetzt?
 info, 14/03/2017

"dem Lohnsteuerabzug (RTS) unterworfen zu sein"

die relevante Aussage.

Dh, wenn der Einkommensteuerpflichtige >90% in Luxemburg erziehlt darf er an dem Lohnsteuerabzug teilhaben, er verbleibt aber in der 2 solang der Anteil aus Luxemburg >50% liegt.

Übrigens wird es eng wenn zB das Einkommen aus Luxemburg nur knapp über der 50% Grenze liegt, da kann man dann bereits deutlich unter 10% die Klasse 2 verlieren.
 Jack, 14/03/2017

Moment mal.

Das ist doch klar, dass er dann in der Steuerklasse 2 bleibt, weil er >90% in Luxemburg erzielt.
Im Beispiel von LANDEI85 erwähnt er jedoch ein Anteil von 80% Luxemburg und 20% Deutschland.
Und gerade der Punkt 2) in seiner Aufzählung stimmt meiner Meinung nach nicht.

Wenn er weniger als 90% in Luxemburg versteuert, kann er meiner Meinung nach nur die Steuerklasse 1 bekommen und nicht die 2 mit zusätzlichen Steuerabzug.

Oder sehe ich das immer noch falsch?????
 info, 14/03/2017

Ich versuch es noch ein mal

1. >90% vom eigenen Einkommen verdient der GG in Luxemburg und er hat >50% vom Haushaltseinkommen -> der GG bekommt die 2 UND darf alles was möglich ist von der Steuer absetzen.

2. <90% vom eigenen Einkommen verdient der GG in Luxemburg und er hat aber >50% vom Haushaltseinkommen -> der GG bekommt die 2 UND darf NICHTS von der Steuer absetzen.

Kurzer Hinweis, der Punkt 2. wird ab 2018 erst richtig bitter wenn das deutsche Gehalt vom Partner zur Progressionsberechnung heran gezogen wird.
 nickonly, 14/03/2017

Herr Wonnebauer schrieb vor ein paar Tagen im Steuerchat übrigens Folgendes dazu (zu finden auf Seite 2):

"Meldet man sich nicht auf die Rückfrage des FA, erhält man die Steuerklasse 1. Die 1a für Verheiratete und die jetzt noch übliche Frage nach den 50% ist also ab 2018 obsolet. Die 1a ist also für Grenzgänger faktisch abgeschafft. Es gibt dann nur noch die 2 mit einer %-Zahl. Man muss also errechnen, was günstiger ist: 1 oder 2 / %. Wie genau die Antragstellung abläuft, steht noch nicht fest. Das Finanzamt wird noch einen Circulaire erlassen. Im Prinzip kann man aber jetzt schon das FA formlos anschreiben und die FAkten liefern."
 Jack, 14/03/2017

Und ich Versuchs auch nochmal.

Ab 2018 fällt die Berücksichtigung des Haushaltseinkommens insofern weg, als dass sie keine Rolle mehr für die Festsetzung der Steuerklasse spielt.
Das steht doch auch in den beiden Zitaten weiter oben drin. (Die Möglichkeit Steuerklasse 2 zugeordnet zu werden ... wenn die Bedingung nach 157ter (90% Regelung) erfüllt ist. Da ist keine Rede mehr von irgendwelchen 50% vom Haushaltseinkommen.
Ab 2018 ist diese Regelung mit den 50% aufgehoben.

Also:
>90% = Steuerklasse 2 mit Welteinkommen (Progression)
<90% = Steuerklasse 1
 Frage1984, 14/03/2017

Also bedeutet das für mich:
Ich GG mit 100 % Einkünfte in Lux, mein Mann arbeitet in DE und hat dort 100 % der Einkünfte.
Ich bin momentan in Klasse 1a eingeteilt, da ich weniger als 50 % des Haushaltseinkommens verdiene.
Ab 2018 habe ich dann die Wahl zwischen:
- Steuerklasse 1
oder
- Steuerklasse 2 mit %-Satz
Ist das korrekt?

In welchem Fall kann/darf ich denn ab 2018 eine Steuererklärung in Luxemburg machen?
 info, 14/03/2017

Nach meinem Stand, den werde ich aber bis ca Freitag nochmal abklopfen über meine Bekannte vom FA in Remich, darf man hier etwas nicht verwechseln.

Die Steuerklassen an sich bleiben, es wird also keine Sondereinstufung für Grenzgänger geben. Der kleine aber feine Hinweis aus dem Steuerchat bedeutet das durch die Steuerreform vorab ein Steuersatz zum tragen kommt der den Unterschied zwischen 1a bzw 2 egalisiert.
Zukünftig hat es vereinfacht gesagt keinerlei Bedeutung mehr ob man auf der Karte die 1a oder 2 stehen hat, es bringt also zukünftig weder vor noch Nachteile ob man die eine oder adere Klasse hat. Vergeben wird die aber trotzdem, schlicht und ergreifend weil das FA Luxemburg für uns GG nicht noch ne Extrawurst ins Steuersystem einpflegen will.
Das war bisher eigentlich nur nach einer Steuererklärung der Fall, ab 2018 wird man mit den Daten aus 2016 vorab verarztet muss jedoch für die zukünftige Steuererklärung für das Jahr 2018 die richtigen Daten aus verwendet.

Wie gesagt, ich telefonier mal und melde mich dann nochmals.
 Betzebub, 15/03/2017

Weiß denn schon Jemand, ob sich vereinzelte Geschäftsreisetage (weniger als 19) bei der Berechnung der 90% Grenze auswirken?
Also z.B. der GG arbeitet 10 Tage pro Jahr in Deutschland. Aufgrund der Bagatellgrenze werden diese 10 Tage aber in Lux. versteuert. Kann man dann davon ausgehen, dass bei der 90% Betrachtung in diesem Fall das berufliche Einkommen als 100% Luxemburg gewertet wird?
 CaptainHook, 15/03/2017

Ja, du hast ja alles in Lux. versteuert.
 Betzebub, 15/03/2017

@CaptainHook
Danke für die Info
 Jack, 17/03/2017

@info

Liegen schon neue Erkenntnisse vor?

Ich liege auch gerne falsch, aber ich befürchte ich tue es nicht.
 info, 17/03/2017

Hi Jack,

leider nur die Erkenntnis das sich meine Bekannte vom Finanzamt im Urlaub auf in der der Karibik befindet.

Ich bleibe dran, bon weekend.
 Klapperstrauss, 17/03/2017

Hm, das bedeutet ja in meinem Fall, dass die in Deutschland zu versteuernde Bereitschaftspauschale schon dazu führen kann das ich unter die 90% kommen kann. Der "Mini Job" meiner Frau in D zusätzlich mitgerechnet für dann auf jeden Fall dazu...
 Jack, 17/03/2017

@info
Das gönnen wir ihr. Es wird in den nächsten Monaten noch genug Arbeit auf sie zukommen.

@Klapperstrauss
Der Mini Job deiner Frau würde erst im zweiten Schritt eine Rolle spielen. Ob die 90% gerissen wird hängt alleine von deinem Einkommen ab.
 info, 17/03/2017

bitte einfach da nachlesen, um die da genannte 90% geht es! Das hat nichts mit dem Einkommen der Far am Hut.

http://www.guichet.public.lu/citoyens/de/impots-taxes/activite-salariee-non-resident/declaration-revenu-non-resident/assimilation-resident/index.html$
 stefbot, 20/03/2017

Guten Abend
zuerst möchte ich mich im Voraus entschuldigen für mein Deutsch ;)

so hab ich es verstanden

- Steuerkarte 2 , da muss mindestens einer vom Haushalt mehr als 90% seiner Einkünfte von Luxembourg bekommen ( Lohn, Mietertrag, Kapital Ertrag u.s.w ) ist das nicht der Fall dann bekommen beide 1
- Belgier eben mit 50 %

alle Einkünfte werden in Zukunft zusammen gerechent um den Tarif festzulegen,

Folgende Beträge sind frei au der Lu Erklärung
1500 € pro Person für Dividende, Zinsen,LV ....pro Person
Aktien die Sie länger als 6 Monaten behalten und weniger als 10% vom Kapital ausmachen ebenfalls frei

Also bei den meisten werden die Mieteinkünfte ein Problem sein um die 2 zu bekommen .
Das Einkommen vom Partner wird ja nur für den Tarif festzulegen benutzt, was bei vielen bis jetzt nicht der Fall war aber hätte müssen

Voraussichtlich erstab Oktober wird es ein Formular geben um 2 anzufragen , ob eine Deutsche Steuererklärung aus Nachweis reicht weiss ich noch nicht

Ich sehe hier auch Problem bei Auszahlung der Zusatzpension die jetzt so fleißig verkauft werden, denn die Einkünfte müssen dann in De gemeldet werden und je nachdem was da rauskommt kann es sein dass mann die klasse 2 verliert...

also bin kein Berater , gebe die Information weiter wo ich gesammelt habe


Gruss
 ChristianS, 21/03/2017

Guten Morgen,

Wenn ich mir das !aktuelle! Formular für die Einkommensteuererklärung mal so anschaue, da steht doch ganz gut erklärt, wie das gemeint ist!

90% des Einkommens des in Luxemburg arbeitenden Ehepartners MUSS er auch in Luxemburg verdienen (für in Belgien verdientes Einkommen gilt die 50% Grenze)

50% des Gesamteinkommens !der Familie! MÜSSEN in Luxemburg verdient werden

Das sind die momentanen Grenzen für 2016!

Was ich nur nicht verstehen kann, was ändert sich denn dann daran für 2017?
Sind das nicht genau die Grenzen, die für die Steuerreform angegeben wurden?
 stefbot, 21/03/2017

Morgen

die grosse änderung ist das jetzt geprüft wird ob das stimmt und dass kein Grenzgänger mehr automatisch die Klasse 2 bekommt

der Tarif hat ja schon für 2017 geändert
 Jack, 21/03/2017

@ stefbot

Da muss ich zustimmen, so habe ich das auch verstanden. Was für mich neu ist, dass es voraussichtlich ab Oktober ein Formular geben soll, um die Voraussetzungen für die Steuerklasse 2 ab 2018 anzufragen.
Wenn der letzte deutsche Steuerbescheid herangezogen wird, also der für 2016, dann sieht's düster aus.
 info, 21/03/2017

Hier die RM auf meine Anfrage.

Wir bekommen im lauf des Jahres Post vom FA Luxemburg und müssen dann das Einkommen vom Partner und evtl sonstiges Einkommen anmelden das nicht in Luxemburg anfällt. Das sind zB Mieteinkünfte, Einkünfte aus einer PV Anlage, Pachterträge uä.

Das FA Luxemburg wird uns nach aktueller Planung weithin in die Klasse 2 bzw 1a einteilen, aber der individuelle Steuersatz wird vorab um den Progessionsanteil basierend auf den Steuerdaten 2016 angehoben und dieser wird dann ab Jan-2018 wirksam.

Wer nicht antwortet fällt automatisch in die Steuerklasse 1, damit ist man aber nicht so schnell aus dem Schneider. Wer zB früher immer die 2 hatte und sich jetzt "freiwillig" und ohne murren in die 1 begibt macht sich beim FA schon sehr verdächtig und für die Leute gibt es das sg Amtshilfeersuchen unter den Finanzämter Deutschland und Luxemburg.

Oh weh der Steuerpflichtige hat das nicht gemacht:
http://www.guichet.public.lu/citoyens/de/impots-taxes/activite-salariee-non-resident/declaration-revenu-non-resident/obligation-fiscale/index.html

darum sollten die betroffenen das hier machen:
http://www.guichet.public.lu/citoyens/de/impots-taxes/activite-salariee-non-resident/declaration-revenu-non-resident/regularisation-impots/index.html

Ansonsten gibt es nochmals Post vom FA Luxemburg, das wird dann aber keine freundliche Anfrage sein.
 Manta1, 21/03/2017

Laut der OGBL, Termin gehabt, ist nichts von dem bisher in trockenen Tüchern, weil im Hintergrund noch Gespräche laufen. Die Gewerkschaften sind mit den Plänen der Regierung nämlich alles andere als einverstanden. Ich bin daher gespannt, was und wie was kommt. Und bis dahin kann man eh nur über ungelegte Eier sprechen.
 CaptainHook, 21/03/2017

Gilt eigentlich diese Aussage von Herrn Wonnebauer, die auf seiner Homepage seit Jahren veröffentlicht ist und bei diversen Veranstaltungen von ihm bestätigt wurden, immer noch?

Deutsche Kapitaleinkünfte in lux. Steuererklärung angeben?
Müssen Kapitaleinkünfte aus Deutschland nun in der luxemburger Steuererklärung angegeben werden?
In dem neuen Steuerformular auf der Seite 9 wurde für das Jahr 2009 eine neue Zeile eingefügt. Grenzgänger sollen hier ihre Kapitaleinkünfte eintragen.
Welche Bedeutung hat dies?
Nach Artikel 157ter können Grenzgänger wie Ansässige steuerlich behandelt werden, wenn sie mindestens 90 Prozent ihrer Einkünfte in Luxemburg erzielen. Um diese Grenze berechnen zu können, müssen Grenzgänger nun auch Kapitaleinkünfte in Luxemburg angeben? Nein. Denn entscheidend für die 90-Prozent-Grenze sind nur die beruflichen Einkünfte. Also nicht Kapitaleinkünfte und Vermietungseinkünfte.
Für die Bemessung des globalen Steuersatzes werden die Kapitaleinkünfte ebenfalls nicht hinzugezogen, da auch bei Ansässigen eine Berücksichtigung aufgrund der Abgeltungssteuer nicht erfolgt.
Die Seite 9 braucht also nicht ausgefüllt zu werden.
Es bleibt festzuhalten, dass auch in Luxemburg die Anwendung des Steuerrechts immer komplexer wird.
 stefbot, 21/03/2017

es ist doch so ,

dass die Kapitaleinkünte bis 1500 € pro Person frei sind
und der Mehrwert wo beim Verkauf von Aktien die eine Person mehr als 6 Monate und weniger als 10 % vom Kapital ausmachen auch frei sind
und bei immobilien verkauf da die 50.000 € respektif 75.000 gelten

oder versteh ich falsch
 Jack, 21/03/2017

@info

Dann scheint es wirklich so zu sein, dass die 90% keine Rolle spielen. Es geht dann vermutlich wirklich darum, ob man Abzugsmöglichkeiten nach 157ter nutzen kann oder nicht.

Vielen Dank info für die Info.

Wir warten dann einfach mal Mitte des Jahres ab, welches Schreiben dann da kommt.
 stefbot, vor 7 Tagen

ich habe eine schriftlich Bestätigung vom Steueramt !

dass es vorausichtlich einen Formular ab Oktober online geet zum ausfüllen und es könnte sein dass der Formular in folgendem integriert wird Modell 164_2018
 Patrik, vor 6 Tagen

Wenn ich das richtig verstanden habe, ist es folgendermaßen:
Verheiratete werden nur in Klasse 2 versteuert, wenn mindestens einer von beiden 90% all seiner Einkünfte aus Luxemburg bekommt.
Zu den Einkünften gehört das Bruttoeinkommen abzüglich Freibeträge, Krankenvers...., also nur das versteuerbare Einkommen. Ausserdem alle Einkünfte aus Kapitalerträgen, Mieteinnahmen, usw.. Bei letzteren handelt es sich um Nettoeinnahmen (positive und negative Einnahmen können eingesetzt werden). Z.B Mieteinnahmen für Ferienhaus abzüglich Schuldzinsen, Gas, Wasser, Strom, Grundsteuer, Schornsteinfeger...Also positiver oder negativer Gewinn aller Einkünfte.
Also genau, wie es bisher auf dem Vordruck 100 der Einkommenssteuererklärung angegeben worden ist. Es werden lediglich 90% anstatt 50% für Klasse 2 gefordert.

Dann werden auch alle positiven oder negativen Gewinne aus D unf L, so wie alle versteuerbaren Gehälter aus D und L zur Bestimmung des Steuersatzes herangezogen.

Kann das jemand so bestätigen? Steht auch so im Gesetzestext, habe es gerade dort nachgelesen.
 Patrik, vor 6 Tagen

 info, vor 6 Tagen

Falsch.
Habe ich aber schon gefühlt 10x erklärt.
 Patrik, vor 6 Tagen

Nicht falsch! Du solltest mal den Gesetzestext lesen und nicht nur schreiben, was andere schreiben. Ich habe ihn gestern gelesen, und genau so steht es drin.
 info, vor 6 Tagen

das ist falsch:
"Verheiratete werden nur in Klasse 2 versteuert, wenn mindestens einer von beiden 90% all seiner Einkünfte aus Luxemburg bekommt."

In der Klasse 2 wird man versteuert wenn das Einkommen >50% liegt, das ist das einzige was zählt! Die >90% beziehen sich nur auf die Situation ob man eine Steuererklärung machen kann oder nicht.

Fehler verstanden?
 Kurtis, vor 6 Tagen

Status Quo (Grenzgänger/-Pendler):
HAUSHALTSEINKOMMEN über 50% in Luxemburg: => Steuerklasse 2
EINER (falls beide in Luxemburg arbeiten) erwirtschatet 90% seines Einkommens in Luxemburg: => Er/Sie darf sich wie ein in Luxemburg ANSÄSSIGER versteuern lassen, was zur Folge hat, dass die Freibeträge auf BSV, Versicherungen etc. zum tragen kommen. NUR dafür sind die 90% relevant, NICHT für die Ermittlung der eigentlichen Steuerklasse 1, 1A, oder 2.

Ungeklärt bleibt weiterhin, wie die 90% auszulegen sind, sprich:
NUR Einkommen aus unsselbstständiger Arbeit ?
Einkommen zzgl. Mieteinnahmen in Deutschland?
Einkommen zzgl. Kapitaleinkünfte in Deutschland?
Einkommen zzgl. Ertrag aus Photovoltaik etc.?
 info, vor 6 Tagen

bitte diesen link nutzen:
http://www.guichet.public.lu/citoyens/de/impots-taxes/activite-salariee-non-resident/declaration-revenu-non-resident/assimilation-resident/index.html

"Für die steuerliche Gleichstellung mit Gebietsansässigen können sich alle nicht gebietsansässigen Steuerpflichtigen entscheiden, sofern mindestens 90 % ihrer Welteinkünfte (sowohl einheimische als auch ausländische Einkünfte) in Luxemburg steuerpflichtig sind. Es handelt sich sowohl um berufliche Einkünfte (Einkünfte aus Gewerbebetrieb, Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Einkünfte aus selbständiger Arbeit, Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, Einkünfte aus Pensionen und Renten) als auch um Einkünfte aus Vermögen (Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Einkünfte aus Kapitalvermögen, Veräußerungsgewinne, usw.)."
 elfe, vor 6 Tagen

http://mobil.volksfreund.de/nachrichten/region/luxemburg/aktuell/Aktuell-Finanzielle-Ueberraschung;art1715,4536939
Grenzgänger können die Klasse 2 nur noch bekommen, wenn mind. 90 Prozent ihrer Einkünfte aus Luxemburg kommen. Nicht mehr 50 Prozent
 Lux2015, vor 6 Tagen

Dat war schon immer so. 50 % des Haushaltes und 90 % desjenigen, der in Lux arbeitet
 Kurtis, vor 6 Tagen

@info:
"Für die steuerliche Gleichstellung mit Gebietsansässigen können sich alle nicht gebietsansässigen Steuerpflichtigen entscheiden, sofern mindestens 90 % ihrer Welteinkünfte (sowohl einheimische als auch ausländische Einkünfte)
IN LUXEMBURG STEUERPFLICHTIG sind."
Und da liegt der Hase begraben: Miet- Kapitaleinkünfte etc. sind eben NICHT in Luxemburg steuerpflichtig, sondern in DE.
Thema Progression > JA, aber eben nicht bei der Ermittlung der Grenzen ...
Dieser LINK hilft wie von mir beschrieben leider nicht weiter - die Punkte bleiben "interpretierbar"

@elfe: Der Artikel ist von 9/2016 / Wonnebauer-LCGB.
Habe mir gerade die Broschuere auf der LCGB Seite durchgelesen, sehr interessant ...ABER, festzuhalten bleibt auch dort deren EIGENE Anmerkung auf der ersten Seite:

"Bestimmte Bedingungen der Reform sind weiterhin ungenau oder lassen Interpretationen zu!
Es bestehen weiterhin Fragen zur praktischen Umsetzung bestimmter Maßnahmen!

Auf richtig belegbare Fakten werden wir wohl weiterhin warten müssen - alles andere ist stochern im Nebel
 elfe, vor 6 Tagen

http://www.tageblatt.lu/nachrichten/story/Steuerreform-nicht-so-gerecht-wie-es-scheint-31119320?redirect=mobi&nocache=0.415887045674026
Die Gewerkschaften sind am Ball, als kleiner Trost
 info, vor 6 Tagen

@elfe
da geht es um die 2017 Reform, nicht um das hier behandelte Thema.

@Kurtis
Alle Einkünfte die nicht in Luxemburg steuerpflichtig sind müssen dabei zusammengezählt werden und dürfen in Summe die 10% Grenze nicht überschreiten.
 elfe, vor 6 Tagen

Info, es geht um die 50 Prozent. Die fallen, so wie ich die Texte interpretiere, weg.
 Kurtis, vor 6 Tagen

@info:
Bin deiner Meinung, dass es so sein "könnte", aber genau DAS steht aktuell nirgends, ist Interpretation/Auslegungssache, genau wie die letzten Jahre die Frage der generellen Angabe von DE-Kapitaleinkünften in der Lux Steuererklärung ...hier verweise ich auf die Homepage von Herrn Wonnebauer:
Auszug:
"Müssen Kapitaleinkünfte aus Deutschland nun in der luxemburger Steuererklärung angegeben werden?
In dem neuen Steuerformular auf der Seite 9 wurde für das Jahr 2009 eine neue Zeile eingefügt. Grenzgänger sollen hier ihre Kapitaleinkünfte eintragen.
Welche Bedeutung hat dies?
Nach Artikel 157ter können Grenzgänger wie Ansässige steuerlich behandelt werden, wenn sie mindestens 90 Prozent ihrer Einkünfte in Luxemburg erzielen. Um diese Grenze berechnen zu können, müssen Grenzgänger nun auch Kapitaleinkünfte in Luxemburg angeben? Nein. Denn entscheidend für die 90-Prozent-Grenze sind nur die beruflichen Einkünfte. Also nicht Kapitaleinkünfte und Vermietungseinkünfte.
Für die Bemessung des globalen Steuersatzes werden die Kapitaleinkünfte ebenfalls nicht hinzugezogen, da auch bei Ansässigen eine Berücksichtigung aufgrund der Abgeltungssteuer nicht erfolgt.
Die Seite 9 braucht also nicht ausgefüllt zu werden.
Es bleibt festzuhalten, dass auch in Luxemburg die Anwendung des Steuerrechts immer komplexer wird."
 Kurtis, vor 6 Tagen

@elfe:
Stimmt, aber der Artikel ist vom 28.11.2016 ...

Bin gespannt was noch alles gemutmaßt wird :-)

Es bleibt spannend, für alle Grenzpendler
 elfe, vor 6 Tagen

Ich hab jetzt noch mal gelesen und ziehen eine Aussage mit den 50 Prozent zurück.
Wenn als eine Person, wo einer nur in Lux arbeitet, mehr als 50 Prozent des Haushaltseinkommens in Lux erwirbt und davon auch noch mehr als 90 Prozent, hat er Anrecht auf Steuerklasse 2. Ein Rentner, der keine 90 Prozent durch die deutsche zusätzliche Rente hat, erhält deshalb die 1. jetzt ist es klar
 stefbot, vor 5 Tagen

bei Kapitaleinlagen

So war es und da wird sich nichst ändern für 2018 si wie ich es verstehe

Dividenden
5o % vergünstigung wenn AG, etc, Beispiel
dann 1500€ pro Person bei Zinsen un Dividenden

Siehe link Beispiel 3
http://www.guichet.public.lu/citoyens/de/impots-taxes/activite-salariee-non-resident/declaration-revenu-non-resident/assimilation-resident/index.html

Bei Aktien gilt die Regel von 6 Monaten 10 % etc
500 euro frei

alles was spekulation mit Aktien angeht und die im Besitz weniger als 6 Monten oder Immobilien spekulation , springt die Regelung
von 50.000 € pro Person alle 10 Jahren
Da muss mann ja richtig Gas geben um dabei zu sein und wenn mann es schafft dann ist die Klasse 2 auch egal ;)


bitte hir lesen

http://www.guichet.public.lu/citoyens/de/impots-taxes/patrimoine-financier/banque-dividende-interets/achat-vente-actions/index.html

http://www.guichet.public.lu/citoyens/de/impots-taxes/patrimoine-financier/banque-dividende-interets/achat-vente-actions/index.html
 Patrik, vor 20 Stunden

So, wir haben heute bei einem Steuerspezialisten eine Vortrag gehört und jede Menge fragen gestellt. Es wird sich folgendermaßen verhalten:
Wenn 1 Person von beiden, egal ob der andere in D oder L arbeitet, mehr als 90 % seiner Einkünfte in L hat, können beide in Klasse 2 eingestuft werden. In die Einkommenssteuerberechnung gehen dann alle weltweiten versteuerbaren Gehälter und Einkünfte, also auch ggf. negative, in die Berechnung mit ein. Die 50%-Hürde fällt weg. Das kann sie auch, denn dadurch dass in Klasse 2 auch die Einnahmen des Ehepartners für den Steuersatz herangezogen werden und die Steuersätze progressiv steigen, werden alle die vorher Klasse 1 hatten und nun mit den mehr als doppelt so hohen Einnahmen in Klasse 2 versteuert werden, mehr Steuern zahlen. Eine Ausnahme gibt es, wenn die Einnahmen aus L nur ein paar Euro unter denen aus dem Rest der Welt liegen. Dann rettet es der Ehegattenfreubetrag von 4500 € jährlich.
Also ist es in etwa so, wie ich bereits weiter oben geschrieben habe.