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Banken in Luxemburg: noch mehr Entlassungen…

Banken in Luxemburg: noch mehr Entlassungen.......RBC in Esch Belval entlässt 305 Mitarbeiter. Ist diese alarmierende Situation Ausdruck eines unter der Krise leidenden Sektors?

Veröffentlicht par Eddy Thor die 28/10/2019 | 2.587 Ansichten

RBC, mit Sitz am Standort Esch Belval, hat gerade die Entlassung von 18% seiner Mitarbeiter angekündigt.

Zwischen 2018 und 2019 haben mehr als zehn Banken, von denen zwei deutscher und französischer Herkunft waren, ihre Tätigkeit in Luxemburg eingestellt (Quelle Statec).
Der Finanzsektor ist mit gnadenlosem Wettbewerbsdruck konfrontiert.

305 Mitarbeiter vor die Tür gesetzt – bei einem Umsatz von 5,7 Milliarden Euro

Im Großherzogtum, dessen internationaler Ruf auf seinen starken Finanzgeschäften beruht, verbreiten sich die schlechten Nachrichten wie ein Lauffeuer.
Am Donnerstag, den 24. Oktober 2019, gab RBC – eine Tochtergesellschaft einer der größten Banken Kanadas mit Sitz in Esch Belval – den Abbau von 305 Stellen (von 1.170 Mitarbeitern) bis Januar 2020 bekannt.

Laut der Tageszeitung Luxembourg Times: “Dieser Abbau der luxemburgischen Belegschaft war notwendig, da die Gewinne im vergangenen Jahr gesunken sind und der Wettbewerb immer stärker wird. Diese Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem RBC einen Rekordgewinn von 5,7 Milliarden Euro erzielte und seine Erträge aus dem Asset Servicing in Luxemburg steigerte.”
Bis 2013 hatte das Unternehmen in Luxemburg bereits 210 Stellen abgebaut.

Schließung von 8 Banken in Luxemburg

Weniger Banken, aber mehr Vermögenswerte, das ist die Beobachtung, die Statec in seiner jüngsten Studie über die wirtschaftliche Situation in Luxemburg im Oktober 2019 gemacht hat.
Die Entlassung und Schließung von Privatbanken spiegelt einen Trend wider: “Trotz des Verschwindens von 8 Kreditinstituten zwischen August 2018 und August 2019 stiegen die Vermögenswerte des Sektors um 7,7%“, wobei vor allem deutsche und amerikanische Banken mit +5,2 Prozentpunkten am stärksten zum Anstieg der Vermögenswerte in diesem Sektor zwischen 2018 und 2019 beitrugen.

Was haben Banken zu bewältigen?

Auf der einen Seite sind die Haupteinnahmen der Banken gedämpft worden, während die Gebühren aufgrund der gegenläufigen Entwicklung einiger Institute weiter gestiegen sind. Andererseits ist die Restrukturierung des Kreditportfolios eines Instituts die Hauptursache für den Rückgang der Zinsmarge – insgesamt 7,1% über ein Jahr.

Wie andere Sektoren sind auch die Banken verpflichtet, ihre Aktivitäten zu überwachen. Und ein starker Wettbewerb beschleunigt diesen Entwicklungsprozess.

 

 

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