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Der Grenzgänger im Jahr 2012 – das Profil

In welchem Bereich sind die meisten Grenzgänger tätig? Was ist das Durchschnittsalter der Pendler? Welche Verkehrsmittel werden mehr oder weniger genutzt? Hier die interessanten Ergebnisse der Jahresumfrage 2012!

Veröffentlicht par KaptanListe die 24/01/2013 | 5.122 Ansichten

Wie auch im letzten Jahr haben wir uns gefragt, wie unsere Grenzgänger eigentlich so “aussehen”.
Welches sind die typischen Grenzgänger-Berufe? In welchem Alter sind die meisten Grenzgänger? Wie hoch ist die Frauenquote? Was verdienen sie?

Auch für uns sind die Ergebnisse von großer Bedeutung – damit wir unseren Service weiter verbessern und den Schwerpunkt unserer Artikel
auf die Bedürfnisse von Grenzgängern auslegen können.

Viele Pendler sind unserem Aufruf gefogt, an der anonymen Erhebung teilzunehmen – damit sich jeder Grenzgänger ein besseres Bild von seinem Stand machen kann.
Wir bedanken uns für die Teilnahme!

Hier die wichtigsten Ergebnisse:

Erwartungsgemäß wohnte 2012 mit 98 Prozent ein Großteil unserer User in Deutschland und arbeitet in Luxemburg (99 Prozent).

Nach wie vor arbeiten in keinem anderen Sektor soviele Grenzgänger, wie im Banken- bzw. Finanzsektor.
Allerdings hat der Anteil, 2012 waren es 30 Prozent, weiter leicht abgenommen gegenüber 31 Prozent im Jahr 2011 und sogar 35 Prozehnt im Jahr 2010!
Auf Platz zwei folgt mit 19 Prozent die Kategorie Industrie/Baugewerbe. Auch im Jahr 2011 waren in dieser Branche 19 Prozent der Grenzgänger beschäftigt (gegenüber 15 Prozent im Jahr 2010).
Mit 10 Prozent gegenüber 7 Prozent im Jahr 2011 deutlich zugelegt hat die Branche IT/Computer/Telekommunikation.

An der Altersstruktur der Grenzgänger hat es leichte Verschiebungen gegeben.
40 Prozent der Grenzgänger sind 31 bis 40 Jahre alt (gegenüber 41 Prozent im Jahr 2011).
Dafür hat mit 34 Prozent der Anteil Grenzgänger mittleren Alters (41-50 Jahre) gegenüber 2011 deutlich zugenommen (29 Prozent).
Auch in der Altersgruppe 51 bis 60 Jahre gibt es mit einem Anteil von 10 Prozent mehr Grenzgänger als im Jahr 2011 (8 Prozent).

Nach wie vor ist rund ein Drittel der Grenzgänger männlich (66 Prozent, 2011: 65 Prozent).

Bei der Gehaltsstruktur hat sich der Anteil der Arbeitnehmer mit einem monatlichen Bruttogehalt von unter 2000 Euro von vier Prozent (2011) auf sieben Prozent (2012) erhöht.
Prägnanter ist der Unterschied jedoch in der Gruppe 2.000 Euro bis 3.500 Euro, wo eine deutliche Verschiebung hin zum höheren Gehalt ausgemacht werden kann!
So verdienten 2011 noch 38 Prozent 2.000 Euro bis 3.500 Euro, wohingegen für 2012 nur noch 32 Prozent der Grenzgänger sich in dieser Gehaltsgruppe wiederfanden.
Eine ähnliche Verschiebung konnte in der nächst höheren Besoldungsgruppe (3.500 bis 5.000 Euro) ausgemacht werden (2011: 35 Prozent, 2012: 33 Prozent).
Dafür verdiente mit 25 Prozent im letzten Jahr ein Viertel der Grenzgänger mehr als 5.000 Euro – im Jahr 2011 waren es nur 19 Prozent!

Nur noch 30 Prozent der Grenzgänger arbeiten laut der Erhebung für 2012 seit weniger als fünf Jahren nicht in ihrem Wohnland.
Zum Vergleich: 2011 lag der Wert noch bei 38 Prozent, 2010 sogar bei 45 Prozent.
Es kann also zusammenfassend gesagt werden, dass Grenzgänger immer länger in Luxemburg arbeiten, immer älter werden und auch entsprechend mehr verdienen.

Besonders interessant stellt sich auch die Entwicklung des Mobilitätsverhaltens dar!
So gaben 2011 noch 67 Prozent der Grenzgänger an, alleine mit dem Auto zur Arbeitsstelle in Luxemburg zu gelangen. Im letzten Jahr waren dies laut unserer Umfrage nur noch 61 Prozent!
Die steigenden Spritpreise dürften wohl der Hauptgrund dafür sein, dass sich immer mehr Grenzgänger in Fahrgemeinschaften organisieren (2012: 22 Prozent gegenüber 16 Prozent im Jahr 2011).
Unverändert hingegen der Anteil derjenigen Pendler, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen (17 Prozent).

Alle Ergebnise der Umfrage “Grenzgänger-Profil 2012” können hier eingesehen werden.
Die Vergleichsergebnisse von 2011 gibt es hier.


Achtung:

Auch in diesem Jahr werden wir wieder eine Umfrage starten, um herauszufinden, wie sich das Profil der Grenzgänger verändert.
Die Erhebung erfolt, wie auch in den letzten Jahren, anonym. Wir können also nicht nachvollziehen, welche User an der Umfrage teilnehmen geschweige denn, welche Antworten sie angeben.
Um wieder interessante Ergebnisse liefern zu können würden wir uns freuen, wenn möglichst viele User an der Befragung, die wie üblich etwa zwei Minuten in Anspruch nehmen wird, teilnehmen.
Wenn die Umfrage “Grenzgänger-Profil 2011” online ist, werden wir dies in einem Artikel bekanntgeben.
 

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cgarchitekt
6 Kommentare
Vor 8 Jahren

Zitat:
"Nach wie vor ist rund ein Drittel der Grenzgänger männlich (66 Prozent, 2011: 65 Prozent)."

Nun, nach Adam Riese sind 66% aber doch zwei Drittel.

Bei der Verschiebung der "Altersstruktur" mag das vielleicht daran liegen, dass in Luxemburg ansässige Unternehmen vielleicht doch lieber auf die berufliche Erahrung älterer Menschen zurückgreifen und diese zu schätzen wissen als die in Deutschland ansässigen. Ist es nicht auch so, dass auch viele ältere Menschen die ihren Job in deutschland verloren haben eher wieder eine Beschäftigung in Luxemburg finden als in Deutschland? Denn innerhalb eines Jahres können doch wohl die Personen, die in Luxemburg arbeiten, nicht um einen so hohen Anteil älter geworden sein?
Mit den Besten Grüssen