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“Die Lage droht uns zu entgleiten”

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans stimmt die Bevölkerung auf harte Monate ein. Und er appeliert an alle, bei denen der Ernst der Lage offenbar noch nicht agekommen ist.

Veröffentlicht par Eddy Thor die 03/11/2020 | 2.218 Ansichten
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Foto: Saarland.de

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans hat im Landtag erneut eindringlich vor einer Verschärfung der Coronalage im gewarnt.
Im Rahmen einer Regierungserklärung sprach er am Dienstagvormittag von möglichen chaotischen Zuständen.

“Die Lage droht uns zu entgleiten”, betonte Hans. “Es drohen uns Verhältnisse, wie wir sie im Frühjahr etwa in Bergamo gesehen haben: überfüllte Krankenhäuser; zu Notlazaretten eingerichtete Turnhallen; Ärzte, die entscheiden müssen, wer behandelt werden kann und wer nicht; Personal weit über der Belastungsgrenze.”
Nichts sei mehr undenkbar. “Im Gegenteil, wir sind leider sehr viel näher an diesen Zuständen, als viele noch glauben”, sagte er im Landtag.

Er verwies in seiner Regierungserklärung auf steigende Fallzahlen. Diese gingen seit Wochen nach oben.
Nun steige auch die Belastung der Krankenhäuser. Das Gesundheitssystem befinde sich in einer akuten Notlage.

Verschärfung der Maßnahmen möglich

Sollten die neuen verschärften Maßnahmen zur Kontaktreduzierung nach vier Wochen nicht ausreichten, “dann müssen wir gegebenenfalls unseren Kurs noch ein Stück weit verschärfen. Etwas Anderes wird uns dann nicht übrig bleiben”, betonte Hans.

Den von den Maßnahmen betroffenen Betrieben sagte Hans Unterstützung von Bund und Land zu.
Er forderte die Bundesregierung dabei auf, die Hilfen zügig und unbürokratisch zu gewähren.

Luxemburg vor möglichen Verschärfungen der Maßnahmen

In Luxemburg kommt am Mittwoch die Regierung zu Beratungen über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zusammen.

 

 

 

 

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transfrontalier123
12 Kommentare
Vor 3 Wochen

Wie nehmen eigentlich eure Kinder diese Zeiten so auf?
Meine (12 und 15) bisher ganz gut, ich habe immer Angst dass trotzdem psychisch irgendetwas hängen bleibt, es ist ja doch keine ganz einfache Situation.