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Arbeit

Greift Luxemburg immer noch so viel auf Grenzgänger zurück ?

Die Stiftung IDEA antwortet auf zwei Fragen zu den Arbeitnehmern, die nicht in Luxemburg wohnen: Nehmen die Grenzgänger im Vergleich mit den Luxemburgern „immer mehr Platz“ auf dem Arbeitsmarkt ein?

Veröffentlicht par KaptanListe die 05/07/2017 | 2.903 Ansichten

Wie entwickelt sich das Zurückgreifen auf Grenzgänger in den verschiedenen Branchen?

Die Stiftung IDEA, die zu allgemeinen wirtschaftlichen Fragen Luxemburgs, aber auch zur nachhaltigen Entwicklung, Überlegungen anstellt, hat sich einige luxemburgische Statistiken genauer angeschaut, die die Arbeitsrealitäten im Land in den Vordergrund rücken.

Das erste (von fünf) behandelten Themen in der Serie „Ist es sehr schlimm, Herr Doktor?“ sind die in Luxemburg arbeitenden Grenzgänger. Die Stiftung stellt sich hierbei zwei Fragen: Nehmen die Grenzgänger im Vergleich mit den Luxemburgern „immer mehr Platz“ auf dem Arbeitsmarkt ein? Wie entwickelt sich der Prozentsatz des auf Grenzgänger Zurückgreifens in den verschiedenen Branchen?

„Es gibt (viel) mehr Grenzgänger, aber ihr Anteil stabilisiert sich seit 2009“

Die behandelten Graphiken zeigen klar, dass auch wenn es mehr Grenzgänger gibt, die in Luxemburg arbeiten, sich ihr Anteil seit 2009 stabilisiert.

So notiert IDEA, dass es 30.000 mehr Grenzgänger und 31.500  mehr einheimische Arbeitnehmer gibt als vor 8 Jahren. „Deshalb hat sich der Anteil der Grenzgänger im Arbeitnehmerbereich bei um die 45% beibehalten“. Es gibt also „keine signifikante Veränderungen der Gesamtstruktur des Arbeitsmarkts bei diesem Punkt“.

„Ihr Anteil in den verschiedenen Sektoren steigt nicht fundamental. 

Eine andere Feststellung ist, dass der Anteil der Grenzgänger in allen Hauptbranchen der luxemburgischen Wirtschaft (außer im öffentlichen Dienst) ein Drittel der Arbeitnehmer übersteigt. Das bedeutet, dass „es in einem sehr dynamischen Arbeitsmarkt seit 2009 in Luxemburg keine großen Veränderungen hinsichtlich des „Zurückgreifens“ auf Grenzgänger gegeben hat“, erklärt Vincent Hein, Autor des Artikels.

So sind, wie im Jahr 2009, mehr als ein von zwei Arbeitnehmern in folgenden Sektoren Grenzgänger:  in der Fertigungsindustrie, in den Verwaltungsdienstleistungen, Handel und Werkstätten, spezialisierte, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten, Information und Kommunikation, Baugewerbe und Finanzen und Versicherungen

Der Anteil an Grenzgängern ist in der Logistikbranche gesunken, obwohl der Anteil im Handel, der Industrie und in der Gesundheits-/ Sozialwesen angestiegen ist.

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