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Arbeit

Grenzgänger contra Luxemburger – wer arbeitet wo?

Für viele begehrte Jobs muss man Luxemburger sein - auch Konkurrenz spielt oft eine Rolle. Dennoch: Ohne Grenzgänger geht es nicht.

Veröffentlicht par Eddy Thor die 04/02/2021 | 1.779 Ansichten

2019 war jeder zweite Luxemburger im (halb-)öffentlichen Sektor tätig.
Das geht aus der aktuellen Studie der Interregionalen Arbeitsmarktbeobachtungsstelle (IBA OIE) hervor.

Luxemburg ist von Grenzgängern abhängig

Demnach wird die Verteilung der drei relevanten Arbeitnehmergruppen auf dem luxemburgischen Arbeitsmarkt nach Wirtschaftsbranchen betrachtet – so zeichnet sich eine Segmentierung und damit auch eine starke Abhängigkeit Luxemburgs von externen Arbeitskräften in bestimmten Branchen ab.
So ist vor allem der (halb-)öffentliche Bereich von luxemburgischen Arbeitskräften dominiert, wie etwa die öffentliche Verwaltung (88%), die Energieversorgung (66%) und das Gesundheits- und Sozialwesen (44%).

Luxemburger zu sein ist oft Vorraussetzung

Die Hinwendung der Luxemburger zu diesen Branchen liegt weitgehend in der Beherrschung der luxemburgischen Sprache sowie in der luxemburgischen Staatsbürgerschaft begründet, die oftmals eine Zugangsvoraussetzung für Arbeitsplätze im (halb-)öffentlichen Dienst bilden.

Außerdem ist die zunehmende Konzentration von Luxemburgern in der öffentlichen Verwaltung durch die dort vorzufindenden krisenfesten und gut dotierten Arbeitsplätze motiviert.
So kommt es, dass die IGSS für 2019 genau 40.410 gebietsansässige Luxemburger für diesen Sektor ausweist, was 34% aller Beschäftigten mit Luxemburger Nationalität und Wohnort entspricht.

Quelle: IBA_OIE

 

Ansässige Ausländer und Grenzgänger im privaten Sektor beschäftigt

Des Weiteren ist eine hohe Konzentration von ansässigen Ausländern in privaten Haushalten mit Personal (76%), im Gastgewerbe (52%) sowie in der Land- und Forstwirtschaft (44%) auszumachen.
Ferner sind sie mit 35% im Baugewerbe vertreten, wobei Grenzgänger hier bereits die Hälfte der Arbeitskräfte (56%) stellen.
In anderen Branchen haben Grenzgänger noch mehr Gewicht. Dies gilt etwa im Verarbeitenden Gewerbe (66%), in Handel und Reparatur (58%), in den wirtschaftlichen Dienstleistungen (57%), in Bergbau und Gewinnung von Steinen und Er-den (55%), in Information und Kommunikation (52%) oder in den freiberuflichen wissenschaft-lichen und technischen Dienstleistungen (50%).

Konkurrenz und Spezialisierung

Der Vergleich der Anteile von Grenzgängern und ansässigen Ausländern in den jeweiligen Branchen zeigt, dass sich innerhalb des privatwirtschaftlichen Sektors Konkurrenzverhältnisse einerseits und Spezialisierungen beider Personengruppen andererseits abzeichnen.

 

 

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