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Teuerungsrate auf neuem Höchststand

Die Inflationsrate erreichte im August 2022 abermals einen neuen Höchstwert. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lag der Verbraucherpreisindex für Rheinland-Pfalz um 8,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1995. Im Juli betrug die Teuerungsrate 7,0 Prozent.

Veröffentlicht par KaptanListe die 31/08/2022 | 1.557 Ansichten

Teuerungsrate
Teuerungsrate

Der Krieg in der Ukraine sowie die Folgen vor allem für die Energieversorgung wirken preistreibend. Auch Engpässe durch unterbrochene Lieferketten sowie deutliche Erhöhungen der Großhandels- und Erzeugerpreise schlagen auf die Entwicklung der Verbraucherpreise durch. Leicht dämpfend auf die Gesamtteuerung wirkten dagegen seit Juni 2022 die Einführung des 9-Euro-Tickets im Öffentlichen Personennahverkehr und die Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe („Tankrabatt“) sowie ab Juli 2022 die Abschaffung der EEG-Umlage.

Veränderungen gegenüber August 2021

Energie war im August 2022 um 36,6 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Die Preiserhöhung bei Mineralölprodukten belief sich auf 38,2 Prozent. Dabei fiel insbesondere der starke Preisanstieg bei Heizöl (einschließlich Umlage) ins Gewicht (plus 106,7 Prozent). Kraftstoffe wurden um 20,0 Prozent teurer angeboten. Die Preise für Gas (einschließlich Umlage) zogen mit plus 46,6 Prozent ebenfalls merklich an. Spürbar teurer wurden im August auch Fernwärme und Strom (plus 24,1 bzw. plus 21,4 Prozent). In der Entwicklung der Preise von Gas und Strom kommt zum Ausdruck, dass im Verbraucherpreisindex auch Tarife mit Mindestvertragslaufzeiten und Preisgarantien berücksichtigt werden, bei denen erst nach Ablauf Preisanpassungen erfolgen. Beim Abschluss neuer Verträge kann es zu deutlich höheren Preissteigerungen kommen.

Im Vergleich zum August des Vorjahres verteuerten sich Nahrungsmittel um 15,8 Prozent. Vor allem für Speisefette und Speiseöle sowie Molkereiprodukte und Eier mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher tiefer in die Tasche greifen (plus 47,0 bzw. plus 26,2 Prozent). Beispielsweise stiegen die Preise für Butter um 50,5 Prozent und für Käse und Quark um 25,5 Prozent.

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, erhöhte sich im August leicht. Sie belief sich auf plus 3,5 Prozent, nach plus 3,4 Prozent im Juli 2022.

In elf der zwölf Abteilungen stieg das Preisniveau binnen Jahresfrist. Die höchsten Preissteigerungen waren im Bereich „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ zu beobachten (plus 15,2 Prozent). Es folgte der Bereich „Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe“ (plus 11,4 Prozent). Eine Preissenkung gab es lediglich in der Abteilung „Post und Telekommunikation“ (minus 0,4 Prozent).

Veränderungen gegenüber Juli 2022

Gegenüber dem Vormonat erhöhte sich der Verbraucherpreisindex im August 2022 um 1,0 Prozent. Am stärksten nahmen die Preise für Waren und Dienstleistungen in der Abteilung „Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe“ zu (plus 2,1 Prozent). Dies ist unter anderem auf den Anstieg der Energiepreise zurückzuführen, die im August um 5,5 Prozent höher waren als im Juli. An zweiter Stelle folgte der Bereich „Alkoholische Getränke und Tabakwaren“ mit einem Plus von 1,5 Prozent. In den Abteilungen „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ sowie „Post und Telekommunikation“ sanken die Preise leicht um 0,1 Prozent. Im Bereich „Gesundheit“ blieben die Preise im Durchschnitt konstant.

Teuerungsrate

 

Quelle : https://www.statistik.rlp.de/de/startseite/

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