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Unwetter: Welche Versicherung zahlt bei Schäden?

Hochwassschäden sind meist unbezahlbar. Welche Versicherung zahlt im Ernstfall?

Veröffentlicht par Eddy Thor die 19/07/2021 | 765 Ansichten

Starker Regen, Wassermassen und Erdrutsche sorgen vielerorts für Chaos und Verzweifelung.
Besonders Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sind von dem Starkregen der letzten Tage hart getroffen worden.

Es gibt vollgelaufene Keller, beschädigte Häuser und Autos, die vom Wasser weggespült wurden.
Für die Betroffenen heißt es erst einmal Aufräumen und retten, was noch zu retten ist.

Doch damit ist es bei weitem nicht getan, denn die materiellen Schäden müssen beglichen werden.
Im Idealfall hilft die Versicherung – wenn man denn richtig versichert ist.

Versicherung? Nicht erreichbar…

Und selbst wenn man meint, optimal versichert zu sein, ist es dieser Tage schwer, überhaupt an die Versicherung heranzukommen.
Zunächst muss der Schaden normalerweise dem Versicherer gemeldet werden, um das weitere Vorgehen abzuklären.

Eine Versicherung, die einfach alle Schäden abdeckt, gibt es eigentlich auch nicht.
Die Wohngebäudeversicherung kommt für Schäden am Haus auf.
Die Hausratversicherung ist zuständig, wenn bewegliche Gegenstände wie Möbel, Teppiche oder technische Geräte durch Regen oder Sturm in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Für Elementarschäden durch ins Gebäude eindringendes Wasser von der Straße oder durch Überflutungen sind nicht in den Standardversicherungen abgedeckt.
Dafür muss extra eine Elementarschädenversicherung abgeschlossen werden.
Für Schäden an Fahrzeugen kommt die Teil- oder Vollkaskoversicherung auf.

Einfach so eine Versicherung abschließen geht nicht immer

Schwierig ist, dass Häuser in Risikolagen oft nur gegen viel Geld oder gar nicht versichert werden können.
Nur sechs von 53 angeschriebenen Versicherern bieten in Risikogebieten von sich aus eine Versicherung gegen Schäden durch Hochwasser und Starkregen ohne Selbstbeteiligung an, wie die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz mitteilt.

Auch wer schon mal von einem Elementarschaden betroffen war, findet eventuell keinen neuen Versicherer mehr.

 

 

 

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