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Arbeit

19-Tage-Regel bis Ende des Jahres ausgesetzt

Die vorübergehende Arbeit im Home-Office hat vorerst weiterhin keine Auswirkungen auf die Abführung der Lohnsteuer von Grenzgängern.

Veröffentlicht par Eddy Thor die 07/09/2021 | 824 Ansichten
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Luxemburg und Deutschland haben sich darauf verständigt, dass die anlässlich der COVID-19-Pandemie abgeschlossene Verständigungsvereinbarung zur Besteuerung der Telearbeit bis zum 31. Dezember 2021 weiter gelten wird.

Die Vereinbarung, die Anfang April 2020 getroffen wurde, sieht vor, dass Arbeitstage in denen die Arbeitnehmer aufgrund der Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie ihre Tätigkeit von ihrem Hauptwohnsitz in Telearbeit ausüben, als Arbeitstage in dem Staat gelten können, in dem die Tätigkeit üblicherweise ausgeübt worden wäre.
Die Arbeitstage, in denen Grenzgänger in der Zeit der COVID-19 Pandemie von zuhause arbeiten, müssen also nicht für die Berechnung der 19-Tage-Toleranzregelung, die im Abkommen zwischen Deutschland und Luxemburg vom 26. Mai 2011 festgehalten wurde, berücksichtigt werden.

Relevanter Artikel: Grenzgänger trotz Home-Office in Luxemburg sozialversicherungspflichtig

Normalerweise müssen Arbeitnehmer mit deutschem Wohnsitz, wenn sie mehr als 19 Tage in Luxemburg von zuhause arbeiten,
die Lohnsteuer für diese Tage ab dem 1. Tag im Wohnsitzland abführen.

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Nötige Flexibilität und Planungssicherheit

Finanzminister Pierre Gramegna kommentiert: “Ich freue mich sehr über diese Vereinbarung mit unseren deutschen Nachbarn und bedanke mich bei der deutschen Regierung für die gute Zusammenarbeit in der COVID-19 Krise.
Die Weitergeltung bis zum 31. Dezember 2021 der deutsch-luxemburgischen Verständigungsvereinbarung gibt den 50.000 deutschen Pendlern und ihren luxemburgischen Arbeitgebern weiterhin die nötige Flexibilität und Planungssicherheit im gemeinsamen Kampf gegen die Pandemie.”

Relevanter Artikel: 52 statt 19 Tage im Homeoffice für Grenzgänger – Ausnahme verlängert

 

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transfrontalier123
51 Kommentare
Vor 1 Monat

Dazu eine Anmerkung:
Luxembourg wollte ja für die Nach-COVID-Zeit eine Erhöhung der Homeofficetage im Heimatland für Grenzgänger verhandeln, also ohne steuerliche Nachteile, bisher sind es 19 Tage in Deutschland, angestrebt war ein Tag pro Woche.
Das deutsche Bundesfinanzministerium (SPD) und die Bundesregierung (CDU plus SPD) hat dies abgelehnt.
Anders Belgien, Belgien hat nämlich mit Luxembourg die Erhöhung der Anzahl der Tage, die ohne steuerliche Nachteile von Belgien aus gearbeitet werden kann, erhöht, auf 34 von vorher 24:
https://www.wort.lu/fr/luxembourg/gaeichel-2021-34-jours-de-tolerance-fiscale-pour-les-teletravailleurs-belges-612e1150de135b923648737a
Den Artikel gibts auch auf Deutsch, allerdings ist er da im kostenpflichtigen Teil.
Die 50,000 deutschen Grenzgänger sollten sich also gut überlegen, wem sie ihre Stimme bei der Wahl geben.