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Finanzen

Datenschutz: Luxemburg will 350 Millionen von Amazon

Die Nationale Kommission für den Datenschutz (CNDP) von Luxemburg will den Internetriesen zur Kasse bitten.

Veröffentlicht par Eddy Thor die 11/06/2021 | 740 Ansichten

Dass auch Amazon zu den schwarzen Schafen in Sachen Datenschutz im Internet zählt, ist keine Überraschung.
Das ausgerechnet das Großherzogtum den Konzern dafür zur Kasse bittet, schon.

350 Millionen Euro Strafe für Datenschutzverletzungen möchte die Nationale Kommission für den Datenschutz (CNDP) des Großherzogtums Luxemburg von Amazon.com kassieren.

Das berichtet das Wall Street Journal (WSJ) und bezieht sich dabei Insider.

Pikant: Was Amazon genau vorgeworfen wird, ist nicht bekannt.
Die CNDP ist zuständig, da der Konzern in Luxemburg seinen Europasitz unterhält.

Kohärenzverfahren gegen Amazon

Außerdem hat dem Bericht zufolge die luxemburgische Datenschutzbehörde eine Kopie ihres Bescheidentwurfs an die anderen Datenschutzbehörden in den EWR-Staaten geschickt – damit habe das sogenannte Kohärenzverfahren begonnen, bei dem sich die nationalen Datenschützer abstimmen, um die Vorgaben der DSGVO möglichst einheitlich anzuwenden.

Einige europäische Datenschützer sollen dem Medienbericht zufolge dem Vorschlag aus Luxemburg widersprochen haben.
In mindestens einem Fall werde sogar eine noch höhere Strafe als die angestrebten 350 Millionen Euro gefordert.
Dabei würde es sich bei dem Vorstoß aus Luxemburg bereits um eine Rekordstrafe handeln: Die bisher höchste verhängte Geldbuße liegt bei 60 Millionen Euro, die Frankreich von Google einforderte – die Strafe ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Sowohl Amazon als auch die Behörde haben Stellungnahmen offenbar abgelehnt.

 

 

 

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