logo site
icon recherche
Finanzen

„Der Energiekrieg ist eröffnet“

„Ohne russisches Gas wären unsere Speicher nach 2,5 Monaten leer“: Bei „Maybrit Illner“ hat der Präsident der Bundesnetzagentur vorgerechnet, wie ernst die Lage ist.

Veröffentlicht par Eddy Thor die 24/06/2022 | 795 Ansichten

Am Donnerstag hat Wirtschaftsminister Robert Habeck die Alarmstufe des “Notfallplan Gas” ausgerufen.
Damit reagiert die Bundesregierung auf die stark reduzierten Gaslieferungen aus Russland.
“Gas ist von nun an ein knappes Gut”, sagte der Grünen-Politiker.
Denn immer weniger fließe davon durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 nach Deutschland.

Kalt wird es im Winter

Russland hatte in den vergangenen Woche die Liefermenge schrittweise um 60 Prozent reduziert.
Damit ist mehr als fraglich, ob die deutschen Gasspeicher pünktlich bis zum Winter gefüllt werden können.

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, sagte am Donnerstagabend im ZDF in der Talk-Sendung “Illner” von Moderatorin Maybrit Illner:
“Stand heute sind wir besorgt, die Situation ist sehr angespannt”.
“Aber wir bekommen noch Gas.”
Zwar könne davon weiterhin noch ein Teil in die Speicher eingespeist werden – in drei Monaten beginne aber die Heizsaison.
Weil die notwendigen Maßnahmen zum Gassparen Zeit bräuchten, sei die Alarmstufe bereits jetzt ausgerufen worden.

Druck von den Preisen nehmen

Bundesfinanzminister Christian Lindner erklärte, dass sei einer der drei Schritte, mit denen die Bundesregierung auf die aktuelle Lage reagiere.
Im zweiten Schritt gehe es darum, den Druck von den Preisen zu nehmen und die Inflation zu reduzieren.
Und zuletzt gelte es, diejenigen zu entlasten, die besonders unter der Inflation und den Preissteigerungen leiden.
Das gelte nicht nur für Menschen, die den Grunderwerb beziehen, sondern auch für Arbeiter “die kein Top-Einkommen” hätten, betonte der FDP-Chef.

Es solle unbedingt vermieden werden, dass die dritte und höchste Stufe des “Notfallplan Gas” ausgerufen werden müsse.
Darüber war sich die Expertenrunde bei Mybrit Illner einig.
Das würde allerdings bei einem konkreten Gasmangel passieren.
Die Bundesnetzagentur müsse dann darüber entscheiden, wer noch Gas bekäme.

 

 

 

Einmal in der Woche , Erhalten Sie den kostenlosen Newsletter von diegrenzgaenger.lu

Anderswo im Internet