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Finanzen

Grenzgänger: Das Ende der Roaming-Gebühren kommt endlich für das Jahr 2017

Erst für 2015 angekündigt, dann nach hinten auf das Jahr 2018 verschoben, und nun hat die Europäische Kommission anscheinend endlich eine Verständigungsbasis gefunden, um die Roaming-Gebühren in Europa abzuschaffen.

Veröffentlicht par KaptanListe die 01/07/2015 | 1.570 Ansichten

Gute Nachricht für die Grenzgänger und Reisende, die sich durch ihre Telefonrechnungen hohen Kosten ausgesetzt sehen: Endlich wurde eine Einigung für die Abschaffung der Roaming-Gebühren zwischen dem Europarat und dem Europaparlament gefunden.

In einem ersten Schritt war die Abschaffung der Roaming-Aufschläge für Ende des Jahres 2015 vorgesehen. Aber dieser Termin wurde auf Anfrage Lettlands, gerade mit dem Vorsitz des Europarats betraut, auf 2018 verschoben.

Und da hat die Europäische Kommission an diesem Dienstag angekündigt, dass sie endlich eine Verständigungsbasis gefunden hat und dass die Roaming-Aufschläge deshalb nach dem 15. Juni 2017 in der Europäischen Union nicht mehr existieren werden.

Die Verbraucher werden einen identischen Preis für Telefonate, SMS und mobile Daten zahlen, egal wo sie sich in der EU aufhalten. Einen Freund anzurufen von zu Hause aus oder von einem anderen Land der EU wird den gleichen Preis kosten.

Eine erste Preisreduzierung im Jahr 2016

Schon ab April 2016 werden die Roaming-Aufschläge viel weniger kosten, präzisiert die Europäische Kommission. Die Mobilfunkanbieter werden nur einen geringen zusätzlichen Betrag auf die örtlichen Preise aufschlagen können, nämlich bis 0,05€ pro Minute eines getätigten Anrufes, 0,02€ pro verschickter SMS und 0,05€ pro MB Datenvolumen (ohne Mehrwertsteuer).

Diese maximalen Gebühren werden circa 75% weniger teuer sein als die aktuellen Obergrenzen, die in der EU für getätigte Anrufe und Datenvolumen gelten.

Netzneutralität

Die Einigung widmet sich auch dem Prinzip der „Netzneutralität“ im Recht der EU. Das bedeutet, dass alle Arten von Verkehr gleich behandelt werden. „Internetnutzer werden frei sein, alle Inhalte ihrer Wahl aufzurufen. Es wird nicht mehr möglich sein, bestimmte Internetanwendungen zu blockieren oder zu verlangsamen. Wohingegen das Gewähren von Vorzugsbehandlungen gegen Bezahlung nicht erlaubt sein wird“, notiert die Europäische Kommission.

Eine Neuigkeit, die die Grenzgänger erfreuen dürfte, die zwischen mehreren Telefonen und Sim-Karten jonglieren oder sich durch astronomische Telefonrechnungen ruinieren.

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