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Finanzen

Luxemburg bessert beim Elterngeld und -zeit nach

Werdende Eltern können sich freuen: Schon jetzt können sie einen Antrag auf das neue Elterngeld stellen - noch vor Inkrafttreten des Gesetzes.

Veröffentlicht par KaptanListe die 20/07/2016 | 8.187 Ansichten

Das Familienministerium hat am Dienstag beschlossen, dass werdende Eltern schon jetzt einen Atrag für das neue Elterngeld stellen können – auch, wenn das Gesetz zur Reform der Familienleistungen erst im Herbst in Kraft tritt.

Damit gab Luxemburg Familienministerin Corinne Cohen den Beschwerden zaahlreicher werdender Eltern statt.
Sie erklärte, es reiche aus, wenn Eltern ihren jetzt gestellten Antrag aktualisieren würden, wenn das Gesetz umgesetzt wird.
Dann können sie das neue Ersatzeinkommen von maximal 3.200 Euro beziehen, bislang lag das Elterngeld in Vollzeit bei 1.778 Euro.

Was die Elternzeit angeht, so ist es in Zukunft möglich, zwischen vier bis sechs Monaten Vollzeit und acht oder zwölf Monate Teilzeit nehmen zu können.
Und auch für diese neue Regelung gilt der Anspruch auf das neue Kindergeld.
 

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raschid
184 Kommentare
Vor 3 Jahren

"Dann können sie das neue Ersatzeinkommen von maximal 3.200 Euro beziehen, bislang lag das Elterngeld in Vollzeit bei 1.778 Euro.
Was die Elternzeit angeht, so ist es in Zukunft möglich, zwischen vier bis sechs Monaten Vollzeit und acht oder zwölf Monate Teilzeit nehmen zu können."

Verstehe ich das richtig, dass man jetzt 3200Euro pro Monat bei Vollzeit bekommt? Das waere ja ein starker Anstieg.

EddieIrvine79
379 Kommentare
Vor 3 Jahren

@raschid: So sieht's aus.

Aber ich weiß nicht, ob Arbeitgeber verpflichtet sind, einem Arbeitnehmer auch Elternzeit zu gewähren.
Bei meinem AG kenne ich jedenfalls niemanden, der bisher Elternzeit in Anspruch genommen hätte.
Teilzeit wird hier auch kategorisch abgelehnt...

Wäre es wie in D möglich, lediglich 2 Monate zu nehmen (und dabei in jeweils 1 Monat zu splitten), würde ich es sofort machen!

nickonly
83 Kommentare
Vor 3 Jahren

Der Arbeitgeber muss zustimmen, allerdings nicht bei allen Formen des Elternurlaubs.
(siehe Guichet)

Bzgl. der Aufstockung des Ersatzeinkommens sollte beachtet werden, dass die "alten" 1778,31 für den Vollzeiturlaub steuerfrei waren und nur die Krankenkassenbeiträge davon abgingen.
Das "neue" Ersatzeinkommen ist vollständig steuer- und sozialversicherungspflichtig. Damit sinkt die deutliche Erhöhung leider etwas ab.
Quelle z.B.:
http://www.wort.lu/de/politik/reform-des-elternurlaubs-neues-elterngeld-brutto-ist-nicht-gleich-netto-570fd4611bea9dff8fa76242