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Finanzen

Luxemburg bleibt Steuerparadies

Experten gehen davon aus, dass das Land nach wie vor vielfach zur Steueroptimierung genutzt wird.

Veröffentlicht par Eddy Thor die 17/05/2019 | 1.273 Ansichten

Luxemburg - immernoch das Land der vielen Briefkästen?

Wohlhabende Deutsche zieht es offenbar noch immer nach Luxemburg.

Das berichten NDR, WDR und SZ.
Die Medien berufen sich auf eine Datenauswertung durch belgische, deutsche und französische Journalisten.

Demnach tauchen 20 der 100 reichsten Deutschen mit Unternehmen im Luxemburger Handelsregister auf.
Darunter sind Unternehmer wie Klaus-Michael Kühne, Theo Müller oder die Familie Reimann (Geschätztes Vermögen zuletzt: 33 Milliarden Euro). Familie Reimann ist beteiligt an Konzernen, die Konsumgüter wie Calgon, Clearasil, Senseo oder Jacobs-Kaffee produzieren. In Luxemburg betreibt die Familie unter anderem mehrere Holding-Gesellschaften, um Gewinne aus dem Kaffee- und Haushaltsmittel-Geschäft zu bündeln. Ihre Holding zahlte demnach 2017 auf ca.388 Mio. Euro Gewinn nur 1,1 Mio.Euro Steuern. Auch der Logistikkonzern Kühne und Nagel nutzt mehrere Firmen in Luxemburg. Über eine Firma fließen Kredite etwa an Tochtergesellschaften in Luxemburg, Bermuda und Deutschland, zwischen ihnen fließen die Finanzströme dann hin und her.

Asselborn Verteidigt Steuertransparenz

Luxemburgs Außenminister Asselborn verteidigte sein Land und verwies auf Fortschritte bei der Steuertransparenz. Selbst der EU-Steuerkommissar habe gesagt, “in den letzten fünf Jahren ist mehr geschehen als in den Jahrzehnten davor. Wir haben wirklich unsere Arbeit gemacht.” Luxemburg sei ein “sehr niedliches Land, ein sehr kleines Land”. Man dürfe nicht, sagt Asselborn, “einfach so über uns herfallen”.

 

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