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Finanzen

Neuer Bahnstreik über Pfingsten – Update

GDL-Chef Weselsky versaut mit dem nächsten Streik vielen Reisenden das Pfingstwochenende. Und der ADAC rechnet durch den neuen Bahnstreik mit massiven Staus auf den Straßen und Autobahnen.

Veröffentlicht par KaptanListe die 19/05/2015 | 3.134 Ansichten

Kein Ende des Streiks in Sicht: Die Lokführer wollen die Deutsche Bahn noch länger lahmlegen als beim letzten Mal.
Dieses Mal trifft es die Urlauber und den Güterverkehr in der Pfingstwoche.

Der Bahnstreik startet diesen Mittwoch, 20. Mai.
Im Gegensatz zu den vergangenen Streiks wurde ein Ende dieses Mal nicht angekündigt.

Fakten zum  neuen Baahnstreik

  • Im Vorfeld sind Tarifgespräche mit Verantwortlichen der Deutschen Bahn gescheitert.
  • Der Bahnstreik soll ganz Deutschland betreffen.
  • Bereits am Dienstag, 15 Uhr geht es los mit dem Streik im Güterverkehr.
  • Personenzüge werden ab Mittwoch, 2 Uhr bestreikt.
  • Anders, als bei den bisherigen Streiks wurde kein Enddatum bekanntgegeben.
  • Ein Ende soll erst 48 Stunden vorher öffentlich bekanntgegeben werden.
  • Beim letzten Bahnstreik Anfang Mai handelte es sich um den längen Bahnstreik der Geschichte, nun setzt man vermutlich noch einen drauf.
  • Der neue Bahnstreik soll Gerüchten zufolge ganze zehn Tage dauern und somit auch die Feiertage über Pfingsten treffen.
  • Mit dem neuen Bahnstreik im Mai 2015 werden somit nicht nur Pendler intensiv beeinträchtigt. Auch Reisende, Urlauber und Sport-Fans, die etwa Bundesliga-Spiele besuchen wollen, müssen sich nach alternativen Reisewegen umsehen.
  • Online könnt ihr mögliche Streiks und Ankündigungen einsehen.
  • Zudem gibt es im Online-Angebot der Deutschen Bahn eine Auskunft über den Ersatzfahrplan der vom Streik betroffenen Verbindungen

Weselsky erklärte sich bereit, während des Streiks in eine Schlichtung mit der Bahn zu treten.
Dabei dürfe es aber nur um Themen wie Entgelt und Arbeitszeit gehen, nicht um die grundsätzliche Frage, für welche Berufsgruppe die GDL
Tarifverträge abschließen dürfe.

Die Bahn will unterschiedliche Tarifverträge mit den Gewerkschaften GDL und der größeren EVG für ein und dieselbe Berufsgruppe vermeiden.

Die Bahn arbeitet mit Hochdruck an einem Ersatzfahrplan, den sie am Dienstag für den Personenverkehr veröffentlichen will.

Autofahrer müssen sich am kommenden Pfingstwochenende (22. bis 25. Mai) auf Staus einstellen.
Nach Einschätzung des ADAC und des Auto Club Europa (ACE) ist die Staugefahr auf allen deutschen Autobahnen und in allen Richtungen enorm hoch.

Update

Die CFL teilen am Dienstag mit, dass sämtliche Züge zwischen Luxemburg und Trier vorerst planmäßig fahren.
Dafür werden leider sämtliche RE-Züge (Regionalexpress) und einige RB-Züge (Regionalbahn, hält an jeder Haltestelle) zwischen Trier und Koblenz ausfallen.
 
 

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Moselfreund
59 Kommentare
Vor 6 Jahren

..der Arbeitskampf der GDL ist eine bodenlose Sauerei und gehört gerichtlich verboten.

Damit wird an der deutschen Volkswirtschaft ein Riesenschaden verursacht .
Zudem werden Millionen Bürger massiv beeinträchtigt und bestraft.

Vom Vertrauensverlust in die Deutsche Bahn will ich gar nicht erst sprechen.

Und es geht hier mehr oder weniger um`s Prinzip und nicht mehr um ein paar € Gehalt.

Der GDL geht es nur darum, für einzelne Berufsgruppen interessant zu bleiben.

Das so viele Jahre nach dem Mauerfall ausgerechnet ein OSSI unsere Reisefreiheit einschränkt, setzt dem Ganzen noch die Krone auf... .

Zumindest hätte schon vor dem letzten Kampf ein Schlichter bestimmt werden müssen... .

Man sollte einfach auch merken, wenn man den Bogen überspannt; und das macht dieser "Gute Mann" gerade auf`s Schamloseste, und mit einer Arroganz und in einer Wortwahl, die seines Gleichen sucht.

Grenzgaenger2014
184 Kommentare
Vor 6 Jahren

Moselfreund hat das wirklich perfekt und prägnant auf den Punkt gebracht. Bin exakt der selben Meinung.

@Bus118: Der Typ sorgt mit seiner arroganten Art und seinem (sorry) dämmlichen Ostakzent für noch mehr Hass als ohnehin schon vorhanden ist. Ich selbst fahre keine Bahn, kann es aber absolut verstehen wenn sich betroffene aufregen und auch mal übers Ziel hinausschiessen.

Wenn morgen jeder streiken würde wo kämen wir da hin? Zumal das nicht die ärmsten unserer Gesellschaft sind die hier auf Kosten anderer die Arbeit verweigern...

henkel12
249 Kommentare
Vor 6 Jahren

Dummerweise wird gerade bei den Aktionen der GDL klar, dass es sich um Eigeninteressen der Gewerkschaft handelt. Als Arbeitnehmer muss man sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: es wird angestrebt konkurrierende Tarifabschlüsse innerhalb einer Berufsgruppe abzuschließen!
Wenn ich das so höre, sehe ich die konkurrierenden Arbeitnehmer deren Abschluss jeweils schlechter ist, zum Arbeitsgericht laufen und wegen Ungleichbezahlung klagen.
Mit Verlaub: wenn man tatsächlich im Arbeitnehmerlager steht, sollte man ernsthaft die Beweggründe der GDL-Führung hinterfragen.

henkel12
249 Kommentare
Vor 6 Jahren

Ich stimme Dir ja zu, dass in Deutschland zu viel "gefolgt" und "stillgehalten" wird. Der Vorgang bei der DB ist aber der Sache abträglich, weil hier nicht zusammen gearbeitet und die eigentliche Stärke der Arbeitnehmer ausgespielt wird. Natürlich können in einer Branche mehrere Gewerkschaften aktiv sein und auch regional kann es Unterschiede geben. Aber in dem Fall eines Unternehmens im Besitz der öffentlichen Hand konkurrierende Tarifverträge anzustreben, ist nicht im Sinne der Arbeitnehmer.
Ja, auch in Luxemburg werden Tarifverträge von mehreren Gewerkschaften ausgehandelt. Gültig ist aber immer nur ein Vertrag - entweder einigen sich die Gewerkschaften oder die Unterschrift der stärsten gilt. Einige Berufsgruppen haben auf grund ihrer besonderen Arbeitsaufgabe eben die Möglichkeit gösstmöglichen Schaden beim Arbeitgeber anzurichten und damit natürlich ein Druckmittel, was ihre Interessen immer nach Vorne bringt. Das hat meiner Meinung einfach nichts mit einer solidarischen Arbeitnehmerschaft zu tun sondern ist ganz eindeutig Interessenvertretung einer kleinen Gruppe.
Interessant ist dabei auch die Überlegung, dass inzwischen im Individualverkehr ernstzunehmende Versuche mit führerlosen Fahrzeugen gemacht werden. Dabei ist doch der Schienenverkehr eigentlich prädestiniert für eine weitere Automatisierung. Will hier vielleicht eine Berufsgruppengewerkschaft ihre Klientel verbreitern bevor sie sowieso wegrationalisiert wird?

Moselfreund
59 Kommentare
Vor 6 Jahren

@ MrGarlic

Claus Weselsky ist und bleibt ein Ossi;
die haben ihre anerzogenen Eigenheiten...genau wie Saarländer und Bayern.

Und das Drumm und Drann der DDR ist an ihm und dessen Generation nicht spurlos vorbei gegangen.

Wie andere es bemerkt haben; es geht bei der GDL doch ganzsicher nicht um Existenzsicherungen ihrer Mitarbeiter... .

Da macht einer auf Dicke Hose und die anderem im GDL-Vorstand ziehen mit...

Moselfreund
59 Kommentare
Vor 6 Jahren

@ scapegrace

das mit den Eigenheiten habe ich ganz bewusst so nett umschrieben...
Weshalb gibt es denn ganzbesondere Probleme nur bzw. extrem gehäuft in den Neuen Bundesländern?
So "dämlich " finde ich meinen Beitrag garnicht....

Und mit den Lokführern....; wenn die befürchten müssten ihren Job zu verlieren weil ihr Arbeitgeber über den Streik nachhaltige Umsatzeinbußen hat und die Löhne nicht mehr zahlen könnte, gingen Viele freiweillig wieder zur Arbeit --- vlt. sogar gerne auch mit bezahlten Über-Stunden ... .

Und jetzt streike ich auch.-.. Tschüssie bis morgen

henkel12
249 Kommentare
Vor 6 Jahren

natürlich machen die meisten Lokführer mit. Ich war bei den Veranstaltungen, die der Urabstimmung vorausgingen, nicht dabei aber ich würde darauf wetten, dass die Gewerkschafter den Leuten die Durchsetzung ihrer Interessen versprochen haben, ohne daurauf hinzuweisen, dass man auch über den Tellerrand rausschauen sollte. Auch die streikenden Lokführer sind sich ihrer Machtposition bewusst. Und Macht korrumpiert - das gilt auch für die meisten Arbeitnehmer (sind ja auch nur Menschen).
Hier wird ja nicht wegen einer Ausbeutungssituation gestreikt. Daher halte ich den Streik in diesem Umfang für unangemessen.

rollenderrubel
375 Kommentare
Vor 6 Jahren

@MrGarlic, hervorragende Analyse.

Den größten volkswirtschaftlichen Schaden richtet wohl die DB an, die fette Gewinne einfährt, gleichzeitig streiken "lässt" und horrende Fahrpreise verlangt, sodass wenig Zug gefahren wird, was der Wirtschaft und Umwelt schadet und die Mobilität einkommensschwacher Menschen einschränkt.

Über das Ossi-Gerede kann ich nur den Kopf schütteln. Einfach nur kategorisch beleidigend und "ossiphob" bzw. menschen-phob!

Bin auch selbst vom Bahnstreik betroffen und unterstütze ihn bzw. die Gewerkschaften insgesamt trotzdem oder auch gerade deswegen.

Jupp69
138 Kommentare
Vor 6 Jahren

Mal sehen wenn die ersten selbstfahrenden Züge kommen. Technisch ist das schon lange machbar!

Sobald das rechtlich / haftungstechnisch geklärt ist - glaubt mir die Bahn invenstiert Millionen in Selbstfahrende Züge!!

Mal sehen wer noch streikt. Und für ander Bereiche gilt das gleiche. Die Technik wird noch einige Branchen ersetzen.

mfg
Jupp

Es lebe die Technik!

Vera79
1062 Kommentare
Vor 6 Jahren

@ Moselfreund: Falls du der englischen (in deiner Sprache "Inselaffen") Zunge mächtig bist würde ich dich bitten die "Terms of use" dieser Website zu lesen:
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DANKE!

Vera

Kitten
21 Kommentare
Vor 6 Jahren

Moien, dann geb ich meinen Senf auch mal dazu. Ich kann dem Herrn Knoblauch auch nur ausnahmslos zustimmen.
Auch wenn wir hier in Luxembourg relativ gut verdienen und sicherlich einigermassen um die Runden kommen, tendiert der Lohn für Arbeit im Dienstleistungsbereich in D dazu real immer weniger zu werden und ich bin immer noch der Meinung das ein Vater seine Familie mit seinem Lohn / Gehalt ernähren können muss! Das ist leider oftmals nicht mehr gegeben. Die Auswirkungen auf die Familienstrukturen, Kindererziehung, Altenversorgung, und und und, hängt da unmittelbar dran. Daher unterstütze ich auch die Forderung der Gewerkschaft für alle Ihre Mitglieder das auszuhandeln was Ihnen zusteht. Es geht um Gerechtigkeit für unser Volk und da sollte man auch keinen Unterschied zwischen Ost u. West Nord oder Süd machen. Auf einige der o.g. Kommentatoren will ich gar nicht eingehen. Ich bin erstaunt wie limitiert der Horizont von wahrscheinlich gut ausgebildeten Leuten ist. - soderle c'est ca, my two cents. - ciao, Kitten