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Finanzen

Obergrenze für Index

Der Index lässt in Luxemburg jedes Jahr prozentual die Gehälter der Arbeitnehmer steigen. Damit könnte bald für einige Großverdiener Schluss sein.

Veröffentlicht par KaptanListe die 22/04/2013 | 4.174 Ansichten

Wer in Luxemburg mehr verdient, der hat auch mehr vom Index.
Denn die konjunkturbedingte Anhebung der Löhne gibt es pauschal, und zwar 2,5 Prozent.
Dabei ist es völlig egal, wieviel ein Arbeitnehmer bereits verdient.
Das bedeutet, dass hohe Einkommen noch mehr anwachsen, als niedrige Löhne.

Immer wieder war in der Vergangenheit über eine Deckelung des Index gesprochen worden. 
Jetzt brachte Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker (CSU) das Thema wieder auf den Tisch.
Während sich ausgerechnet der Unternehmerverband UEL positiv zu den Plänen äußerte, zeigten sich sowohl Wirtschaftsminister Etienne Schneider (LSAP) als auch die Gewerkschaft OGBL skeptisch.

Konkret geht es bei der Deckelung um den Vorschlag, die Erhöhung des Lohnes bei dem zweifachen Mindestlohn zu begrenzen.
Soll heißen, dass auch “Besserverdiener” vom Index profitieren – aber eben nur in der Höhe von 2,5 Prozent des doppelten Mindestlohnes.
Hintergrund für das Vorhaben ist das enorme Sparpotential für den Staat.
Denn nicht nur Gehälter und Renten im Privtsektor, sondern auch die Löhne und Pensionen der Beamten steigen durch den Index kräftig.
Eine Deckelung des Index würde die Staatskase Octavie Modert, der delegierten Ministerin für den öffentlichen Dienst zufolge um rund 24 Millionen Euro entlasten.

Die nächste Indextranche steht übrigens am 1. Oktober 2013 an.
 

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