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Finanzen

3G-Abschaltung startet Ende Juni

In wenigen Tagen ist Schluss mit dem Mobilfunknetz 3G für viele Handykunden. Dafür bauen die Betreiber das 4G- und das superschnelle 5G-Netz weiter aus.

Veröffentlicht par Eddy Thor die 23/06/2021 | 794 Ansichten

Die großen Mobilfunknetzbetreiber wollen die Übertragungstechnik 3G (auch UMTS genannt) in diesem Jahr abschalten.

Fragen wie “Brauche ich ein neues Handy?” oder “Drohen Funklöcher?” tauchen bei den Verbrauchern auf. Derzeit verschicken die Mobilfunkanbieter Briefe an ihre Kunden, um sie über die Umstellung zu informieren.

Vodafone und die Telekom planen die Abschaltung bereits zu Ende Juni.
Die Abschaltung beim Netzbetreiber Telefónica/O2 ist erst zum Jahresende geplant.

Vertrag überprüfen

Verbraucherinnen und Verbraucher sollten überprüfen, ob ihr Mobilfunkvertrag die Nutzung von LTE (4G) oder auch schon von 5G erlaubt.
Gerade bei älteren Laufzeitverträgen kann es sein, dass es sich um einen UMTS-Tarif handelt (ohne LTE-Nutzung). Diese Verträge sollten gekündigt werden und durch einen entsprechenden Tarif mit LTE ersetzt werden.
„Auch bei den Prepaid-Tarifen von Discountern wie etwa ALDITALK, LIDL Connect, Ja!Mobil, pennymobil und NettoKOM ist bereits die 4G-Nutzung enthalten“, so Michael Gundall, Mobilfunk-Experte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.
Für die Auswahl des richtigen Anbieters hat die Verbraucherzentrale einen digitalen Flyer mit den wichtigsten Fragen zum Wechsel des Mobilfunkanbieters vorbereitet. Dieser kann hier heruntergeladen werden.

Ältere Smartphones (ohne LTE) sind nach der Abschaltung für das Telefonieren noch problemlos einsetzbar, für die mobile Datennutzung hingegen nur noch sehr begrenzt.
Zudem ist die Gerätesoftware bei älteren Smartphones oft veraltet, da die Hersteller keine Updates gegen Sicherheitslücken mehr anbieten.
Daher sollten sich Verbraucherinnen und Verbraucher trotz LTE-Vertrag in diesem Falle ein neues Gerät anschaffen, um nach der Abschaltung noch schnelles mobiles Internet zu bekommen und um sicher im Internet surfen zu können.

Angebote genau überprüfen

Die Verbraucherzentrale empfiehlt grundsätzlich, das Smartphone im freien Handel zu erwerben und nicht zusammen mit einem Laufzeitvertrag. Denn bei zwei Jahren Vertragslaufzeit zahlt man oft mehr, als wenn ein Tarif ohne Gerät gewählt und die einmaligen Anschaffungskosten für das Smartphone auf die Laufzeit umgerechnet werden.

Wichtig für alle, die ausschließlich telefonieren wollen: Reine Handys, also ohne Internetfunktionalitäten, sind von der Abschaltung nicht betroffen.
Die Telefonie läuft in diesem Falle über den Standard GSM (2G) und wird weiterhin erhalten bleiben.

Übrigens sind neue Verträge in der Regel günstiger, als alte Laufzeitverträge.
Wer den Vertrag kündigt, erhält in der Regel ein gutes Angebot vom Vertragspartner, der dann aber auch mit der Konkurrenz verglichen werden sollte.

 

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