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Gesellschaft

Auch Trier hart getroffen

Die Folgen des Hochwassers sind verheerend.

Veröffentlicht par Eddy Thor die 16/07/2021 | 1.671 Ansichten

Dauerregen und Unwetter haben im Westen Deutschlands Flüsse und Bäche in reißende Fluten verwandelt.

Folgen nicht absehbar

In der Eifel rund um Trier hat sich die Hochwasserlage in der Nacht etwas entspannt. Nach Angaben der Feuerwehren gehen die Pegelstände fast überall zurück.
Doch die Folgen der Hochwasserkatstrophe sind schlichtweg noch gar nicht absehbar.

Es gibt viele Tote und Vermisste.
Neben dem Landkreis Ahrweiler, wo viele Menschen gestorben und noch mehr als 1.000 Menschen vermisst sind, hat es auch den Trierer Stadtteil Ehrang, sowie umliegende Otschaften wie Kordel hart getroffen.

Der extreme Starkregen hat im Landkreis Trier-Saarburg immense Schäden angerichtet.
Ein Sprecher des Landkreises sagete am Donnerstagabend in Einsatzleitzentrale in Konz, es seien hunderte Häuser im Landkreis Trier-Saarburg in Mitleidenschaft gezogen worden.
Die Schäden reichten von vollgelaufenen Kellern bis hin zu Totalschäden an Wohnhäusern und öffentlichen Gebäuden wie beispielsweise einer Kläranlage.

 

Foto: Stadt Trier

Hochwasserschutz “gnadenlos abgesoffen”

Der Hochwasserschutz in Kordel, der nach einem Höchststand der Kyll von 4,80 Meter im Jahr 1995 errichtet worden war, sei „gnadenlos abgesoffen“, sagte der Sprecher, am Donnerstag sei ein Pegelstand von 7,80 Metern erreicht worden. Dank spezieller Fahrzeuge der Bundeswehr habe man die teils bettlägerigen Bewohner eines Altenheims in Sicherheit bringen können, da die Zufahrtstraßen unpassierbar gewesen seien. Die zwischenzeitlich ausgefallene Trinkwasserversorgung in Kordel habe man mittlerweile wieder herstellen können.

Wann es in Ehrang wieder Strom geben kann, ist völlig unklar.
Der Trierer Ortsteil musste nach einem Dammbruch zu großen Teilen evakuiert werden, inklusive Krankenhaus.

Es sei schwierig, die Vermissten zu erreichen, da das Mobilfunknetz zum Teil ausgefallen sei, sagte die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), am Donnerstag in Mainz. „So eine Katastrophe haben wir noch nicht gesehen. Es ist wirklich verheerend.“

Neun Tote in Sinzig

Bei den neun weiteren Menschen, die bei der Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz ums Leben gekommen sind, handelte es sich um Bewohner einer Behinderteneinrichtung in Sinzig.
Das sagte eine Sprecherin des rheinland-pfälzischen Innenministeriums am Donnerstagabend.
Damit steigt die Zahl der Opfer in Rheinland-Pfalz auf 28.

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