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Gesellschaft

Facebook will an die Bankdaten seiner Kunden

Facebook hat grosse US-Banken gebeten, detaillierte Finanzinformationen über Kunden auszutauschen. Das soll das Engagement der Nutzer stärken.

Veröffentlicht par KaptanListe die 07/08/2018 | 1.055 Ansichten

Facebook hat Medienberichten zufolge bei einigen großen US-Banken sensible Kundendaten angefragt.
Es habe unter anderem Gespräche mit JPMorgan, Citibank und Wells Fargo gegeben, heißt es aus Finanzkreisen.

Demnach plane die Plattform, etwa mithilfe von Informationen über Transaktionen, den Kontostand und den genauen Ort von Einkäufen der Nutzer neue Dienste in seinem Messenger anbieten.
Dem “Wall Street Journal” zufolge plane der Konzern, Bankdienstleistungen zu übernehmen und seine Plattform stärker zu einem Online-Handelsplatz auszubauen.
Facebook dementierte die Gespräche mit den Banken nicht, bestritt jedoch, dass es sich um derart sensible Daten handelt.
Es gehe darum, über seinen Messenger die Kommunikation mit Banken erleichtern, so eine Sprecherin.
Die Idee sei, dass es besser sein könne, mit seiner Bank zu chatten, als am Telefon in der Warteschleife zu sein.
Facebook zufolge sollen die von Banken oder Kreditkartenanbietern erworbenen Daten nicht für Werbeanzeigen verwendet oder mit dritten Parteien geteilt werden.

JP Morgan lehnt ab

Die Bank JPMorgan erklärte daraufhin, Informationen zu Transaktionen “mit diesen Plattformen” nicht zu teilen.
“Wir musste daher zu einigen Dingen ‘nein’ sagen”, so eine Sprecherin.

Das “Wall Street Journal” berichtete, Facebook habe in den Gesprächen mit den Banken auch nachgefragt, ob sie Informationen zur Verfügung stellen können, wo die Nutzer mit ihren Debit- und Kreditkarten einkaufen.
Der Bericht verwies darauf, dass die Finanzwirtschaft Bedenken wegen der Datensicherheit habe.

Investoren freut´s – Aktienkurz steigt

Die Investoren reagierten dennoch positiv auf die Aussichten auf ein zusätzliches Dienstleistungsgeschäft.
So stieg der Aktienkurs von Facebook am Montagabend an der New Yorker Börse Nasdaq um 4,45 Prozent, nachdem das Papier Ende Juli nach der Vorlage der jüngsten Quartalsergebnisse noch um rund 20 Prozent abgestürzt war.
 

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Anderswo im Internet

aubinyvonne
264 Kommentare
Vor 1 Jahr

... der merkts wohl nie.
[url]https://www.diegrenzgaenger.lu/index.php?p=edito&id=8067&f_a=new&f_id=8608[/url]

Drecks-Facebook, Drecks-whatsapp, Drecks-Google.
Leute werdet wach.
[url]https://de.wikipedia.org/wiki/1984_(Roman)[/url]
Ist schon lange Realität. Nur weils bunt und geil ist, macht die Masse es sogar freiwillig.
Ich weiß was jetzt kommt, aber wenn man ehrlich drüber nachdenkt, merkt man, das man sich selbst was vormacht.

Seonaid
125 Kommentare
Vor 1 Jahr

Facebook kann nur mit den Daten arbeiten, die die Nutzer zur Verfügung stellen. Wer kaum Angaben macht und sein Profil dicht hält, dessen Informationen sind kaum verwertbar.

Übrigens: Wer weiterhin mit PayPal zahlt, der darf sich nicht wundern, wenn seine Daten rundgereicht werden.

Patrick Witters
95 Kommentare
Vor 1 Jahr

Wir sind hier in Europa. Hier sind derlei Dinge durch die DSGVO (GDPR) reguliert. Das dürfte auch für FACEBOOK gelten.

Wenn die Keute natürlich mit ihren Daten hausieren gehen und bei jedem sch... Gewinnspiel (on- wie offline) mitmachen, dann sollten die sich auch nicht wundern, dass sie Gläsern sind.