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Gesellschaft

Großregion-Beziehung: Luxemburg und Saarland wollen sie vertiefen

Die luxemburgische Regierung und die saarländische Landesregierung wollen auch in Zukunft weiter partnerschaftlich und eng miteinander zusammenarbeiten und ihre Beziehungen in diversen Bereichen ausbauen.

Veröffentlicht par Helge Germeshausen die 19/01/2023 | 362 Ansichten

Luxemburgischer Premierminister Xavier Bettel und Minsterpräsidentin des Saarlandes Anke Rehlinger (Foto: DPA / Harald Tittel)

Die luxemburgische Regierung und die saarländische Landesregierung wollen auch in Zukunft weiter partnerschaftlich und eng miteinander zusammenarbeiten und ihre Beziehungen in diversen Bereichen ausbauen.

Luxemburg und das Saarland wollen ihre Beziehungen weiter ausbauen. Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) sagte, sie könne sich ‘einen Luxemburg-Plan’ vorstellen.

Xavier Bettel, der luxemburgische Premier, sagte bei einem Besuch der saarländischen Ministerpräsidentin Anke Rehlinger in Luxemburg: “Die Beziehungen zum Saarland sind sehr gut, wir haben aber noch immer Potenzial, um sie zu vertiefen“. Als Beispiele nannte Bettel die Bereiche Verkehr, Wissenschaft, Ausbildung und Forschung. “Und wir möchten Konkretes, nicht nur Blabla, sondern Konkretes”.

Bermuda-Dreieck Luxemburg

Bis Ende des Jahres solle zu bestimmten Themen gearbeitet werden, um 2024 in einer gemeinsamen Kabinettssitzung darüber zu befinden. Gemeinsam einsetzen wolle man sich auch für eine bessere Anbindung Luxemburgs an den Schnellverkehr der deutschen Bahn. Bettel sehe Luxemburg als “Bermuda-Dreieck” im Fernverkehr mit Deutschland. “Wir können nicht den Leuten sagen, ihr müsst auf das Privatauto verzichten, wenn es keine gute Verbindung gibt.”

Eine Verbesserung der Home-Office-Regeln für deutsche Grenzgänger steht ebenfalls auf der Agenda. Bis dato dürfen deutsche Pendler, welche im Großherzogtum arbeiten, maximal 19 Tage ihre Arbeit im Home-Office verrichten, ohne in Deutschland Steuern zahlen zu müssen. In Frankreich und Belgien gilt die Freigrenze von 34 Tagen.

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Der ‘Luxemburg-Plan’

Laut Rehlinger sollte man sich ansehen, wie man die guten Beziehungen “strategisch noch etwas besser zu unserem beiderseitigen Nutzen ausbauen könne”. Dazu habe man nun in einem ersten Austausch Themen festgelegt. “Da geht es um ganz konkrete Arbeits- und Lebensbedingungen“. Es gehe aber auch um die Weiterentwicklung des ‘Wirtschafts- und Informationsraums’ mit seinen Forschungseinrichtungen, etwa zu Cybersicherheit und Raumfahrt.

Rehlinger sagte, sie könne sich “einen Luxemburg-Plan” vorstellen, “der eben strategisch systematisch diese Felder bearbeitet. Das haben wir uns vorgenommen”. Es war der erste offizielle Besuch der Ministerpräsidentin bei Premier Bettel im Großherzogtum. Anke Rehlinger ist seit April 2022 Regierungschefin des Saarlandes.

Unsere Großregion

Zur internationalen Großregion mit fast zwölf Millionen Einwohnern gehören Rheinland-Pfalz, das Saarland, Luxemburg, Lothringen in Frankreich, die deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens und die Wallonie. Knapp 260.000 Pendler überqueren täglich Ländergrenzen, um ihrer Arbeit nachzugehen – darunter knapp 210.000 nach Luxemburg.

Aus dem Saarland selbst pendeln laut Staatskanzelei circa 10.000 Grenzgänger.

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