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Gesellschaft

Herbsturlaub gerne – aber wo?

Das Fernweh drückt wie nie zuvor - doch wohin?

Veröffentlicht par Eddy Thor die 30/09/2020 | 599 Ansichten

So richtig planen kann man aufgrund von Corona im Moment nicht – schon gar keine Ferien.
Etliche Länder sind inzwischen wieder Risikogebiete und dann hat die Bundesregierung nun offiziell auch noch zum Urlaub im eigenen Land aufgerufen.

Da stellt sich natürlich die Frage, ob ein Urlaub in Deutschland “ungefährlicher” ist, wenn das ganze Land die hiesigen Urlaubshochburgen belagert.
Und hat man dann doch einen Urlaub im Ausland gebucht, weil es dort noch kein erhöhtes Risiko einer möglichen Infizierung gibt, so besteht eben doch die Möglickeit, dass ein Teil der Familie kurzfristig in Quarantäne muss.
Dabei sind wir doch alle echt urlaubsreif und wollen einfach mal etwas anderes sehen, als die eigenen vier Wände.

Doch wohin mit unserem Fernweh?

Das Auswärtige Amt (AA) hat angekündigt, dass die pauschale Reisewarnung für Länder am 30. September endet.
Vom 1. Oktober wird die Lage jür jeden einzelnen Staat innerhalb und außerhalb der EU differenziert bewertet.
Das betrifft vor allem die mehr als 160 Länder außerhalb Europas, für die seit dem 17. März 2020 wegen der Coronavirus-Pandemie eine Reisewarnung gilt.
Dabei geht es in erster Linie also um Fernreisen.
Dabei ist dann nicht nur in Erfahrung zu bringen, ob das Wunschziel als Risikogebiet ausgezeichet wird – sondern auch, ob man überhaupt einreisen darf.
Thailand und Neuseeland beispielsweise wollen vorerst weiterhin ihre Grenzen für Touristen geschlossen halten.

Urlaub in Europa

Will man nicht ganz soweit weg – aber eben doch raus aus Deutschland, sieht die Auswahl eher mager aus, wenn man sich nicht in ein Risikogebiet begeben möchte.
Eine Reisewarnung ist zwar kein Reiseverbot, aber immerhin ein dringender Appell des Auswärtigen Amtes.
Wer unbedingt in ein Land reisen will, das Risikogebiet ist und für das eine Reisewarnung gilt, konnte das auch bisher schon und könne das auch weiterhin – muss aber eben mit den Konsequenzen leben, die dann nicht freiwilliger Natur sind.

Italien ist derzeit ein Land, für welches aktuell noch gar kein Risiko ausgesprochen wurde. Die Zahlen steigen zwar – aber ähnlich wie in Deutschland eher verhalten. Man könnte geradezu von Planungssicherheit sprechen, was – zumindest – die Herbstferien angeht.
Das mag daran liegen, dass die Italiener nach dem dramatischen Corona-Frühjahr zufrieden sind mit den Einschränkungen, die derzeit gelten.
Niemand protestiert in Massen, es gibt keine unerlaubten Partys. Sowohl Österreich als auch die Schweiz gestatten die Durchreise.

Die Zahlen in Österreich steigen weiter an. Daher gibt es dort inzwischen wieder Risikogebiete – darunter das beliebte Tirol – oder eben auch die Hauptstadt Wien.

Die Einreise nach Frankreich ist für deutsche Touristen zwar derzeit uneingeschränkt möglich, doch die Zahl der Corona-Infizierten ist im Nchbarland extrem hoch. Das Auswärtige Amt warnt daher derzeit vor Reisen in etliche Regionen Frankreichs.
Als Risikogebiete gelten die Regionen Île-de-France mit der Hauptstadt Paris, Provence-Alpes-Côte d’Azur, Occitanie, Nouvelle-Aquitaine, Auvergne-Rhone-Alpes, die Mittelmeerinsel Korsika sowie einige Überseegebiete.

Spanien ist von der Pandemie erneut stark getroffen und gilt komplett als Risikogebiet.
Besonders vor Reisen auf die Balearen und auch auf die Kanaren wird gewarnt. Ein entspannter Urlaub ist sicher aufgrund der örtlichen Maßnahmen sicher nicht möglich. So ist zum Beispiel ein Stadtteil der mallorquinischen Hauptstadt Palma komplett abgeriegelt.

Was die Schweiz angeht, so hat Deutschland die Reisewarnung auf den Kanton Freiburg ausgeweitet. Zuvor galt sie bereits für die Kantone Genf und Waadt.
In anderen Regionen ist ein Urlaub in den Bergen also durchaus möglich – und man wäre auch im Fall der Fälle recht flott wieder Zuhause.

Ein Urlaub in Großbritannien? Seit dem 10. Juli 2020 müssen sich Urlauber aus Deutschland in England, Schottland, Nordirland und Wales nach der Einreise nicht mehr in eine zweiwöchige Quarantäne begeben.
Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie sich in den 14 Tagen vor ihrer Einreise ausschließlich in Ländern aufgehalten haben, die die britische Regierung als sicher einstuft. Deutschland gehört im Moment dazu.

Ans Meer nach Holland? Zwischen den Niederlanden und Deutschland finden derzeit weiterhin keine Grenzkontrollen statt.
Die Einreise für deutsche Urlauber ist somit  – trotz drastisch steigender Fallzahlen im Nachbarland – uneingeschränkt möglich.
Das Auswärtige Amt hat allerdings Reisewarnungen für die Provinzen Nord- und Südholland ausgesprochen – somit auch für Amsterdam.

Oder Sonne tanken in Griechenland? Eine Einreise ist ohne Quarantäne möglich, da die Infektionslage in Griechenland im Moment überschaubar ist.
Reisende müssen sich allerdings spätestens 24 Stunden vor der Abreise nach Griechenland mit einem Online-Formular anmelden.
Unter Umständen können die griechischen Behörden dann bei der Einreise einen Corona-Test anordnen.

Kroatien? Das Auswärtige Amt warnt derzeit vor Reisen in einige Region des Landes an der Adria und stuft sie als Risikogebiet ein.
Gleiches gilt für Reisen in die Türkei.

Wer dem neuen Trend folgt und sich mit Wohnwagen oder Wohnmobil auf den Weg macht, sollte in jedem Fall vorher Stellplätze reservieren. Das gilt für Deutschland und fürs Ausland.

Die Liste aller derzeitigen Risikogebiete stehen auf der Website der Robert-Koch-Instituts.

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