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Gesellschaft

Merkel fordert härteren Kurs der Länder

Bundeskanzlerin bei Anne Will: "Ich werde nicht tatenlos noch vierzehn Tage zusehen"

Veröffentlicht par Eddy Thor die 29/03/2021 | 455 Ansichten

Die Corona-Zahlen steigen stetig weiter, doch statt dem entgegenzuwirken, beharren viele Bundesländer auf Lockerungen.

Das Saarland hatte sich jüngst sogar komplett als Modellregion erklärt und will nach Ostern weitestgehend öffnen.

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Notbremse Fehlanzeige

“Es gibt mehrere Bundesländer, die eine sehr weite Interpretation haben und das erfüllt mich nicht mit Freude”, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntagabend in der ARD-Sendung Anne Will.

“Wir müssen die dritte Welle brechen.”
Einige Länder seien sich offenbar der großen Ernsthaftigkeit der Situation nicht bewusst.
Offenbar machten sich immer noch einige Illusionen über die Pandemie und die Gefährlichkeit der Virus-Varianten.

Mit Blick auf das Saarland verwies Merkel darauf, dass dort die Infektionszahlen nicht stabil seien. “Deshalb ist das nicht der Zeitpunkt, jetzt so etwas ins Auge zu fassen.” Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 gebe es laut den gemeinsamen Beschlüssen keinen Ermessensspielraum, betonte die Kanzlerin.

Ausgangsbeschränkungn wohl unvermeidbar

Als zentrale Maßnahmen gegen die Pandemie nannte Merkel Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, mehr Arbeit im Homeoffice und eine umfassende Teststrategie – direkt nannte sie Schulen und Unternehmen.

Besonders mit den Unternehmen sei sie derzeit nicht zufrieden.
Dies werde sie noch einige Tage bewerten.
Sollte sie dann noch nicht zufrieden sein, werde sie darüber nachdenken, die Arbeitsschutzverordnung anzupassen.

Neue Pandemie

Merkel machte unmissverständlich klar: “Wir haben im Grunde eine neue Pandemie.” Das neue Virus sei aggressiver, infektiöser und tödlicher.

Zu den Osterbeschlüssen

“Wir hatten uns wirklich aus guter Motivation etwas überlegt, aber das hat Millionen von Menschen völlig verunsichert”, sagt Angela Merkel über den Entschluss, die geplante Osterruhe zu stoppen und die Bürgerinnen und Bürger um Verzeihung zu bitten.

 

 

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