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Gesellschaft

Meteorologen warnen vor Horror-Winter

Der letzte Winter war hart - davon können viele Grenzgänger wohl ein Liedchen singen. Was aber ist dran an den Gerüchten um einen extrem kalten und schneereichen Winter, die von Tag zu Tag zunehmen?

Veröffentlicht par KaptanListe die 16/11/2011 | 7.019 Ansichten

Besonders vielen Grenzgängern dürfte der Wintereinbruch im letzten Jahr sicherlich noch gut im Gedächnis liegen.
Dutzende Zentimeter Schnee in nur wenigen Stunden – und das ausgerechnet im Feierabendverkehr.

Auf vielen Straßen in der Großregion ging da gar nichts mehr – und für den Weg von der Arbeit in Luxemburg nach Hause haben zahlreiche Pendler mehr als vier Stunden gebraucht.
Oder sie haben ihr Auto gleich irgendwo stehen gelassen.
Die Straßenmeistereien gaben sich nach hausgemachten Problemen im Winter zuvor Mühe – konnten aber auch nicht so schnell Räumen, wie Schnee vom Himmel fiel.
Tagelang hat es im Dezember geschneit – ein Winter, wie er nicht jedes Jahr vorkommt.

Kein Wunder also, dass besonders Berufspendler äußerst sensibel auf Wetterprognosen bezüglich des anstehenden Winters reagieren.
Von allesn Seiten tönen inzwischen die Warnungen vor einem Horror-Winter – und sie nehmen täglich zu.
Aber was haben wir wirklich zu erwarten?

Wir haben uns mit den Wetterprofis des Flughafens Findel in Luxemburg in Verbindung gesetzt und nachgefragt, wie sie die Aussichten für die Großregion in den nächsten drei Monate einschätzen.
Zwar glauben die dortigen Meteorologen nicht an langfristige Prognosen – aber auch sie haben bei einem Vergleich verschiedener Wettermodelle festgestellt, dass wir einen “Zickzack-Winter” erwarten.
“Im Januar und Februar, sind Temperaturen von bis zu -25 ° Celsius in der Nacht – und bis zu 20 ° Celsius am Tag möglich”, so Marc Krier, einer der Meteorologen des Wetterdienstes am Findel.

Die Experten rechnen dabei aber nicht nur mit einem ständigen Hin und Her der Temperaturen – sondern auch mit einer Rekordkälte für die Region.
Für Januar liegt der Rekord aus dem Jahr 1979 bei -17,8 ° Celsius, die höchsten Werte für den Monat Februar waren mit -20,2 ° Celsius  im Jahr 1956 gemessen worden.
Doch die Aussichten für die ersten beiden Monate des kommenden Jahres ligen Marc Krier weit darunter.
“Wir werden sicher eine Rekordkälte erreichen”, so der Meteorologe.

Aber wir kommen dem Experten zufolge nicht nur ins Bibbern.
“Die neuesten Modelle prophezeien eine Menge Schnee, wir haben Schneefälle von mehr als dreißig Zentimeter zu erwarten”, ist sich Krier sicher.
Und er legt noch einen oben drauf:
“Dieser Winter in Luxemburg und der Großregion könnte für einen Winterurlaub in den Alpen gehalten werden.”

Was die Straßen angeht, so ist man zumindest in Luxemburg der Meinung, gut vorbereitet zu sein.
“Wir haben aus dem letzten Winter gelernt und Lagerbestände von Streusalz, Ausrüstung und Personal aufgestockt”, verspricht Danielle Frank vom zuständigen Ministerium.
Die Straßenbaubehörde habe über 19.000 Tonnen Salz auf Lager.
“Man weiß aber nie, was passieren kann”, fügte Danielle Frank dann aber noch hinzu.
 
So, wie im letzten Jahr, als der Winter kam.
Auch in diesem Jahr wird er also den Experten zufolge plötzlich kommen – und viel Schnee bringen.

Wahrscheinlich bereits Ende November.

Wer seine Winterreifen noch nicht am Auto hat, der sollte sich schleunigst darum kümmern.

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amelie1
231 Kommentare
Vor 9 Jahren

Naja, ist ja noch nicht vorbei der Winter.

Aber so langsam geht mir das Wetter draußen ziemlich auf den Senkel.

Und auf den Klimawandel kann man ja alles schieben.... sicher aber keinen Temperaturunterschied von 15 Grad von einem Jahr aufs andere.

Die Winde kommen halt gerade für winterliche Verhältnisse von der falschen Seite.
Aber stellt Euch mal vor, der Niederschlag der letzen Tage wäre als Schnee runtergekommen....