logo site
icon recherche
Gesellschaft

Pendleratlas zeigt kleinräumige Verflechtungen für ganz Deutschland

Knapp 1,3 Millionen Rheinland-Pfälzer wohnen nicht an ihrem Arbeitsort, müssen also pendeln.

Veröffentlicht par AymericHenniaux die 11/11/2022 | 422 Ansichten

https://www.grande-region.lu/portal/de/daten/beschaeftigung-und-arbeitsmarkt/beschaeftigung/grenzueberschreitende-berufspendler.

Rund 815.700 Personen arbeiten in der Verbandsgemeinde, verbandsfreien Gemeinde oder kreisfreien Stadt, in der sie wohnen. Wie viele Menschen in Deutschland von wo nach wo zur Arbeit fahren, zeigt der Pendleratlas, den die Statistischen Ämter der Länder heute veröffentlicht haben.

Im Jahr 2021 pendelten allein 89.770 Personen in die Landeshauptstadt Mainz. Davon kamen die meisten (11.483) über die Landesgrenze aus Wiesbaden; dahinter folgten Einpendelnde aus der Verbandsgemeinde Nieder-Olm (6.283) und der Verbandsgemeinde Rhein-Selz (5.766).

Rund ein Fünftel

Die drei größten Städte des Landes – Mainz, Ludwigshafen und Koblenz – vereinen gut ein Fünftel der Einpendelnden auf sich. Lediglich 34 der 170 Verwaltungseinheiten in Rheinland-Pfalz verzeichneten 2021 mehr Ein- als Auspendelnde, darunter 27 Städte. Die höchsten Einpendelüberschüsse hatten die kreisfreien Städte Koblenz (43.322), Ludwigshafen (38.377) und Mainz (34.659). Der größte Auspendelüberschuss zeigte sich in der Verbandsgemeinde Rhein-Selz (12.685).

Die Einpendelquote gibt Auskunft über den Anteil der Einpendelnden an allen Personen, die in der Verwaltungseinheit arbeiten. Spitzenreiterin war 2021 die Stadt Wörth am Rhein (83 %), gefolgt von der Verbandsgemeinde Offenbach an der Queich (79 %).

Lesen Sie auch: Über 250.000 Pendler

Die Verbandsgemeinden Dahner Felsenland (29 %) sowie Bitburger Land und Zell (Mosel) (jeweils 35 %) wiesen die niedrigsten Einpendelquoten auf. Die höchsten Auspendelquoten verzeichneten die Verbandsgemeinden Bad Kreuznach (85 %) und Zweibrücken-Land (85 %); die niedrigsten Auspendelquoten gab es in Trier (30 %) und der kreisfreien Stadt Kaiserslautern (36 Prozent).

Die Quote für Trier ist allerdings unterschätzt, da in der Pendlerrechnung für Rheinland-Pfalz derzeit keine Auspendelnden in das Ausland nachgewiesen werden. Aus der gesamten Region Trier pendelt jedoch eine erhebliche Zahl von Personen zur Arbeit nach Luxemburg.

Im Gegensatz dazu sind Einpendelnde aus dem Ausland in der Pendlerrechnung enthalten. Im Jahr 2021 hatten 7.701 Personen mit ausländischem Wohnsitz ihren Arbeitsort in Rheinland-Pfalz. Der größte Strom an Einpendlerinnen und Einpendlern mit einem Wohnsitz im Ausland geht von Frankreich nach Wörth am Rhein (1.110 Personen).

Lesen Sie auch: Kommt jetzt die Pendler-Quarantäne?

Pendeln ins Großherzogtum

250.000 Pendler überqueren täglich eine der Grenzen, um zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen. Der Hauptstrom der Grenzgänger pendelt nach Luxemburg ein, ca. 198.000 Einreisende, von denen 99.000 aus Lothringen kommen, und circa je 34.000 aus Deutschland und 45.000 aus Belgien.

Aus der benachbarten französischen Region Grand Est kommen inzwischen weniger Menschen zum Arbeiten nach Deutschland als noch vor gut 20 Jahren. In Forbach oder Metz wohnen, aber in Saarbrücken oder Luxemburg-Stadt arbeiten: Jeder Zwölfte in der ans Saarland grenzenden französischen Region Grand Est ist Grenzgänger.

Weitere Informationen bezüglich Pendeln in der Großregion finden Sie unter: grande-region.lu

 

Einmal in der Woche , Erhalten Sie den kostenlosen Newsletter von diegrenzgaenger.lu

Anderswo im Internet