icon recherche
Gesellschaft

Risikogebiet: Keine Ausnahmen für Luxemburger

Landrat fordert Einteilung Luxemburgs in Kantone statt eines pauschalen Ausweisens des ganzen Landes als Risikogebiet.

Veröffentlicht par Eddy Thor die 29/09/2020 | 2.101 Ansichten

Auch für Personen, die aus dem Großherzogtum kommen, wird das Land Rheinland-Pfalz keine Ausnahme bei den Regelungen für Risikogebiete machen.

Nicht schnell mal zum Shoppen nach Deutschland

Wer aus Luxemburg nach Rheinland-Pfalz reist und zuvor länger als 72 Stunden im Großherzogtum war, muss zunächst in Quarantäne und das örtliche Gesundheitsamt informieren.

Relevanter Artikel: Luxemburg wieder Risikogebiet – was jetzt wichtig ist

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) betonte am Montag: “Wir dürfen Länder wie Luxemburg nicht dafür bestrafen, dass sie sehr viel testen.”
Bei der Risikobewertung werde in den Bundesländern längst die Gesamtsituation betrachtet – das sollte auch im internationalen Vergleich stärker berücksichtigt werden.

Nachdem die Bundesregierung und RKI Luxemburg am Freitagabend erneut wegen anhaltend höherer Corona-Fallzahlen zum Risikogebiet erklärt hatte, gelten diese Regelungen mindestens bis Mitte Oktober.
Ab dem 15. Oktober hat der Bund eine Muster-Quarantäneverordnung angekündigt, um Einreisen aus Risikogebieten zu regeln.
Die Einstufung als Risikogebiet und die anschließende Reisewarnung erfolgen, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen die Marke von 50 Fällen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersteigt.

Landrat fordert Einteilung Luxemburgs in Regionen

Der Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm, Joachim Streit, bezeichnet die erneute Ausweisung Luxemburgs zum Corona-Risikogebiet als übertrieben. In einem Brief an Bundesaußenminister Heiko Maas heißt es Medienberichten zufolge, das führe im Eifelkreis und in der Grenzregion zu enormen Beeinträchtigungen.
Streit fordert Maas auf, die zwölf Kantone in Luxemburg wie deutsche Landkreise zu betrachten und je nach Fallzahlen die Risikogebiete auszuweisen.

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn versprach indessen in einem Interview mit dem Radiosender RTL, man werde weiter mit Berlin im Gespräch zu bleiben und mit Rheinland-Pfalz und dem Saarland spezielle Vereinbarungen zu finden.
„Wer nicht unbedingt nach Deutschland muss, der sollte das lieber lassen“, legte Asselborn den Bewohnern Luxemburgs nahe.

 

 

Zweimal die Woche , Erhalten Sie den kostenlosen Newsletter von diegrenzgaenger.lu

Anderswo im Internet