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Gesellschaft

Städte der Großregion: Bitburg punktet als Wohnort für Senioren

Wie gut schneidet Bitburg in Sachen „Senioren“ und „Baulandpreise“ im Vergleich zu anderen Kleinstädten ab? Zwei Studien zeigen: Besser, als man vielleicht denken mag!

Veröffentlicht par AymericHenniaux die 29/11/2022 | 251 Ansichten

Bitburg punktet laut Studien in puncto "Seniorenfreundlich", "Sicherheit" und "Baulandpreise"

Die Daten von rheinland-pfälzischen Städten wurden von zwei Studien erhoben und ausgewertet. Zwar ist die Stadtkasse, schenkt man offiziellen Stellen denn Glauben, eher leer als voll, das Bitburger Verkehrssystem gleicht eher Chaos als System und ächzt unter vielen Baustellen – und das ewige Projekt ‘Bit-Galerie’ (wir erinnern uns an dieses Chaos) steht noch immer nicht – rein gefühlstechnisch könnte es Bitburg besser gehen.

Allerdings trügt der Eindruck: zwei Studien des Fachmagazins Kommunal und des Datenspezialisten für digitale Standortanalysen Contor zeigen nämlich etwas ganz anderes: Bitburg ist auf einem ziemlich guten Weg und steht in einem Städtevergleich recht gut da. Untersucht wurden jeweils 897 deutsche Kleinstädte mit Einwohnerzahlen zwischen 10.000 und 20.000 Menschen.

Bitburg im vorderen Mittelfeld in Rheinland-Pfalz

Bei einer Analyse der erfolgreichsten Kommunen dieser Größe konnte Bitburg sich den 67. Platz sichern. Nur zwei rheinland-pfälzische Kleinstädte schafften es überhaupt unter die ersten einhundert: Vor Bitburg liegt Montabaur (Westerwaldkreis) auf Platz 14. Die Nachbarkreisstadt Wittlich liegt hier auf Rang 114.

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Die zweite Studie klopft die deutschen Kleinstädte auf ihr Potenzial als Seniorenparadies ab. Drei rheinland-pfälzische Kommunen konnten es hier auf einen der vorderen fünfzig Plätze schaffen: Während Bitburg Platz 42 belegt, zieht Wittlich hier vorbei und erkämpft sich Platz 34.

Beide Studien sind im Internet verfügbar und können unter contor.org heruntergeladen werden. Weitere Informationen im Internet unter kommunal.de.

Beide Analysen basieren nicht auf Befragungen oder Interviews, sondern ziehen ausschließlich Daten heran. Entweder seien die Kleinstädte so stark, dass sie zurzeit auch ohne besondere Dynamik erfolgreich seien oder sie sei aktuell so groß, dass die Kommunen insgesamt aktuell erfolgreich seien. „In vielen Fällen treffen auch beide Aussagen zu“, schreibt Erhardt.

‘Apropos Bit-Galerie’: Aktuelle Planung im Bauausschuss vorgestellt

Während in Sachen ‘Erfolg’ keine detaillierten Daten zu Bitburg vorliegen, da nur die ersten 50 wurden bei der Erhebung genauer vorgestellt werden, zeigt der Blick auf die Statistik der Seniorenparadiese die Vorzüge Bitburgs. „Insgesamt spielten 67 statistische Daten eine Rolle. Das beginnt bei der Anzahl von Senioren in einer Gemeinde. Denn auch ältere Menschen wollen Gleichgesinnte treffen. Dafür benötigen sie Begegnungsorte wie Restaurants oder Cafés.

Aber auch das Thema Sicherheit spielt eine besonders große Rolle, weshalb wir etwa die Zahl der Diebstähle und Überfälle in einer Stadt in das Ranking haben einfließen lassen“, erläutert Erhard in dem Fachmagazin für Verwaltung und Politik die Vorgehensweise. Aber auch die Gesundheitsversorgung und die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen spiele ebenso eine Rolle wie die reine Zahl der Seniorenheime.

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Baulandpreise sind in Bitburg optimal

Von den 67 betrachteten Faktoren kann Bitburg vierzehn Mal Werte aufweisen, die mehr oder weniger nah am Optimalwert liegen. Sehr gute Ergebnisse sind hier beispielsweise beim Punkt Baulandpreise zu beobachten, der mit dem Wert 98 angegeben wird – nur zwei Punkte entfernt vom Optimalwert.

Die Kriminalitätsrate wird mit 74 Punkten beziffert und schneidet damit ebenso gut ab wie der Wert der Insolvenzverfahren (78) oder auch der Wert für den Punkt Autobahn: Mit 93 Punkten liegt der fast im Optimalbereich von 100 Punkten. Das Daten stets trügerisch sein können, räumt auch Chefredakteur Erhardt ein: „Nun ist es logisch, dass sich anhand statistischer Daten immer noch die quantitativen Werte, nicht aber die Qualität etwa eines Seniorenheims direkt ablesen kann.“

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