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Gesundheit

Abbau der Bürokratie: bye bye gelber Zettel

Krankenscheine sollen bald der Vergangenheit angehören.

Veröffentlicht par Eddy Thor die 17/09/2019 | 2.762 Ansichten
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Jeder kennt ihn: den "Gelben Schein". Bald soll es ihn nicht mehr geben.(Foto: IKK)

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat angekündigt, den gelben Krankenschein in Papierform abschaffen zu wollen.

Er will damit Unternehmen entlasten, indem zum Beispiel kranke Arbeitnehmer nicht mehr einen Krankenschein einreichen müssen, sondern die Krankenkasse ihn direkt digital übermittelt.
“Überbordende Bürokratie belastet die Wirtschaft, hemmt Innovationen und schwächt den Wirtschaftsstandort Deutschland”, heißt es in Altmaiers Gesetzentwurf, der am 18. September im Bundeskabinett beschlossen werden soll.
Mit der Maßnahme kann Wirtschaft dem Politiker zufolge mindestens 1,1 Milliarden Euro pro Jahr sparen.

Aufwand mit Papier nicht mehr zeitgemäß

Auch der Arbeitnehmer würde maßgeblich entlastet.
“Arbeitnehmer müssen noch immer ihre Krankschreibungen bei ihrem Arbeitgeber in Papierform einreichen”, beschreibt das Wirtschafsministerium in dem Entwurf.
“Der damit verbundene manuelle Bearbeitungsaufwand ist angesichts der fortschreitenden Digitalisierung nicht mehr zeitgemäß.”

Weniger Konflikte

Auf diese Weise, so heißt es im Entwurf eines Bürokratieentlastungsgesetzes aus dem Haus von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), sollen auch Streitigkeiten zwischen Arbeitnehmern und ihren Vorgesetzten vermieden werden. Krankheitszeiten würden auf diese Weise lückenlos dokumentiert.

Diagnosen werden nicht weitergegeben

Vom Krankenkassenverband heißt es, der Arbeitgeber habe mit dem neuen Gesetz lediglich den Anspruch, sich die Dauer der Krankschreibung übermitteln zu lassen. Diagnosen würden nach wie vor nicht weitergegeben.

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Andre2000
5 Kommentare
Vor 3 Monaten

Und was kann man dann bei der CNS einreichen_

Seonaid
126 Kommentare
Vor 3 Monaten

Denke für Grenzgänger wird noch eine Lösung bekannt gegeben. Betrifft ja nicht nur Arbeitnehmer in Luxemburg. Aber da es im Verhältnis zum Rest der arbeitenden Republik nur wenige Grenzgänger gibt, müssen wir uns wohl noch etwas gedulden.