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Gesundheit

Krankenkasse: Keine Macht dem Stress

Entspannt ins Jahr: 30 Prozent bevorzugen Wellness – KKH rät zu moderatem Sport

Veröffentlicht par Eddy Thor die 08/01/2019 | 895 Ansichten

Trotz guter Vorsätze solle man sich im neuen Jahr nicht überfoedern.

Kaum ist der Weihnachtsstress vorbei, setzen sich viele Menschen erneut unter Druck – nicht nur mit der meist vielen Arbeit zum Jahresbeginn, sondern auch in punkto gute Vorsätze. Nach Festtagsmenüs und Alkoholkonsum zum Jahreswechsel heißt es jetzt abspecken, mehr Sport treiben, gesünder kochen, auf Alkohol verzichten. „Das sind alles gute Ziele“, sagt Oliver Brandt vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Göppingen. „Aber sie führen auch dazu, dass wir unseren Körper zusätzlich unter Stress setzen – gerade dann, wenn er am wenigsten leistungsfähig ist.“ Denn um den Energietank ausreichend zu füllen und Stimmungstreibstoffe wie Serotonin zu aktivieren, benötigt der Körper vor allem Sonnenlicht. Und das fehlt in den dunklen Monaten.

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH stört es 65 Prozent der 18- bis 70-Jährigen, dass sich im Winter die Tage durch die frühe Dunkelheit kürzer anfühlen. Rund jeder Zweite sagt außerdem, dass Sport im Freien im Winter weniger Spaß macht. Und dann kommt an den ohnehin schon gefühlt kürzeren Tagen häufig noch Stress im Büro hinzu, wenn die zwischen Weihnachten und Neujahr liegengebliebene Arbeit erledigt und das Jahr geplant werden soll. „Bewegung und Sport als Ausgleich sind auch im Winter wichtig“, betont Brandt. „Sie müssen aber nicht gleich Höchstleistungen bringen. Das führt nur zu Frustration.“ Der Jahresbeginn ist der falscheste Zeitpunkt, um Vollgas zu geben, denn hier prallen zu viele Stressfaktoren aufeinander. Wer also wirklich intensiver Sport treiben oder neue Aktivitäten testen will, sollte jetzt langsam beginnen und erst in ein paar Wochen so richtig loslegen, wenn der Körper leistungsfähiger ist.

Um Stress bei der Arbeit und im Alltag zu vermeiden, empfiehlt Oliver Brandt außerdem

  • ein gutes Zeitmanagement, sodass möglichst keine Überstunden notwendig werden.
  • ähnliche Aufgaben gebündelt in einem Zug abzuarbeiten. Multitasking ist nicht effektiver, sondern kostet eher noch mehr Zeit, denn: Wer ständig zwischen Aufgaben hin- und herwechselt, muss sich permanent neu hineindenken.
  • nicht alles selbst zu erledigen, sondern auch Aufgaben an Kollegen zu delegieren.
  • nach Feierabend abzuschalten, nicht noch von zu Hause aus berufliche E-Mails zu checken.
  • Freizeitstress zu vermeiden und Prioritäten auch bei privaten Terminen zu setzen.

„Stressbewältigungstechniken wie Yoga oder autogenes Training helfen außerdem, zur Ruhe zu kommen“, sagt Brandt. Gut tun darüber hinaus Saunagänge oder Massagen. Dies sagten übrigens auch knapp 30 Prozent der rund 1000 von Forsa Befragten. (Quelle: Kaufmännische Krankenkasse)

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