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Gesellschaft

RKI: Mehr Neuinfektionen, steigende Inzidenz

12.834 Neuinfektionen und eine Sieben-Tage-Inzidenz von 72,4: Seit mehreren Tagen melden die Gesundheitsämter in Deutschland steigende Zahlen - Südafrika-Mutation in der Großregion legt zu

Veröffentlicht par Eddy Thor die 12/03/2021 | 597 Ansichten

Angesichts einer beginnenden dritten Corona-Welle ruft das Robert-Koch-Institut (RKI) die Bürger zum weiteren Einhalten der Schutzmaßnahmen auf.
“Diese dritte Welle müssen wir gemeinsam so flach halten wie möglich”, sagt Institutschef Lothar Wieler am Freitagvormittag.

Die zunehmenden Infektionszahlen haben laut Robert-Koch-Institut nichts mit häufigeren Tests zu tun.
„Der Anstieg hängt nicht damit zusammen, dass mehr getestet wird“, sagt RKI-Chef Lothar Wieler.
„Es gibt keinen Hinweis, dass eine gesteigerte Testaktivität damit zusammenhängt.“ Er gebe mehr und größere Ausbrüche etwa in Kitas, was mit den ansteckenderen Virus-Mutanten in Verbindung stehen könnte.
Zudem zeige die wieder steigende Zahl der Intensivpatienten, dass sich das Virus tatsächlich stärker ausbreite.

“Infektionszahlen nicht akzeptabel”

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hält die aktuellen Infektionszahlen für nicht akzeptabel. “Die Fallzahlen haben sich seit einiger Zeit auf einem zu hohen Niveau eingependelt”, sagt Wieler.
Die Zahl der Infektionen gerade unter Jüngeren nehme zu. Es gebe wieder mehr Ausbrüche in Kitas, die Zahl der Intensivpatienten steige wieder leicht. Der Kampf gegen die Pandemie sei ein Marathon: “Wir befinden uns im letzten Drittel – und das ist bekanntermaßen besonders anstrengend. Auch weil jetzt noch ein Wettlauf mit den Varianten hinzugekommen ist.”

Erneute Geschäftsschließungen drohen

Aktuell liegt die Inzident in Rheinland-Pfalz bei 47,5.
Sollten die Zahlen wieder mehr als drei Tage am Stück über 50 liegen, so müssen dieGeschäfte wieder schließen.

Grafik: RLP

Südafrika-Mutation in der Großregion auf dem Vormarsch

Im Saarland erreicht der Anteil der in Südafrika festgestellten, aggressiveren Coronavirus-Mutante nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn einen Anteil an den Infektionen von bis zu 15 Prozent.
Diese Virus-Variante hatte sich zuvor in der grenznahen französischen Region Moselle ausgebreitet.

Gute Nachrichten für vierten Impfstoff

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat empfohlen, den Impfstoff von Johnson & Johnson zuzulassen.
Wenn die EU-Kommission sich dieser Empfehlung anschließt – was eine reine Formsache ist –, gibt es damit in Europa ab sofort einen vierten Corona-Impfstoff.
Er hat den Vorteil, dass er problemlos gelagert werden kann und nur eine Impfdosis erforderlich ist.

 

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