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Gesundheit

Trotz möglichem Herbst-Effekt: Corona-Infektionen nehmen ab

Die Infektionshäufigkeit in Luxemburg verlangsamt sich. Auch in der deutschen Grenzregion scheint die Dynamik der Pandemie zu stagnieren.

Veröffentlicht par AymericHenniaux die 02/11/2022 | 282 Ansichten

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Angesichts des Jahreszeitenwechsels hatten Experten vor einer neuen Infektionswelle gewarnt. Die aktuellsten Zahlen des luxemburgischen Gesundheitsministeriums zeigen jedoch, dass sich die Dynamik der Corona-Pandemie im Großherzogtum verlangsamt hat.

Der letzte Corona-Wochenbericht des Gesundheitsministeriums vom 27. Oktober macht Hoffnung auf eine abgeschwächte Dynamik in der Pandemie-Situation in Luxemburg.

Die Zahl der Personen, die zwischen dem 17. und 23. Oktober in Luxemburg positiv auf das Coronavirus getestet wurden, liegt bei 2.384 Fällen, gegenüber 2.855 Fällen in der Vorwoche, so der kürzlich veröffentlichte Wochenbericht vom Santé.

Auch die Zahl der derzeit an Corona erkrankten Personen im Großherzogtum ist zurückgegangen: Von 6.263 am 16. Oktober auf derzeit 5.729 aktive Infektionen. Gleichzeitig gibt auch die Zahl der geheilten Personen im Großherzogtum Anlass zur Hoffnung, dass der für diese Jahreszeit erwartete Anstieg der Infektionszahlen an Dynamik verliert: 294.158 Personen in Luxemburg gelten derzeit als geheilt, was einem Anstieg von 2908 geheilten Personen im Vergleich zur Vorwoche entspricht.

Zu beachten ist, dass die Zahl der im Land durchgeführten PCR-Tests von 10.063 in der Vorwoche auf 9.159 gesunken ist. Ein Fakt, der auch bei der Betrachtung der kürzlich vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Zahlen berücksichtigt werden muss.

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Santé vermeldet fünf neue Todesfälle

Trotz der optimistischen Entwicklung der Infektionssituation verzeichnete Luxemburg fünf neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen lag nach Angaben der Behörde bei 86 Jahren.

In den Krankenhäusern des Landes wurden 30 Neueinweisungen registriert. Das sind drei mehr als letzte Woche. Vier dieser Patienten müssen nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf der Intensivstation behandelt werden.

Damit liegt die aktuelle Inzidenzrate in Luxemburg bei 521 Fällen pro 100.000 Einwohner. Im Vergleich zur Vorwoche ging die Rate in allen Altersgruppen zurück, außer bei den 65- bis 69-Jährigen (+4 %), den 70- bis 74-Jährigen (+13 %), den 85- bis 89-Jährigen (+18 Prozent) und den über 90-Jährigen (+18 %).

Die niedrigste Inzidenzrate wurde bei den 0- bis 4-Jährigen verzeichnet (151 Fälle pro 100 000 Einwohner), während die höchste Rate in der Altersgruppe 90+ zu verzeichnen war (1 422 Fälle pro 100 000 Einwohner).

Wo infizieren sich die Menschen am häufigsten?

Die häufigsten Infektionen mit dem Coronavirus treten im Familienkreis auf. Nach wie vor sind Infektionen im Familienkreis die häufigste Quelle einer Corona-Infektion (20 %), gefolgt von Infektionen im Pflegebereich (9 %). 8 % der Menschen infizieren sich bei der Arbeit, während Freizeitaktivitäten 6 % der Infektionen ausmachen, ebenso wie Auslandsreisen. Der Anteil der nicht auffindbaren Infektionen steigt auf 42 %.

Laut dem jüngsten Bericht des LIST (Luxembourg Institute of Science and Technology) zeigen die zwischen dem 9. und 23. Oktober untersuchten Kontaminationswerte der 13 Kläranlagen des Großherzogtum eine “hohe Prävalenz” von Covid-19 im Abwasser.

Infektionsgeschehen in Deutschland

In Deutschland haben sich in letzter Zeit wieder mehr Menschen einer Corona-Auffrischungsimpfung unterzogen. Hier der aktuelle Stand (Mittwoch, 02. November) der COVID-19 Fallzahlen in Deutschland.

In Rheinland-Pfalz liegt die Zahl der Infizierten bei 1.649.585, im Saarland bei 460.246. Die 7-Tage-Inzidenz in RLP bei 240,4; im Saarland bei 331,0.

Sie ist zur Zeit in beiden Bundesländern am stagnieren.

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Da am Wochenende weniger Testungen, Labordiagnostik, Meldungen und Übermittlungen stattfinden, ist die Aussagekraft der tagesaktuellen Berichterstattung der Neuinfektionen am Wochenende und zu Beginn der Woche eingeschränkt. Am Wochenende ist die Übermittlung durch Gesundheitsämter gesetzlich nicht verpflichtend.

Da auch keine direkten Konsequenzen auf Landes- oder Bundesebene folgen, übermitteln zunehmend weniger Gesundheitsämter und Bundesländer an den Wochenenden. Tagesaktuelle Schwankungen sollten daher – insbesondere am Wochenende und zu Wochenbeginn – nicht überbewertet werden.

Für die Beurteilung des Verlaufs ist die Betrachtung des Wochenvergleichs zielführender. Eine ausführliche Bewertung der epidemiologischen Situation erfolgt jeden Donnerstag im Wochenbericht des RKI.

Außerdem stellt das RKI arbeitstäglich die 7-Tage-Inzidenzen nach Bundesländern und Kreisen sowie die 7-Tage-Inzidenzen für hospitalisierte COVID-19-Fälle nach Bundesländern im Excelformat zur Verfügung (www.rki.de/covid-19-inzidenzen) sowie eine Gesamtübersicht der pro Tag ans RKI übermittelten Fälle und Todesfälle.

Die Dashboard-Daten sind zudem im CSV-Format abrufbar unter Github.com

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