EU maßregelt Steueroasen – nur nicht die eigenen

Die EU-Finanzminister haben eine «schwarze Liste» von 17 Steueroasen verabschiedet. EU-Staaten wurden ausgeklammert. Das ruft Kritiker auf den Plan, die auch Luxemburg im Auge haben.

Die EU hat beschlossen, 17 Länder wegen ihrer Steuergesetzgebung auf eine Schwarze Liste zu setzen.
Diese täten aus EU-Sicht nicht genug, „um Steuerflucht zu bekämpfen".
Weitere 47 Länder befinden sich auf einer grauen Liste, darunter die Schweiz und Liechentstein.
Ursprünglich wurden 92 Länder und Gebiete als problematisch eingestuft.

Auf der schwarzen Liste gelandet sind folgende Staaten und Gebiete: Amerikanisch-Samoa, Bahrain, Barbados, Grenada, Guam, Republik Korea, Macau, Marshallinseln, Mongolei, Namibia, Palau, Panama, St. Lucia, Samoa, Trinidad und Tobago, Tunesien, Vereinigte Arabische Emirate.

Kritiker haben die schwarze Liste der EU-Staaten mit sogenannten Steueroasen als nicht ausreichend bezeichnet.
Der CSU-Europaabgeordnete Ferber warnte, wenn man glaubwürdig sein wolle, dürften nicht nur Drittstaaten auf der Liste stehen, sondern auch EU-Mitgliedsländer. Für ihn gehörten beispielsweise die britischen Überseegebiete zu Steueroasen.
Kritik kam auch von der Entwicklungsorganisation Oxfam. Die berüchtigtsten Steueroasen seien davongekommen, hieß es.
Gleich vier EU-Staaten gehören nach Einschätzung der Entwicklungsorganisation auf eine "Schwarze Liste" von Ländern, die Unternehmen und Privatpersonen beim Tricksen und Vermeiden von Steuerzahlungen helfen: Luxemburg, die Niederlande, Irland und Malta.
 

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