Armutsgefährdung, auch in Luxemburg

4.079 Euro. Klingt eigentlich nach gar nicht soviel Geld. Entsprechend der Ausgaben in Luxemburg gilt man mit weniger Geld im Monat als arm.

Die Armutsgrenze in Luxemburg liegt aktuell bei 4.079 Euro.
Diese Zahl hat die luxemburgische Statistikbehörde Statec jetzt veröffentlicht.

Soviel Haushaltseinkommen benötigt der Behörde zufolge ein im Großherzogtum lebendes Paar mit zwei Kindern, um anständig leben zu können.
Ein kinderloses Paar braucht monatlich 2.707 Euro, eine alleinerziehende Mutter mit einer 14-jährigen Tochter 2.724 Euro und erwachsener Alleinstehender benötigt pro Monat knapp 2.000 Euro.

Diese Schwellenwerte können als Mindesteinkommen (oder absolute Armutsgefährdungsschwelle) für ein menschenwürdiges Leben in Luxemburg angesehen werden.
Das menschenwürdige Mindesteinkommen (Referenzbudget) wird mit dem sozialen Mindestlohn plus Leistungen, der traditionellen Armutsgefährdungsschwelle und dem durchschnittlichen Haushaltskonsum verglichen.

Der größte Anteil des Haushaltseinkommens geht Statec zufolge für Wohnkosten drauf, also für Miete oder die Finnazierung des Eigenheims.

Mindestlohn nur bei zwei Einkommen ausreichend

Der derzeitige Mindestlohn reicht der Behörde zufolge übrigens nur für Paaren ohne Kinder und bei Familien mit zwei Kindern aus.
Alleinerziehende Mütter oder Väter und Singles haben durch den Mindestlohn in der REgel nicht genug Geld zur Verfügung.

 

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