Stressfaktor Pendeln: Wenn der Arbeitsweg krank macht

Grenzgänger verbringen viel Zeit auf dem Weg zur Arbeit und zurück nach Hause. Nicht jeder steckt das einfach so weg.

Pendler sind regelmäßig im Dauerstress. 
Ein kurzer Weg zur Arbeit und zurück ist ein Luxus, den nicht jeder hat.
Lange Wege zur Arbeit gehören auch für die meisten Grenzgänger nach Luxemburg zum Alltag.
Der Autofahrer leidet unter Baustellen und verstopften Autobahnen, Bahnfahrer unter Verspätungen und vollen Abteilen.
Die körperliche Reaktion ist die gleiche: Stress - und der schädigt auf Dauer den Körper.
Ob und wie stark sich Belastungen dadurch auf die Gesundheit auswirken, lässt sich jedoch beeinflussen.

Nicht zu knapp planen

Knapp aus dem Haus gehen um in Haaresbreite den Zug oder Bus zu erwischen, lässt den Tag schon mit einer Belastung beginnen: Der Cortisol-Anteil im Blut steigt (Cortisol ist ein Hormon, das vermehrt bei Stress ausgeschüttet wird, und führt unter anderem zu Übergewicht und Herzerkrankungen) und die Weichen sind schon frühmorgens auf Stress gestellt.
Zuallererst also heißt es: lieber mehr Zeit einplanen und gegebenenfalls etwas früher aufstehen.
Der Körper gewöhnt sich nach einer Weile daran.
Vielleicht ist es auch möglich, mit dem Arbeitgeber eine Gleitzeit zu vereinbaren.

Gesundes Essen

Der Körper verlangt insbesondere bei Stresssituationen nach Nährstoffen. Es geht zwar schnell, sich mal eben eine Currywurst oder einen Döner zu holen, aber auf Dauer reagiert der Körper auf diese Fehlernährung mit Schlappheit, Anfälligkeit für Krankheiten und Übergewicht. Besser: sich die Zeit nehmen, vielleicht schon am Vorabend Essen vorzubereiten.
Es reicht bereits ein Salat – das Dressing kann separat gepackt und erst vor dem Verzehr darübergegeben werden.
Auch wichtig: sich wirklich bewusst die Zeit zum Essen nehmen, auch wenn es auf der Arbeit stressig zugeht. Auszeiten wie diese laden Körper und Geist mit neuer Energie auf und vermeiden einen Burnout.

Bewegung nicht vergessen

Durch das Pendeln bleibt oft nicht genügend Zeit zum Sport machen – und der Körper befindet sich durch die Zeit im Auto beziehungsweise den öffentlichen Verkehrsmitteln und im Büro praktisch stundenlang in Sitzposition. Da empfiehlt es sich, entweder etwas früher aus Bus oder U-Bahn auszusteigen oder mit dem Auto etwas weiter entfernt zu parken.
Vielleicht gibt es eine besonders schöne Straße oder einen kleinen Park auf dem Weg zur Arbeit, worauf man sich jeden Tag schon ein bisschen freuen kann. Generell ist empfehlenswert, sich auch zwischen der Arbeitszeit zu strecken und zu dehnen.

Gegen Routine

Immer die gleichen Wege sorgen für geistige Abstumpfung: Die Synapsen im Gehirn bekommen keine neuen Anreize und Signale aus der Umgebung werden oft nicht mehr bewusst registriert.
Das kann insbesondere beim Autofahren eine Gefahr sein. Um gezielt aus der Routine auszubrechen reicht es schon, zweimal pro Woche eine andere Strecke zu benutzen. (Quelle: AS/SBK)

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