Musel1, 01/02/2018

Ist es richtig, nachdem ich den vorgeschlagenen Steuersatz akzeptiert hatte, nun auf der Lohnabrechnung wie folgt gerechnet wird:
Bruttolohn abzgl. Krankenkasse und Krankenkasse-Geldleist.und PK Anteil. Das dann aber noch der FD Freibetrag Kilometerp. abgezogen wird und dann von der Restsumme noch der vorgeschlagene Prozentsatz abgezogen wird? Ich dachte, alle Freibeträge wären mit in den Prozentsatz mit eingerechnet?! Mir bleiben obwohl verheiratet und alle Kriterien für Steuerklasse 2 erfüllt sind, bei einem Brutto von 3500€ ca. 230 € netto weniger wie vorher.
 info, 01/02/2018

Um diese Frage sachlich beantworten zu können muss die Einkommensangabe dazu, Einkommen vom Partner und evtl. eigenes Einkommen in Deutschland zB Miete usw.
 Musel1, 01/02/2018

Meine Frau arbeitet in einem Minijob 450€ und wir beziehen von einem Mieter 270€ Miete. Ansonsten zahlen wir noch an dem Haus ab.
 Luxi83, 01/02/2018

"Bruttolohn abzgl. Krankenkasse und Krankenkasse-Geldleist.und PK Anteil. Das dann aber noch der FD Freibetrag Kilometerp. abgezogen wird und dann von der Restsumme noch der vorgeschlagene Prozentsatz abgezogen wird? Ich dachte, alle Freibeträge wären mit in den Prozentsatz mit eingerechnet?! "

Hilfe! Wer soll da was verstehen? Bitte sortiere die Sätze nochmal, wenn es geht.
 TheDuke, 01/02/2018

Bitte teile doch einfach Deinen Steursatz mit um die Steuer errechnen zu können.
 Musel1, 02/02/2018

3,49 %
 kiwu2009, 02/02/2018

Und wieviel Steuer wird einbehalten?
Allein wenn 3,49 % aus 3500 € rechne komm ich nicht auf den Betrag.
Was steht denn auf der Abrechnung drauf und wann hast du die Steuerkarte abgegeben? Evtl, Steuerklasse 1 und nicht die %?
 Kurtis, 02/02/2018

Hi,

da stimmt was nicht: Gehe von FD (KM Freibetrag von 214,50) aus, verh., Kind im Haushalt.
Vorher 2018:
B: 3500
Rente: 280
KK: 107
PK: 42
Freibetrag 214,50
=> Steuern 90 EUR
CIS Steuerkredit: 48
Ergo Dein Netto: 3.029
Steuersatz somit 3,10 %

Wenn du nun 3,49 % hast:
B:3500
Rente 280
KK 107
PK 42
KEIN FD mehr
Individ St Satz von 3,49 % von 3113 (3500-280-107 Info: PK wird NICHT abgezogen)
Steuer: 108,64
zzgl CIS

ERGO: Knapp 20 EUR weniger netto
 Kurtis, 02/02/2018

Kein Kommentar hierzu? Seltsam ...
 Musel1, 02/02/2018

Hallo Kurtis, ich denke, Deine Rechnung ist richtig.
Wie geschrieben, hat man mir die FD 214,50 € nach KK und Rente auch abgezogen und dann noch die 3,49%. Ich werde das reklamieren. Danke!
 Kurtis, 02/02/2018

Hallo Musel1,

wie willst du das sehen, wenn keine FD mehr auf der Karte ist?
Auf der Karte darf ausschliesslich noch deine 3,49 % stehen, keine Steuerklasse und auch keine Freibeträge. Wie dann deine "ca.230 EUR weniger" zustande kommen, ist mir ein Rätsel
 Musel1, 02/02/2018

Auf der Karte ist kein FD mehr eingetragen, aber auf meiner Lohnabrechnung ist FD Freibetrag Kilometerp. mit 214,50 € ausgewiesen und wie geschrieben nach Abzug der Rente und KK vom Brutto zusätzlich abgezogen worden und von den restlichen 2900 € wurde dann noch die 3,49 % abgezogen = netto ca 2800 €
 Kurtis, 02/02/2018

Hi,
kann das echt nicht nachvollziehen.
Du hast ja schon grob die 3.500 Brutto geschrieben, ist ja auch kein Geheimnis, daher:
Liste mir mal bitte die einzelnen, aufgeführten Posten auf, sprich:
Brutto 3.500
Rentenvers.: X
Krankenvers: X
Pflege: X
CIS: X
Steuer: X

Dann bastel ich und rechne mal - irgendwas stimmt da absolut nicht

up to you
 Lambe, 05/02/2018

Hallo,
kann es evtl sein, dass du deine neue Steuerkarte erst gegen Mitte oder Ende Januar bei deiner Personalabteilung abgegeben hast und diese fuer Januar noch nicht beruecksichtigt wurde? Sprich Steuerklasse 1 angesetzt wurde. Bin mir zu 99% sicher, dass das der Fall ist.
Gruesse
 Kurtis, 05/02/2018

dann wären die steuerliche Belastung aber die Gleiche wie Dez. 2017 ...da keine Veränderung
 Musel1, 05/02/2018

Hallo Lambe: Ja richtig, die Karte kam, nachdem die Abrechnung erstellt war. Dennoch hatte der fiduciaire ja den richtigen Prozentsatz, aber den Kilometerfreibetrag separat ausgewiesen, obwohl ja alle Freibeträge da mit eingerechnet sein sollen.
 Lambe, 06/02/2018

ich gehe davon aus, dass du im Dez 17 noch ganz normal Steuerklasse 2 hattest. Im Januar 18 hat deine Personalabteilung aufgrund der fehlenden Steuerkarte Steuerklasse 1 angesetzt.
 Kurtis, 06/02/2018

oder so - richtig.
Dennoch nicht korrekt, da die Fid. eigentlich angehalten wurden, den Vorjahresstatus beizubehalten, solange keine neue Karte da ist
 Musel1, 08/02/2018

Gesamtbrutto: 3502,09
-KKBeitrag: 98,06
-KKGeldlst. 0,250 % =8,76 €
-PK Leistung = 280,17 €
-FS Kilometerpauschale = 14,50 €
ist dann gleich: 2900,80 €

Davon 3.49% abgezogen= 315,50 €
ergibt netto= 2799,80

Danach noch Pflegevesicherung angerechnet auf 3002,44 € = 5,44 €
Auszahlung = 2805,04
 Kurtis, 08/02/2018

Hallo Musel1,

also: du hast bei Fahrtkosten 14,50 angegeben aber sicher 214,50 gemeint, daher:
Du bist nach „altem System“ in der Steuerklasse 1 ohne Kinder versteuert worden.

geh auf www.calculatrice.lu ,wähle DE als Sprache, gib deine Werte ein und „Voila“: Deine Abrechnung 1:1✌
=> wie auch Lambe schon richtig vermutet hat
 NorisChuck, 09/02/2018

Musel1, vor 13 Stunden Zitieren | Bearbeiten | Missbrauch melden

"Gesamtbrutto: 3502,09
-KKBeitrag: 98,06
-KKGeldlst. 0,250 % =8,76 €
-PK Leistung = 280,17 €
-FS Kilometerpauschale = 14,50 €
ist dann gleich: 2900,80 €

Davon 3.49% abgezogen= 315,50 €
ergibt netto= 2799,80 "

Seit wann sind 3,49% von 2900,80 denn 315,50 ??
3,49% sind €101,24...DAS IST DER FEHLER, die haben nicht 3,49% abgezogen sondern 10,9% !
(Das es mehr als 10% sind ist doch augenfällig!)

Ab in die Personalabteilung (sorry, heißt ja heute "HR") und reklamieren.
 Largo1, 03/03/2018

Hallo, ich hänge mich mal hier dran, weil ich eine damit verwandte Frage habe.

Im Vorfeld der Steuerreform 2018 hatte ich mich 2017 für den von der lux. Steuerverwaltung vorgeschlagenen Steuersatz von 13,44% entschieden und das entsprechende Formular zurückgeschickt. Ich habe vor kurzem eine entsprechende Steuerkarte erhalten und beim Arbeitgeber abgegeben. Das wird auch bei der Lohnabrechnung berücksichtigt. So weit alles ok.

Nun habe ich mich zunächst gewundert, dass keine FD mehr (bisher 214,50) auf der Lohnabrechnung stehen, was ja aber offenbar ok ist, wie ich hier nachgelesen habe: http://www.wonnebauer.de/cms/index.php?id=239 Das heißt ja dann, die FD sind im Steuersatz normalerweise mit drin. Sollte jedenfalls. Allerdings kann ich mich nicht daran erinnern, dass ich das irgendwo explizit beantragt habe.

Was ich nach wie vor nicht verstehe, ist, dass ich am Monatsende in 2018 nun zirka 140 Euro weniger netto habe als 2017 bei annähernd gleichem Brutto (11 Euro mehr Brutto). Laut Gehaltszettel ist der Unterschied allein durch die Einkommensteuer verursacht, die entsprechend höher ist.

In den vergangenen Jahren habe ich immer in Lux eine Einkommensteuererklärung gemacht und so 300-400 Euro p.a. zurückbekommen. Wenn nun der eingangs erwähnte Satz von 13,44 % auf Basis meiner persönlichen Situation (Einkommensteuererklärungen) ermittelt wurde, warum zahle ich dann jetzt mehr Steuer und bekomme weniger Nettolohn?

Kann mir das vielleicht jemand erklären? Selbst wenn irgendwie die 214,50 FD nicht in den 13,44 % berücksichtigt worden wären, würde das doch nicht so eine Unterschied ausmachen, oder?

Grüsse,

Largo1
 Luxi83, 03/03/2018

Du bekommst weniger Netto, weil sich dein Steuersatz erhöht hat. Dieser hat sich erhöht, weil deine Einkünfte in Deutschland und die Einkünfte deiner Frau zur Berechnung deines persönlichen Steuersatzes herangezogen wurden.
Wenn du jetzt sagst, dass deine Frau kein Einkommen hat und du kein Einkommen in Deutschland hast, dann ist dein Steuersatz falsch.
 info, 04/03/2018

@Largo1
Warum hast du dem Finanzamt denn nicht den Steuersatz aus deiner letzten Steuererklärung vorgeschlagen?
 DrPepper85, 04/03/2018

@Largo1: Bekommst Du Dein Gehalt linear über 12 Monate oder gibt es außerperiodische Sonderzahlungen (Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Boni, 13./14. Monatsgehälter)? Hier war es in der Vergangenheit so, dass diese Zahlung höher besteuert wurden als die regulären Monatsgehälter. Das gleicht sich durch die Anwendung des Prozentsatzes aus. => weniger Netto monatlich, mehr Netto bei Sonderzahlungen
 Largo1, 11/03/2018

@Luxi83 OK, dann wurden vermutlich in den Steuersatz, der mir von der Steuerverwaltung vorgeschlagen wurde die Einkünfte meiner Frau in D einbezogen, aber nicht die Ausgaben, die wir regelmäßig absetzen.

@Info Ich dachte der mir vorgeschlagene Steuersatz sei bereits dieser Steuersatz, also basierend auf meinen Einkommensteuererklärungen.

@DrPepper85 OK

@alle Danke für eure Antworten. Ich werde das mal beobachten.
 info, 11/03/2018

@Largo1
Nimm dir bitte deinen letzten Lohnsteuerbescheid und Check welchen Prozentsatz du hattest, dann schau auf den Vorschlag den du bekommen hast. Der Vorschlag ist sicherlich höher als das was real bei der letzten Steuererklärung raus gekommen ist. Beim Vorschlag werden halt vom FA nicht alle Punkte berücksichtigt und das können die mit der Personaldecke auch nicht leisten. Hier hilft nur ein eigener Gegenvorschlag.
 Largo1, 10/06/2018

@info Auf den Gehaltsabrechnungen 2018 steht nun als taux 13,44. Und im letzten mir vorliegenden Steuerbescheid mit Erstattung, das ist der fürs Jahr 2016, steht als taux 13,95. Der Prozentsatz ab 2018 wurde mir auf Basis des 2016er Steuerbescheides vorgeschlagen. / Zur Erinnerung nochmal mein Problem: Das Netto 2018 ist ungefähr um 140 Euro niedriger als 2017 - bei annährend gleichem Brutto. Ich verstehe es immer noch nicht. Falls du es verstehst, erkläre es mir bitte.

Inzwischen liegt mir auch der Steuerbescheid für 2017 vor. Darin steht: "Eine Veranlagung der Einkommensteuer findet nicht statt, da ihr Einkommen die vom Gesetz vorgesehenen Veranlagungsgrenzen nicht überschreitet." Ich vermute das liegt daran, da auf Seite 3 der Steuererklärung in Luxemburg für 2017 nur 88 Prozent herauskam und der 157 LIR nicht angewendet wird.
 info, 10/06/2018

Damals hättest du nachzahlen müssen und das war nicht vorgesehen, jetzt gilt der eigentlich richtige Steuersatz.
 Largo1, 11/06/2018

Für 2016 habe ich aber bei der Steuererklärung sogar Geld zurückbekommen - beim Prozentsatz von 13,95. Für 2018 wurde dann davon ausgehend der Satz 13,44 vorgeschlagen. Das habe ich akzeptiert. Nun erhalte ich 2018 aber - für mich unverständlich - monatlich weniger Netto als 2016 - bei nahezu unverändertem Brutto.
 info, 11/06/2018

Dann rechne doch einfach mal aus ob du jetzt tatsächlich die 13.44% Steuern zahlst.
 kiwu2009, 11/06/2018

Heute sind in den 13,44 schon die Fahrtkosten und sonstige Abzüge mit eingerechnet.
Zusätzlich wird das Weihnachtsgeld auch nur mit 13,44 % belastet und nicht wie früher mit einem höheren Satz.
 LuxusFux, 11/06/2018

m.E. liegt das daran, dass bei der Erklärung 2016 der Prozentsatz auf das zu versteuernde Einkommen nach allen Abzügen (Zinsen etc.) angewendet wurde. Wendest man diesen Satz jetzt auf Brutto ./. Sozialabgaben an, kommt natürlich eine höhere Steuerlast heraus. Das ist ein Fehler in der Systematik der Ermittlung des Satzes.
 Largo1, 12/06/2018

@info. 2018er Gehaltszettel: "Imposable" multipliziert mit dem Steuersatz ergibt genau den abgezogenen Betrag für "Impot". Rechnerisch ist da nichts falsch. Ich zahle also tatsächlich jeden Monat die 13,44% Steuern.

@kiwu2009 Tatsächlich wird das Weihnachtsgeld bzw der dreizehnte Monat seit 2018 auch nur mit 13,44% besteuert. Das war mir bislang gar nicht aufgefallen. Vorher waren das bei mir zirka 30%. Danke für den Hinweis.

@LuxusFux Der Satz von 13,44% wurde mir irgendwann letztes Jahr vorgeschlagen, auf Basis meiner Einkommenssteuererklärung für das Jahr 2016. Darin hatte ich zusätzlich zu meinem Gehalt in Lux das geringe Gehalt meiner Frau in Deutschland angegeben und ein paar Versicherungen steuerlich abgesetzt. Ich bekam daraufhin vom Finanzamt ein paar Hundert Euro erstattet und laut Einkommenssteuerbescheid lag der Steuersatz für 2016 bei 13,95% - nachdem 2016 jeden Monat 13,26% Lohnsteuer einbehalten worden waren. Das Montasgehalt war damlals etwas geringer als 2017 und 2018.

Was ich nun nicht verstehe: bei annährend gleichem Gehalt 2017 und 2018 zahle ich mit den 13,44% nun seit Anfang 2018 monatlich mehr Lohnsteuer als 2017. Auch wenn der Unterschied nun geringer ausfällt, nachdem ich den Einwand von @kiwu2009 berücksichtigt habe. Ist die verbleibende Differenz dadurch zu erklären, dass quasi das geringere gehalt meiner Frau aus dem jahr 2016 irgendwie in die 13,44% eingezogen wurde, dass also unterstellt wird, dass dies 2018 wieder ähnlich hoch ist?

Dann müsste sich das ja mit der Steuererklärung 2018 wieder korrigieren lassen, sofern das Gehalt meiner Frau nicht über 13000 Euro liegt und der 157er keine Anwendung findet. Stimmt das so?
 info, 13/06/2018

@Largo1

"Eine Veranlagung der Einkommensteuer findet nicht statt, da ihr Einkommen die vom Gesetz vorgesehenen Veranlagungsgrenzen nicht überschreitet."
Das ist was anderes, Luxemburg hat eine Grenz ab der eine Einkommensteuererklärung gemacht werden muss und die liegt deutlich über 100.000 Euro im Jahr

"Dann müsste sich das ja mit der Steuererklärung 2018 wieder korrigieren lassen, sofern das Gehalt meiner Frau nicht über 13000 Euro liegt und der 157er keine Anwendung findet. Stimmt das so?"

Die Steuererklärung muss ja eh per Gesetz gemacht werden und ja, da kommt dan der finale Steuersatz raus der gezahlt werden muss. Hier kann es aber im Gegensatz zu früher auch eine Nachzahlung geben.
Die 13000 sind jedoch nur wichtig wenn der Grenzgänger selbst noch Einkommen aussserhalb von Luxemburg hat, die haben mit dem Einkommen der Frau nichts am Hut.

Allerdings habe ich keine Idee wie rechnerisch monatlich 140Euro weniger raus kommen sollen wenn die % Sätze richtig sind.
 TheDuke, 13/06/2018

Das kommt daher dass zur Ermittlung des Steuersatzes das Urlaubs und Weihnachtsgeld mit herangezogen wurde. Hier wird nicht der höhere Satz in Ansatz gebracht sondern der Individuelle. Somit zahlt man hier bedeutend weniger Steuer.
 info, 13/06/2018

Das wären aber 12 x 140 Euro = 1680 Euro und immer daran denken, Urlaubs und Weihnachtsgeld wird ja weiterhin besteuert. Denke nicht das es eine Erklärung ist, da ja wohl tatsächlich die 13.44% einbehalten werden und angeblich waren es ja vorher 13.26% genau die 140 Euro weniger im Monat.