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Mobilität

Alternative Fortbewegung: so soll Grenzgängern das Umsteigen auf den Bus erleichtert werden

Wie bekommt man Pendler dazu, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen? Mit Ladestationen für E-Autos und E-Bikes an den Knotenpunkten……

Veröffentlicht par AymericHenniaux die 24/11/2022 | 497 Ansichten

An Knotenpunkten sollen 'Multimodale Mobilitätshubs' entstehen.

So sollen Verkehrsteilnehmer dazu bewegt werden, ihr Fahrzeug stehenzulassen und auf Bus oder Bahn umzusteigen. Knotenpunkte mit entsprechender Ausstattung sollen dabei helfen. Hier erfahren Sie, wo sie im Kreis Trier-Saarburg geplant.

Auto an Auto an Auto…

Mehr als 200.000 Menschen pendeln für die Arbeit regelmäßig nach Luxemburg. 12.500 sollen es laut Trierer Jobcenter allein aus dem Kreis Trier-Saarburg sein. Da viele von ihnen mit dem Auto unterwegs sind, führt dies zu Staus in den Spitzenzeiten.

Der grenzübergreifende Arbeitskreis Mobilität der ‘Leader’-Regionen Moselfranken (Verbandsgemeinden Saarburg-Kell, Konz und Trier-Land) und Miselerland (Luxemburg) beschäftigt sich mit der Frage, wie der motorisierte Pendelverkehr generell verringert werden können (‘Leader’ ist ein Maßnahmenprogramm der EU, mit dem innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden.)

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Doch wie sollen Autofahrer dazu gebracht werden, auf den öffentlichen Personennahverkehr umzusteigen?

Eine vom Arbeitskreis ins Auge gefasste Lösung besteht darin, Umsteigepunkte einzurichten, die die verschiedenen Mobilitätsformen Bus, Bahn, Fahrrad und Auto bündeln. Sie sollen dazu führen, dass der Öffentliche Personen Nahverkehr (ÖPNV), der in Luxemburg seit 2020 für Mitfahrer kostenlos ist, besser genutzt wird. Auf Neudeutsch werden diese Knotenpunkte Multimodale Mobilitätshubs genannt.

Welche Standorte eigenen sich als Verkehrsknotenpunkte für Luxemburg-Pendler?

Die beiden ‘Leader’-Regionen Moselfranken und Miselerland haben im Juli 2021 gemeinsam mit dem Entwicklungskonzept Oberes Moseltal (dort arbeiten die Landesplanungen Luxemburg, Rheinland-Pfalz und Saarland zusammen) eine Studie in Auftrag gegeben zur Frage der potenziellen Standorte in der Grenzregion.

Ergebnis: Sieben Standorte kommen in die nähere Auswahl. Laut Matthias Faß von der Geschäftsstelle der Lokalen Aktionsgruppe Leader (LAG) Moselfranken sind dies Newel, Merzkirchen, Trierweiler-Sirzenich Gewerbe, Kreuz Konz, Mertert, Saarburg Bahnhof und Welschbillig-Helenenberg. Die besten, kurzfristigen Umsetzungschancen haben laut Studie die Standorte Merzkirchen und Newel.

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Was zeichnet Merzkirchen als Standort aus?

Merzkirchen eignet sich laut Studie deshalb als Standort des Knotenpunkts, weil es an der Verkehrsachse Richtung Luxemburg liegt; die L 134 (von Merzkirchen zur B 419 bei Wincheringen) und die L 132 (von Saarburg über Merzkirchen zur B 419 bei Palzem) führen durch den Ort in diese Richtung. Zudem hält der Bus von Saarburg nach Luxemburg (Linie 305) im Ort.

Wieso eignet sich Newel als Verkehrsknotenpunkt?

Laut Geschäftsstelle der LAG Moselfranken bündeln sich im zentral in der VG Trier-Land gelegenen Ort die Verkehrsströme aus dem Kylltal, Sauertal sowie von Bitburg in Richtung Trier und Luxemburg. Durch die Nähe zur Bundesstraße B 51 und Landesstraße L 42 könnten Pendler frühzeitig abgefangen werden. Zudem wird die Bushaltestelle „Newel, B 51“ von den Buslinien 420 (von Trier über Newel nach Irrel), 400 (von Trier über Newel nach Bitburg) und 264 (von Hohensonne über Newel nach Butzweiler) angefahren.

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