logo site
icon recherche
Mobilität

Anbindung von Trier nach Luxemburg

Der Ausbau der Strecke und der Bau der neuen Bahnstationen soll "zügig" gehen - und die ersten Züge dann Ende 2024 fahren... dennoch: Viele Grenzgänger könnten profitieren.

Veröffentlicht par Eddy Thor die 27/10/2021 | 2.312 Ansichten

Foto: Stadt Trier

In Zukunft sollen wieder Personenzüge auf der Trierer Weststrecke fahren.

Planfeststellungsbeschluss liegt vor

“Den Ausbau der Strecke inklusive dem Bau der fünf neuen Bahnstationen sowie der zwei neuen Eisenbahnbrücken werden wir jetzt zügig vorantreiben”, kündigte der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Rheinland-Pfalz und das Saarland, Klaus Vornhusen, am Montag in Trier an.
Die Baukosten würden auf mehr als 60 Millionen Euro geschätzt – seit Juni liege der Planfeststellungsbeschluss vor.
Bisher wird die Strecke für den Güterverkehr genutzt.

Der derzeitige Zeitplan sieht vor, dass die Bauarbeiten für fünf neue Haltepunkte, zwei neue Brücken, ein 1,7 Kilometer langes Überleitungsgleis zwischen Ehrang und Biewer und Schallschutzwände auf einer Gesamtlänge von 1,5 Kilometern 2023 starten.
Die Inbetriebnahme der Strecke soll bis Ende Dezember 2024 erfolgen.

Geplant ist, die Weststrecke Trier mit zwei Linien zu bedienen: Die Regionalbahn (RB) 83 pendelt von Montag bis Samstag stündlich zwischen Wittlich und Luxemburg-Stadt, wo sowohl der Hauptbahnhof als auch die Station Rote Brücke bedient wird.
Berufspendler gelangen von dort per Schrägaufzug und Tram zu ihrem Arbeitsplatz auf dem Kirchberg.
Die Fahrtzeit ab Trier-West beträgt voraussichtlich 55 Minuten.
Die RB 84 fährt täglich im Stundentakt vom Haltepunkt Trier-Hafenstraße nach Saarburg, wobei einige Züge in Nebenverkehrszeiten bereits in Konz enden.
Über Wittlich und Konz hat die Trierer Weststrecke zudem Anschluss an die Regionalexpress-Züge nach Koblenz und Saarbrücken/Mannheim.

Fünf Haltestellen für Trier

Für die Stadt Trier und das Baudezernat steht nun die Umfeldplanung der neuen Haltepunkte Hafenstraße (Ehrang), Pallien, Trier-West, Euren und Zewen ganz oben auf der Agenda.
Es soll dort barrierefreie Bushaltestellen und hochwertige Radabstellanlagen sowie Radservice-Punkte geben.

  • Hafenstraße
    Südlich der Eisenbahnunterführung Hafenstraße entsteht der Haltepunkt, der den bestehenden Bahnhof Ehrang ersetzt und die Trierer Ost- und Weststrecke zusammenführt. Der Bahnsteig wird über eine Treppe und einen Aufzug von der Hafenstraße aus erreichbar sein, in der Nähe des Haltepunkts sind Abstellplätze für Fahrräder, eine Park-and-Ride-Station mit 30 Stellplätzen und eine neue Bushaltestelle geplant. Ein beleuchteter Fußweg führt zum Schulzentrum Mäusheckerweg. Die Bahnunterführung wird saniert.
  • Pallien
    Aufgrund von Höhenunterschieden und engen Platzverhältnissen ist die Erschließung des direkt an der Kaiser-Wilhelm-Brücke gelegenen Haltepunkts sehr aufwendig. Von der Brücke gelangen die Fahrgäste per Aufzug oder Treppe direkt auf den unterhalb gelegenen Bahnsteig. Weitere Zugänge gibt es vom Moselradweg und von der Bonner Straße. Die Bushaltestellen am Brückenkopf werden neu angeordnet. Außerdem plant die Stadt, auf der Verkehrsinsel zwischen Bitburger und Bonner Straße einen Fahrradservicepoint einzurichten.
  • Trier-West
    Der Haltepunkt befindet sich am Benedikt-Labre-Haus in der Nähe der Römerbrücke. Im Rahmen der Umgestaltung des Knotenpunkts Aachener/Luxemburger Straße (westlicher Römerbrückenkopf) entsteht auch ein neuer Zugang zum Haltepunkt. Zum zweiten Gleis gelangen die Fahrgäste über eine Fußgängerüberführung.
  • Euren
    Hier werden die jeweils 170 Meter langen Bahnsteige versetzt angeordnet, einer westlich und einer östlich der Eisenbahnstraße. Der westliche Bahnsteig erhält einen neuen Zugang von der Straße In den Särken. Östlich ist ein neuer Park-and-Ride-Platz mit Fahrradbügeln und 60 Stellplätzen für Autos geplant.
  • Zewen
    Auch hier ist eine versetzte Anordnung der Bahnsteige beidseits der Kantstraße geplant. Eine zusätzliche Erschließung erfolgt über die Fröbelstraße. Abstellplätze für Fahrräder und ein barrierefreier Ausbau der vorhandenen Bushaltestelle runden die Umfeldmaßnahmen in Zewen ab.
Grafik: Stadt Trier

Ursprünglich hätte die Strecke längst wieder befahrbar sein sollen.
Aufgrund weiterer Planungen wurde ein Start der Bauarbeiten aber immer wieder verschoben.

 

Zweimal die Woche , Erhalten Sie den kostenlosen Newsletter von diegrenzgaenger.lu

Anderswo im Internet