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Mobilität

Aus für den Moselaufstieg?

Die Ampelkoalition will den Bundesverkehrswegeplan 2030 überprüfen und ihn durch den neuen Bundesverkehrswege- und -mobilitätsplan 2040 ersetzen.

Veröffentlicht par Eddy Thor die 25/11/2021 | 1.164 Ansichten

Am Mittwochnachmittag hat die neue Regierungskoalition ihren Koalitionsvertrag präsentiert.
Auch bei der Besetzung der Ministerien gab es noch Änderungen.
So wird in den nächsten Jahren das Bundesverkehrsministerium in der Hand der FDP liegen.
Ursprünglich waren dafür eigentlich die Grünen vorgesehen.

Dennoch wollen die Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP den 2016 verabschiedeten Bundesverkehrswegeplan 2030 unter ökologischen Gesichtspunkten und unter Beteiligung von Umweltverbänden erneut auf den Prüfstand stellen.

Der Bundesverkehrswegeplan 2030 wurde 2016 vom Kabinett beschlossen und stellt die verkehrspolitischen Weichen für die nächsten 10 bis 15 Jahre auch im Straßenbau.

“Prioritäten bei der Umsetzung des geltenden Bundesverkehrswegeplan”

“Dazu werden wir parallel zur laufenden Bedarfsplanüberprüfung einen Dialogprozess mit Verkehrs-, Umwelt-,
Wirtschafts- und Verbraucherschutzverbänden starten mit dem Ziel einer Verständigung über die
Prioritäten bei der Umsetzung des geltenden Bundesverkehrswegeplan”, heisst es im Wortlaut im Koalitionsvertrag.

Eines der Umstrittensten Bauprojekte in der Region und Bestandteil des Bundesverkehrswegeplans 2030 ist der Moselaufstieg.
Die Westumfahrung bei Igel in Verbindung mit einer neuen Moselbrücke bei Konz könne unter anderem dafür sorgen, dass deutlich weniger Autos von Konz über das Moselufer durch Trier fahren.
Außerdem könnte der Raum Saarburg mit dem Moselaufstieg besser ans Autobahnnetz angeschlossen werden.
Im Bundesverkehrswegeplan v2030 ist das Bauprojekt als „vordringlicher Bedarf“ eingestuft.
Dafür hat der Bund Investitionen in Höhe von über 60 Millionen Euro vorgesehen.

Relevanter Artikel: Kreistag stimmt für Moselaufstieg

Kritiker befürchten durch den Bau der Trasse allerdings einen zu großen Einschnitt in die Natur.
KlimaaktivistInnen hatten in dem bedrohten Waldstück sogar Baumhaus-Plattformen errichtet und diese besetzt.

Die Ampelkoalition wil nun “auf Basis neuer Kriterien einen neuen Bundesverkehrswege- und -mobilitätsplan 2040 auf
den Weg bringen.”
Überflüssige oder unter Umweltgesichtspunkten besonders schädliche Projekte könnten gestrichen werden.
Die Realisierung des, auch für viele Grenzgänger wichtigen Moselaufstiegs, steht nun also  – wieder – auf der Kippe.

Eine umfangreiche Diskussion zu dem Thema gibt es hier im Forum auf diegrenzgaenger.lu!

 

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