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Mobilität

“Autogipfel”: Milliarden Euro für die E-Mobilität

75 Prozent aller Tankstellen sollen ab 2026 über Schnellladesäulen verfügen. Die Prämie für die Anschaffung eines E-Autos wird verlängert.

Veröffentlicht par Eddy Thor die 18/11/2020 | 308 Ansichten

Mit neuen Milliarden-Hilfen für die Autoindustrie soll der Wandel zur E-Mobilität schneller vorangebracht werden.
Beim virtuellen “Autogipfel” am Dienstagabend mit Vertretern der Autoindustrie, Landespolitikern und Gewerkschaftern hat Bundeskanzlerin Angela Merkel der kriselnden Automobilbranche weitere drei Milliarden Euro zugesagt – insgesamt sind es damit jetzt fünf Milliarden Euro.

Ziel: 75 Prozent aller Tankstellen mit Schnelladefunktion

Ziel der Bundesregierung ist, Schnellladepunkte an Tankstellen so auszubauen, dass bis Ende 2026 drei von vier Tankstellen über diese Technik verfügen.
“Je schneller ein flächendeckendes Ladenetz entsteht und aus erneuerbaren Energien gespeist wird, desto mehr Kundinnen und Kunden werden sich für Elektroautos entscheiden”, betonte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der an der Videokonferenz teilgenommen hat.

Am Ziel von 72.000 öffentlichen Ladepunkten hält die Regierung fest, derzeit sind es dem Energieverband BDEW zufolge gut 33.000.
Im Beschlusspapier heißt es: “Die Bundesregierung erwartet dazu von der Automobilindustrie bis Ende 2021 einen signifikanten Beitrag der zugesagten 15.000 öffentlich zugänglichen Ladepunkte.”

Prämie verlängert

Um noch mehr E-Autos auf die Straßen zu bringen, war die bestehende Kaufprämie, der sogenannte Umweltbonus, über eine “Innovationsprämie” bereits deutlich erhöht worden.
Dadurch können Autokäufer einen Zuschuss von bis zu 9000 Euro bekommen.
Dafür verdoppelt der Bund seinen Anteil am Bonus, der eigentlich zur Hälfte auch von Herstellern gezahlt wird.
Diese erhöhte Prämie war vorerst bis Ende 2021 geplant und soll nun bis Ende 2025 laufen.
Dafür gibt der Bund bis zu eine Milliarde Euro zusätzlich.

 

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