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Mobilität

Diesel oder Benzin? EU-Kraftstoff-Kennzeichnung ab 2019

Die Europäische Kommission hat eine einheitliche EU-Kraftstoff-Kennzeichnung beschlossen. Denn gerade im Ausland stellt sich oft die Frage, was denn nun Benzin oder Diesel in der jeweiligen Landessprache heißt.

Veröffentlicht par Eddy Thor die 31/12/2018 | 1.174 Ansichten
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Zapfpistolen mit der neuen, zusätzlichen Kennzeichnung gemäß DIN EN 16942 „E10“ und „B7“

Benzin oder Diesel? Diese bedeutsame Frage stellt sich dem Autofahrer oft auf der Tankstelle -einerseits am Einfüllstutzen eines eben mal schnell ausgeliehenen und deshalb unbekannten Fahrzeuges und andererseits beim Anblick des großen Arsenals unterschiedlich beschrifteter Zapfpistolen. Ein Fehlgriff bzw. eine Fehlbetankung hat grundsätzlich ungute Folgen: Mindestens bleibt der Motor stehen und bei modernen Dieselfahrzeugen kann auch die empfindliche Einspritzanlage kostspieligen Schaden nehmen.

Leider schützen nicht alle Autohersteller ihre Kunden mit einem wirksamen Fehlbetankungs-schutz im Einfüllstutzen, der das Einführen einer falschen Zapfpistole verhindert. Zudem sind bei vielen Fahrzeugen die Angaben zur verwendbaren Kraftstoffsorte in den Bedienungsanleitungen und Tankklappen wenig hilfreich oder sie fehlen.

Des Weiteren verwirren Mineralölgesellschaften ihre Kunden durch wunderliche Sortenbezeichnungen wie etwa Excellium, FuelSave, MaxxMotion, Supreme, Ultimate und V-Power. Im Ausland wird es für den Autofahrer besonders schwierig, die richtige Kraftstoffsorte zu wählen. Dort steht beispielsweise an den Säulen für Dieselkraftstoff etwa Gasóleo, Nafta, Mazot und Gazole.

Nach dem Willen der Europäischen Kommission, der Richtlinie 2014/94/EU, soll dem Verbraucher bald mit einer sinnfälligen Kennzeichnung der Kraftstoffarten geholfen werden. Die gleichartige Kennzeichnung des richtigen Kraftstoffes wird der Autofahrer bald in der Bedienungsanleitung und dem Tankdeckel des Fahrzeuges sowie an der Zapfsäule und Zapfpistole der Tankstelle finden.

Wie sieht die neue Kennzeichnung aus?

Gemeinsam mit der europäischen Verbrauchervertretung in der Normung (ANEC) sowie des DIN-Verbraucherrates haben Fachleute (unter anderem von Mineralöl- und Kfz-Herstellern, Behörden, Verbänden und der Europäischen Kommission) in knapp 18 Monaten die DIN EN 16942 „Kraftstoffe – Identifizierung der Fahrzeug-Kompatibilität – Graphische Darstellung zur Verbraucherinformation“ erarbeitet. Die Norm unterscheidet zwischen Benzin, Diesel und gasförmigen Kraftstoffen. Jeder der drei Kraftstoffarten ist eine geometrische Form zugeordnet: Benzin ein Kreis, Diesel ein Quadrat und gasförmigen Kraftstoffen eine 90-Grad-Raute. Die Wort-/Bildmarke im Zentrum der Form zeigt die Sorte an. Wenn die Symbole an der Zapfsäule mit denen im Fahrzeug identisch sind, kann der Fahrer bedenkenlos tanken.

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oernie1
23 Kommentare
Vor 6 Monaten

ich sehe in dem Grenzgänger Artikel keine Antwort auf die gestellte Frage.